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Programm der öffentlichen Bauvorhaben 2026–2028 genehmigt
431,5 Millionen Euro für 113 Maßnahmen im gesamten Land – Größter Anteil fließt in die Bereiche Bildung und Ausbildung
BOZEN (LPA). Auf Vorschlag von Landesrat Christian Bianchi hat die Landesregierung am 17. April den Beschluss zum Programm der öffentlichen Bauvorhaben 2026–2028 genehmigt. Vorgesehen sind insgesamt 113 Maßnahmen mit einer Gesamtausgabe von rund 431,5 Millionen Euro.
Das Programm ist ein wichtiges strategisches Instrument für die Entwicklung des Landes. Es soll die öffentliche Infrastruktur, das Gesundheitswesen, die Schulen und die kulturellen Einrichtungen gezielt stärken. Die Investitionen verteilen sich auf mehrere Bereiche: Der größte Anteil geht an Bildung und Ausbildung (24,9 Prozent). Danach folgen Maßnahmen für den sozialen Zusammenhalt (21,2 Prozent), vor allem im sozialen Wohnbau und im Gesundheitsbereich.
Weitere Mittel fließen in Kultur und öffentliches Vermögen (17,7 Prozent) sowie in Maßnahmen rund um militärische Liegenschaften (17,4 Prozent). Ergänzt wird das Programm durch Investitionen in die Verwaltung und Landesdienste (13,1 Prozent) sowie in Infrastruktur und Umwelt (5,8 Prozent).
"Die Verteilung der Mittel soll eine ausgewogene Entwicklung sichern und zugleich Dienstleistungen, öffentliche Räume und Nachhaltigkeit verbessern", sagt Landesrat Bianchi.
Bereits im Jahr 2026 sollen mehrere Bauarbeiten auf dem gesamten Landesgebiet starten: Dazu zählen unter anderem das Projekt für die Vittorio-Veneto-Kaserne, der Umbau und die Erweiterung des Landeskleinkinderheims, das Zentrum für Kinderpalliativmedizin in Tisens sowie der Bau von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.
Das Programm umfasst zudem bereits laufende Projekte, die innerhalb 2026 abgeschlossen werden sollen, etwa das Gemeinschaftshaus in Leifers und das neue Gebäude der Mercanti-Kaserne in Eppan. Auch das Studentenwohnheim am Ausbildungszentrum Moritzing soll im Frühjahr 2027 fertiggestellt werden.
Neben den direkten Investitionen setzt die Abteilung Vermögensverwaltung ihre Tätigkeit über öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP für Public Private Partnership) sowie Programme zur energetischen und funktionalen Sanierung öffentlicher Gebäude fort.
Der allgemeine Fokus liegt weiterhin auf einer nachhaltigen innovativen Bauweise, betont Bianchi abschließend: "Mit diesem Hochbauprogramm stärken wir die öffentlichen Dienstleistungen, modernisieren die Infrastruktur und gestalten die Entwicklung des Landes in den kommenden Jahren."
LPA/red/kat


