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Nach dem Waldbrand in Kortsch: Ermittlungen laufen
Am 22. April brannte eine Stunde lang ein halber Hektar Schwarzkiefernwald an der Sonnenberger Leiten – Freiwillige Feuerwehren, Berufsfeuerwehr und Forstpersonal im Einsatz
SCHLANDERS (LPA). "Am 22. April um 14.58 Uhr wurde Alarm wegen eines Waldbrandes in Kortsch ausgelöst. Die Brandstelle lag an der Sonnenberger Leiten, im Bereich des Alten Schlandrauner Almwegs und der Sandlen, innerhalb der Gemeinde Schlanders, in sehr steilem Gelände zwischen 1102 und 1172 Höhenmetern", fasst der stellvertretende Direktor des Forstinspektorates Schlanders Andreas Platter zusammen.
"Nur durch das entschlossene und schnelle Eingreifen der Feuerwehren sowie die Unterstützung durch den Löschhubschrauber und das Forstpersonal konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden", betont Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher. "Erste Ermittlungen des Landesforstkorps haben ergeben, dass der Brand vermutlich von einer Baustelle im betroffenen Gebiet ausgegangen ist", berichtet der Direktor der Landesabteilung Forstdienst Günther Unterthiner. Der für den Bevölkerungsschutz zuständige Landeshauptmann Arno Kompatscher spricht seinen herzlichen Dank an alle eingesetzten Feuerwehren sowie das Forstpersonal aus, die bei der erfolgreichen Bekämpfung dieses Waldbrandes in Kortsch mit großem Engagement und Professionalität gehandelt haben: "Ihr unverzüglicher Einsatz und die Zusammenarbeit haben entscheidend dazu beigetragen, die Gefahr zu bannen und den Schutz der Bevölkerung sicherzustellen."
Der Brand erfasste eine Fläche von etwa 0,5 Hektar reinen Schwarzkiefernwald, mit einer Ausdehnung von rund 40 mal 150 Metern. Im Einsatz standen etwa 150 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren von Schlanders, Vetzan, Kortsch, Sonnenberg, Göflan, Latsch, Laas und Morter und der Berufsfeuerwehr sowie Forstpersonal des Forstinspektorats und der Forststation Schlanders. Aufgrund der akuten Gefahr einer schnellen Ausbreitung, bedingt durch die Trockenheit in den Schwarzkiefernwäldern, alarmierte der Forstdienst umgehend auch einen Löschhubschrauber, der um 15.12 Uhr alarmiert wurde und um 15.39 Uhr am Einsatzort eintraf. Die Brandbekämpfung erfolgte somit sowohl vom Boden durch die Feuerwehrleute als auch aus der Luft durch den Hubschrauber. In unmittelbarer Nähe befanden sich zwei voll funktionsfähige Löschteiche des Landesforstdienstes, aus denen der Hubschrauber Wasser entnehmen konnte. Zusätzlich wurde ein Faltbecken als Reserve an einem vorgesehenen Anschluss eines Kraftwerks aufgestellt.
Das Feuer breitete sich rasch hangaufwärts über eine Distanz von 150 Metern aus und überquerte sogar die Zufahrt zu den Sonnenberger Höfen. Nur durch den schnellen Einsatz von Tanklöschfahrzeugen gelang es, die weitere Ausbreitung des Brandes knapp oberhalb der Straße einzudämmen.
Nach etwas mehr als einer Stunde, gegen 16 Uhr, konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Unmittelbar im Anschluss begannen die Einsatzkräfte mit den Nachlöscharbeiten. Die Berufsfeuerwehr stellte Beregner bereit, die an den beiden Flanken des Feuers installiert wurden und die gesamte Nacht vom 22. auf den 23. April durchgehend beregneten. Feuerwehrleute übernahmen die Nachtwache, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
LPA/mac


