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Theater als pädagogische Gelegenheit, Mehrsprachigkeit zu fördern

Zweisprachige Aufführung "Frederick die Maus und die Kraft der Phantasie" in den ladinischsprachigen Kindergärten - Initiative der Direktion Ladinische Bildung und Kultur 

BOZEN (LPA). Ein Theatererlebnis, das Sprachen, Emotionen und Phantasie vereint: Den Kindern der ladinischsprachigen Kindergärten wurde die Gelegenheit geboten, an der zweisprachigen Aufführung "Frederick die Maus und die Kraft der Phantasie" teilzunehmen. Die ersten Vorstellungen erfolgten im Dezember, Ende April folgten weitere Aufführungen, die auf große Begeisterung und rege Beteiligung stießen.

Die von Markus Westphal inszenierte und von Julia Augscheller und Paolo Tosin in Szene gesetzte Vorstellung wusste die kleinen Zuschauer von den ersten Szenen an zu fesseln und verwandelte das Theater in einen Raum für Entdeckungen und Interaktionen. Protagonisten waren nicht nur die Schauspieler, sondern auch die Kinder, die sich aktiv auf Deutsch und Italienisch einbrachten, mit Dialogen, Liedern und gemeinsamen Spielmomenten.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Geschichte von Frederick der Maus, die, während die anderen Vorräte für den Winter sammeln, scheinbar vor sich hin träumt. In Wirklichkeit ist auch Frederick bei der Arbeit: Er sammelt Sonnenstrahlen, Farben und Worte. Genau diese unsichtbaren Schätze werden in den schwierigsten Momenten der ganzen Gemeinschaft Wärme, Trost und Freude bringen.

"Diese Theateraufführung bot eine wertvolle Gelegenheit, den mehrsprachigen Ansatz in unseren Schulen zu stärken und ihn in einen anderen Kontext als den rein schulischen zu stellen", betont der Ladinische Bildungs- und Kulturdirektor André Comploi.

"Die Erfahrung war eine wichtige pädagogische Gelegenheit, die Mehrsprachigkeit zu fördern, die Fantasie anzuregen und bei den Kindern die Freude am Teilen und Entdecken zu stärken", erklärt Kindergarteninspektorin Genny Ploner.

Er freue sich sehr, dass alle Kindergärten die Möglichkeit hatten, an den Aufführungen teilzunehmen, betont der Direktor des Kindergartensprengels Ladinia René Pescoll und unterstreicht: "Es ist wichtig, vor allem im frühen Kindesalter, solche Erfahrungen anzubieten."

Es war dies eine Initiative, die zeigt, wie das Theater zu einem wertvollen Instrument werden kann, um gemeinsam zu wachsen, zu lernen und vor allem gemeinsam zu träumen. Nun gilt es, auch in Zukunft ähnliche Erlebnisse anzubieten, die Lernen, Emotionen und Mitwirkung miteinander verbinden. Die Direktion Ladinische Bildung und Kultur konnte diese Vorstellungen den Kindergartenkindern dank der Unterstützung der Stiftung Sparkasse anbieten.

LPA/red/mac