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Zweisprachigkeitsnachweise: Arbeitsgruppe eingesetzt

Analyse der Vorfälle und mehr Unterstützung beim Erwerb der Sprachkompetenz vor Eintritt in den öffentlichen Dienst

BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat sich in ihrer Sitzung am 17. April mit Verdachtsfällen im Zusammenhang mit Zweisprachigkeitsnachweisen befasst. Wie bereits bekannt, hatte die Staatsanwaltschaft aufgrund der Meldungen des zuständigen Landesamtes die Ermittlungen dazu aufgenommen (LPA berichtete).

Die Landesverwaltung betont, dass nach dem Auftauchen der Verdachtsmomente umfassende Kontrollen durchgeführt wurden und dabei weitere Unregelmäßigkeiten aufgedeckt und der Staatsanwaltschaft gemeldet wurden. Seither gibt es eine enge Zusammenarbeit, um alle Vorfälle aufzuklären.

Die Landesregierung setzt nun eine Arbeitsgruppe ein. Diese soll die Vorfälle analysieren und darauf aufbauend ein noch besseres Frühwarn- und Kontrollsystem entwickeln. Zudem sollen Vorschläge dazu erarbeitet werden, wie Personen, die in den öffentlichen Dienst eintreten wollen, bei der Erlangung der notwendigen Sprachkompetenz besser unterstützt werden können. Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstreicht: „Am Grundprinzip der Zweisprachigkeitsprüfungen wird nicht gerüttelt. Es geht darum, Missbrauch zu verhindern und den Spracherwerb zum Zwecke des Einstiegs in den öffentlichen Dienst zu verbessern und zu fördern.“

LPA/pio