Südtirol im Film

Das Amt für Film und Medien verfügt über ein breit gefächertes Angebot an Dokumentarfilmen zum Thema Südtirol, die großteils von Südtiroler Filmemachern stammen. Diese Filme sind in unserem Medienshop erhältlich und können auch in unserer Mediathek ausgeliehen werden.

Medienshop

  • Das Siegesdenkmal. Dem Siege geweiht, dem Frieden gewidmet.

    Das Siegesdenkmal. Dem Siege geweiht, dem Frieden gewidmet.

    DVD, 2015, 29,26 Min. Ein Film von Gerd Staffler und Klaus Romen
    Als das von Mussolini gewollte Siegesdenkmal in Bozen am 12. Juli 1928 vom italienischen König Vittorio Emanuele III offiziell mit kirchlichem Segen „eingeweiht“ wurde, war seine Zweckbestimmung eindeutig. Es sollte den „Verlierern“ des ersten Weltkriegs vor Augen führen, wer diesen Krieg gewonnen hatte. „Von hier aus haben wir den Anderen die Sprache, die Gesetze und die Künste beigebracht“, lautete die provozierende Botschaft der faschistischen Diktatur. Diese Provokation überlebte auch den Zusammenbruch des nazi-faschistischen Albtraums im Mai 1945 und sorgte über Jahrzehnte für ethnische Spannungen zwischen deutschen und italienischen Südtirolern. Ein erster Versuch der Gemeinde Bozen zur Entschärfung der vom Faschismus geprägten Symbolik scheiterte 2002 ,als die Umbenennung von Sieges- in Friedensplatz in einem Referendum abgelehnt wurde. Ein zweiter Anlauf für eine neue Zweckbestimmung des Denkmals wurde 2011 gestartet. Im restaurierten Untergeschoss des Siegesdenkmals entstand eine Ausstellung zu seiner Entstehung und zur Geschichte Bozens seit der Annexion durch Italien über den Faschismus und die Nazi-Besatzung . 2014 wurde die Dokumentationsausstellung eröffnet. Die geplante 30-Minuten TV-Doku will die Geschichte des Denkmals anhand historischer Filmberichte nachzeichnen und den Übergang zur neuen „antifaschistischen“ Zweckbestimmung erläutern. Produktion: Videocap, Bozen

    Tel. 0471 412901

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  • "Do lernt man für’s Leben". Die Geschichte der Hauswirtschaftsschule in Südtirol

    "Do lernt man für’s Leben". Die Geschichte der Hauswirtschaftsschule in Südtirol

    DVD, 2015, 29,45 Min. Ein Film von Evi Keifl und Rudy Kaneider
    Der „Bühlerhof“ in Sarns bei Brixen öffnete im Schuljahr 1958/59 seine Tore. Es war die erste Haushaltungsschule in einem landeseigenen Gebäude. Etwa zur gleichen Zeit entstanden Haushaltungsschulen am Rieplhof bei Sterzing und im Ansitz „Mair am Hof“ in Dietenheim. Der Rieplhof war angemietet, während die Schule in Dietenheim bis 1977 eine staatlich kontrollierte Konsortialschule war. Die Haushaltungsschulen lösten Ende der 1950er Jahre die Haushaltungskurse ab, die nach dem Krieg landauf, landab für die ländliche Mädchenbildung gesorgt hatten. Die Ausbildung handverlesener junger Frauen zu Hauswirtschaftslehrerinnen erfolgte in Österreich. An den heimatlichen Hauswirtschaftsschulen unterstanden die Lehrerinnen der strengen Kontrolle der ausschließlich männlichen Führungskräfte. Die Erziehung der Schülerinnen erfolgte gemäß christlich/patriarchalischen Werten und entsprach dem bäuerlich-ländlich geprägten Frauenbild. Obwohl die Schülerinnen bereits erwachsen und im heiratsfähigen Alter waren, fügten sie sich kritiklos den strengen Regeln an den Schulen. Anfang der siebziger Jahre machten sich die gesellschaftlichen Veränderungen auch in den Haushaltungsschulen bemerkbar. Die Schülerinnen kamen nun vermehrt aus nichtbäuerlichen Familien. Die strengen Schulregeln wurden gelockert, die Fächerauswahl passte sich den neuen Erfordernissen an. Zugleich wuchs der Druck auf die Politik, die Ausbildung in den Hauswirtschaftsschulen als Berufsbildung anzuerkennen, was schließlich auch gelang. Aus „Haushaltungsschulen“ wurden „Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung“. Und seit 2014 unterstehen diese nun auch dem Bildungsressort. Als Fachkräfte für Ernährung oder als hauswirtschaftliche Betriebsleiterinnen finden die Absolventinnen nun ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt. Die hauswirtschaftliche Bildung war über viele Jahrzehnte ein Spiegel der Gesellschaft und ihres Frauenbildes. Heute bildet die Hauswirtschaft neben der Betriebswirtschaft und der Volkswirtschaf

