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Eltern medienfit: Mehr Orientierung im digitalen Familienalltag
Positionspapier des Netzwerks Eltern medienfit und Smartphone-Starter-Kit des Forum Prävention unterstützen Eltern und Fachkräfte
BOZEN (LPA). Digitale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, auch und gerade im Familienalltag. An Antworten und Orientierung hat das Netzwerk Eltern medienfit gearbeitet, das seit 2018 aktiv ist und in dem 24 Partner Familien im Bereich der Medienkompetenz unterstützen wollen. Zu den Partnern zählt auch die Familienagentur des Landes: "Es ist wichtig Familien frühzeitig zu stärken und Eltern von klein auf auch bei der Medienbildung zu begleiten", hob Familienlandesrätin Rosmarie Pamer bei der Vorstellung des Positionspapiers des Netzwerkes Eltern medienfit hervor.
Dieses richtet sich an Fachkräfte, die damit auf einheitliche und qualitätsgesicherte Informationen zurückgreifen können und auf diese Weise Eltern bestmöglich begleiten. Unter der Federführung des Forum Prävention hat das Netzwerk daher ein Positionspapier erarbeitet. Es bündelt fundiertes fachliches Basiswissen, bietet praxisnahe Leitlinien und enthält konkrete Empfehlungen für unterschiedliche Altersgruppen in der Arbeit mit Eltern, Kindern und Jugendlichen. "Das Positionspapier soll die Fachkräfte in ihrem Handeln stärken und den bewussten Umgang mit Medien fördern", unterstrich Elisa Zenatti vom Forum Prävention.
Hansjörg Unterfrauner hob als Vertreter der drei Bildungsdirektionen hervor, dass auch im schulischen Bereich Medienkompetenz ein wichtiges Thema sei: "Indem wir Fachkräfte, unter anderem mithilfe des ausgearbeiteten Positionspapiers, professionalisieren, leisten wir einen Beitrag zur gesellschaftlichen Bildung, denn Digitalisierung ist ein wesentlicher Teil davon."
Neben dieser fachlichen Grundlage stellt das Netzwerk auch konkrete Unterstützungsangebote für Eltern bereit. Mit dem Smartphone-Starter-Kit hat das Forum Prävention einen "Elterncheck für das erste Handy" entwickelt. Mithilfe übersichtlicher Checklisten unterstützt es Eltern dabei, die Reife ihres Kindes sowie wichtige Rahmenbedingungen einzuschätzen. Es umfasst unter anderem Checklisten zur Medienkompetenz, zur sicheren Einrichtung des Geräts, zur Vorbildrolle der Eltern, eine Nutzungsvereinbarung sowie praktische Hilfestellungen für den Ernstfall. "Es geht auch darum das eigene Verhalten zu hinterfragen und Eltern bewusst dafür zu sensibilisieren, was es heißt, wenn das eigene Kind ein Smartphone erhält", hob Manuela Lechner, Mitarbeiterin des Forums Prävention hervor.
Ein Beispiel aus der Praxis lieferte Oliver Sparber von der Familienberatungsstelle Kolbe und ergänzte dazu: "Lernen am Modell ist die stärkste Art und Weise Dinge weiterzugeben. Darum sind auch vor allem wir als Eltern in unserer Vorbildfunktion gefragt, wenn es darum geht bewusst mit digitalen Medien umzugehen."
Das Positionspapier, die Informationsflyer sowie das Smartphone-Starter-Kit stehen ab sofort unter www.eltern-medienfit.bz zum Download bereit. Dort finden Eltern auch eine Übersicht über lokale Beratungsangebote.
LPA/red/ck


