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Weg der aktiven Arbeitsmarktpolitik wird konsequent fortgesetzt
Landesregierung genehmigt das Strategiedokument AM#S²2030 - Leitlinien zur Stärkung des Südtiroler Arbeitsmarktes bis 2030
BOZEN (LPA). Ein leistungsfähiger, resilienter und attraktiver Südtiroler Arbeitsmarkt: Das ist die zentrale Zielsetzung des Dokuments AM#S²2030, das die Landesregierung am 10. April auf Vorschlag von Arbeits-Landesrätin Magdalena Amhof genehmigt hat. Das Strategiepapier enthält die Grundprinzipien, nach denen sich die aktive und steuernde Arbeitsmarktpolitik des Landes Südtirol ausrichten wird.
"Mit der neuen Strategie schaffen wir die Voraussetzungen für einen modernen, bürgernahen und leistungsfähigen Arbeitsmarktservice. Unser Ziel ist es, attraktive Arbeitsplätze, qualifizierte Beschäftigte und echte Teilhabemöglichkeiten für alle zu sichern", betont Landesrätin Amhof.
Die Ausarbeitung des Strategiepapiers sei Teil der Umsetzung des Regierungsprogramms 2023-2028, in dem sich die Koalitionspartner der Südtiroler Landesregierung zu einer aktiven, steuernden und gestaltenden Arbeitsmarktpolitik bekennen. Der Verbleib und die Integration der Menschen in stabilen Arbeitsverhältnissen mit leistungsgerechten Löhnen seien die wirksamste und würdevollste Form sozialer Integration. Ganz besonders wenn es um Menschen mit Behinderungen und andere vulnerable Personengruppen gehe.
Das Dokument zeigt die tiefgreifenden Herausforderungen auf, vor denen der Südtiroler Arbeitsmarkt steht. Vom demografischen Wandel, der fortschreitenden Digitalisierung bis hin zum Fachkräftemangel bei gleichzeitiger Unterauslastung des Arbeitskräfteangebots (2025 lag die Registerarbeitslosigkeit bei 6,2 Prozent, das entspricht etwa 15.600 Personen im Jahresdurchschnitt) und dem Abwanderungsphänomen.
Um den Herausforderungen zu begegnen, sieht AM#S²2030 sowohl das Erreichen von Zielwerten (zum Beispiel für Registerarbeitslosenquote oder Erwerbsbeteiligung) als auch konkrete Maßnahmen in verschiedensten Bereichen vor. Allen voran die Stärkung des Arbeitsmarktservice Südtirol durch den Ausbau des Personals, die Modernisierung der IT-Systeme, das Vorantreiben der Digitalisierung, die Weiterentwicklung der Arbeitsvermittlungszentren sowie der Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Partnern. Angestrebt wird auch eine Stärkung der Vermittlungsleistung für arbeitskräftesuchende Betriebe.
Weitere Leitlinien sind der Mobilisierung von Arbeits- und Fachkräften gewidmet. Diese soll in erster Linie durch die bessere Mobilisierung des bestehenden Arbeitskräftepotenzials erfolgen. Frauen, Jugendliche, ältere Personen, Menschen mit Behinderungen sowie arbeitsmarktferne Personen sollen gezielter angesprochen und durch passgenaue Dienstleistungen dauerhaft in den Arbeitsmarkt integriert werden. Als wesentliche Rahmenbedingung für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration hebt die Strategie auch die Bedeutung von leistbarem Wohnraum hervor.
Über den Ausbau der arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen wird in den kommenden Wochen im Detail informiert.
LPA/pir