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  • Wir können nicht den hellen Himmel träumen

    Wir können nicht den hellen Himmel träumen

    DVD, 90 Min., 2013. Ein Film von Carmen Tartarotti
    Der Film zeigt ein Südtiroler Frauenkloster, das nur noch von zwei Nonnen geführt wird; es sind geistige und leibliche Schwestern. "Damit die Draußen nicht denken, zwei Schwestern ist kein Kloster mehr“, versuchen sie das volle Programm aufrecht zu erhalten. Der eigenwillige Charakter der beiden Frauen und ihr Beharren auf Selbständigkeit und Autonomie, bringt anrührend - komische Situationen mit sich, an einem Ort, wo dies nicht zu erwarten ist. Produktion: Carmen Tartarotti Filmproduktion, Frankfurt

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  • Tiroler im Urwald auf der Suche nach ihrer Identität

    Tiroler im Urwald auf der Suche nach ihrer Identität

    DVD, 2015, 75 Min. Ein Film von Luis Walter
    Nach den Napoleonischen Kriegen ist Europa verarmt. Auch Tirol. In Brasilien wird das Sklaventum abgeschafft, Brasilien braucht nun Menschen die das Land bearbeiten und erneuern. Die Regierung unter Kaiser Pedro II., Sohn der Habsburgerin Leopoldina, schickt Agenten nach Europa, die versprechen den Menschen das Blaue vom Himmel. Viele Tiroler und Welschtiroler folgen den Ruf aus Brasilien und verlassen von 1858 bis 1875 die Heimat. Die Tiroler kommen in die Berge der damaligen Provinz Espirito Santo, die Welschtiroler 2000 km südlich nach Santa Catarina. Allen Familien wird Grund zugeschrieben: im Urwald, ohne Häuser ohne Wege ohne Hilfe. Die Anfangsjahre sind bitter, Schwerstarbeit, Heimweh und tropische Krankheiten kennzeichnen ihr Dasein. Sie überleben. Die Tiroler gründen Dorf Tirol, die Welschtiroler gründen Nova Trento. Wie heute die Nachkommen der Tiroler und Welschtiroler Einwanderer in der fünften und sechsten Generation nun in ihrer Heimat Brasilien leben, versucht der Film zu erzählen. Produktion: Luis Walter Filmproduktion, Bozen

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  • Das bedrohte Paradies. Der Photograph Heinrich Kühn

