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Filmreihe "Storie di migrazione – Migrationsgeschichten" ab 1. April
Im Kulturzentrum Trevi in Bozen startet Filmreihe, die den Lebenserfahrungen von Migranten gewidmet ist - Gast am 1. April ist Dichterin und Regisseurin Roberta Dapunt
BOZEN (LPA). Manchmal sind es gerade die Geschichten anderer, durch die die Entscheidungen, Handlungen und Wege, die das Leben von Menschen prägen, besser verstanden werden können. So wird das Erzählen zu einem bevorzugten Mittel, um sich den Ängsten, Hoffnungen und Schwierigkeiten anzunähern, die unter anderem auch Migrationserfahrungen begleiten.
Vor diesem Hintergrund entstand die fünfteilige Filmreihe "Storie di migrazione – Migrationsgeschichten", umgesetzt in Zusammenarbeit des Amtes für Film und Medien der Landesabteilung Deutsche Kultur und dem Audiovisuellen Zentrum des Amtes für Weiterbildung, Bibliotheken und audiovisuelle Medien der Landesabteilung Italienische Kultur. Die Filmreihe geht über Daten und Statistiken hinaus, um Erfahrungen in den Mittelpunkt zu rücken und denen eine Stimme zu geben, die Migration durch das Kino oder ihr tägliches Engagement erzählen. Das Projekt überwindet Sprachbarrieren und bezieht Regisseure, Regisseurinnen und vor Ort aktive Vereine mit ein.
Die Filmreihe startet mit dem Dokumentarfilm "Capaci di volere – Imstande zu wollen" von Paolo Vinati und Roberta Dapunt, der am
Mittwoch, 1. April
um 18 Uhr
im Kulturzentrum Trevi
in der Kapuzinergasse 28 in Bozen.
Anwesend sind dabei auch die beiden Regisseure Roberta Dapunt, bekannt für ihr poetisches Schaffen in ladinischer und italienischer Sprache, und Paolo Vinati. Der Film erzählt vom Weg der Aufnahme und Integration, den die Bezirksgemeinschaft Pustertal im Rahmen des vom Innenministerium finanzierten SPRAR-Projekts (heute SAI – Sistema di accoglienza e integrazione) gefördert hat. Anhand der Erfahrungen von sieben Berggemeinden verdeutlicht der Dokumentarfilm den Wert der Aufnahme als Geste der Offenheit und der Möglichkeit, die neue Perspektiven und Hoffnung schaffen kann: Damit dies möglich ist, muss man "imstande zu wollen" sein.
Die Filmreihe wird mit vier weiteren Filmen fortgesetzt:
- 15. April: "Nadea e Sveta" von Maura Delpero, in Zusammenarbeit mit dem Verein Donne Nissà Frauen
- 29. April : "Afronauts" von Ide Maman, in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Savera
- 13. Mai: "Babylon Sisters" von Gigi Roccati, in Zusammenarbeit mit der Bibliothek Kulturen der Welt
- 5. Juni: "Albania in Südtirol" von Erald Dika und Thomas Saglia, in Zusammenarbeit mit der panalbanischen Vereinigung Arbëria
Die Filme wurden von Vereinen ausgewählt, die sich für Menschen unterschiedlicher Kulturen engagieren. Der Abschluss der Filmreihe erfolgt im Rahmen des "Quo Vadis? Festivals", das vom Verein lasecondaluna gemeinsam mit Cedocs organisiert wird und der albanischen Bevölkerung besondere Aufmerksamkeit widmet.
Alle Vorführungen beginnen um 18 Uhr im Kulturzentrum Trevi statt. Der Eintritt ist für alle Interessierten kostenfrei. Informationen zum Projekt erteilt Daniela Zambaldi (Tel. 0471 413 389).
LPA/red/ck