    Das bedrohte Paradies. Der Photograph Heinrich Kühn

    DVD, 86 Min., 2014. Ein Film von Markus Heltschl
    Um 1900 erlebte die Kultur eine innovative Phase, die auch für die Photographie befruchtend war. Der Tiroler Photograph Heinrich Kühn (1866 - 1944) ist ein herausragender Vertreter der Kunstphotographie und ein bedeutender Vorläufer der Moderne. Seine Bilder waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf den großen Ausstellungen weltweit zu sehen. Heute gilt er als „einer der großen Photographen der Kunstgeschichte“ (Jeff Wall). Kühn, der auch Wissenschaftler war und mehrere foto-technische Neuerungen erfand, interessierte sich ab 1907 besonders für die Farbfotografie. Damals kamen die von den Brüdern Lumiere erfundenen Autochrome-Platten auf den Markt, die den Beginn der kommerziellen und künstlerischen Farbfotografie darstellen. Mit seinen legendären amerikanischen Freunden Alfred Stieglitz und Edward Steichen erprobte Kühn die neuen Glasplatten, und die Möglichkeit, endlich in Farbe fotografieren zu können, faszinierte ihn. Heinrich Kühn entwickelte sich zu einem Meister in diesem technisch anspruchsvollen Verfahren, er war „der beste Autochrome- Photograph der Welt“ (Monika Faber). Der Film „Das bedrohte Paradies“ gibt einen Einblick in das umfangreiche Werk dieses Ausnahmekünstlers und zeigt seinen bis in die Gegenwart wirkenden Einfluss auf die Kunst. Neben den Enkeln Kühns setzen sich für den Film unter anderen Monika Faber, Peter Weiermair, Ulrich Pohlmann, Peter Weibel und Florian Ebner, sowie der kanadische Foto- Künstler Jeff Wall mit dem Leben und Werk dieses herausragenden Tiroler Photographen auseinander. Produktion: Avista-Film Herbert Rimbach & Zarzura Film Markus Heltschl

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  • Südtirols Äpfel, eine Reise um die Welt

    Südtirols Äpfel, eine Reise um die Welt

    DVD, 2014, 46 Min. Ein Film von Wolfgang Moser
    In Südtirol werden jährlich über 1 Million Tonnen Äpfel von bester Qualität geerntet und in die weite Welt exportiert. Vom Norden Skandinaviens bis in die südlichen Länder und noch weiter. Dieser Film begleitet die süße Frucht aus den Alpen, von der Ernte bis zum Endkunden in aller Welt. In diesem Film werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Südtiroler Apfelwirtschaft, welche in der Fachwelt hoch angesehen wird. Produktion: MoWo Production, Barbian

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  • 50 Jahre ASGB -Mitreden lohnt sich

    50 Jahre ASGB -Mitreden lohnt sich

    DVD, 31 Min., 2014. Ein Film von Maren Schöpf
    Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund feiert 2014 sein 50jähriges Bestehen. Seine Geschichte beginnt im Jahr 1964 als Franz Plaickner und weitere deutschsprachige Mitglieder aus der CISL austreten und eine eigene autonome Gewerkschaft für die deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler gründen: den ASGB. Die ersten Jahre waren äußerst schwierig: Kaum ausgebildete Mitarbeiter, keine finanziellen Mittel und ein harter Gegenwind von Seiten der nationalen Gewerkschaften. Aber die „Autonomen Gewerkschafter“ haben Durchhaltevermögen bewiesen und heute zählt der ASGB mit rund 28.000 Mitgliedern zu den größten und modernsten Gewerkschaften des Landes. Die Journalistin Maren Schöpf hat die wechselvolle Geschichte des ASGB in einer historischen Dokumentation nachgezeichnet und lässt Mitarbeiter, Mitglieder und Wegbegleiter des ASGB zu Wort kommen. Produktion: Media-art Production, Bozen

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  • Kauf dir einen Bunker. Wie ehemalige Verteidigungsanlagen genützt werden

    Kauf dir einen Bunker. Wie ehemalige Verteidigungsanlagen genützt werden

    DVD, 67 Min, 2014. Ein Film von Anita Rossi und Peter Obexer
    Unzerstörbar, bombensicher: 350 Bunker allein in Südtirol. Das sind Unmengen von Stahlbeton, die im 2. Weltkrieg vor dem Feind aus dem Norden und dann im Kalten Krieg vor der Gefahr aus dem Osten schützen sollten. Nach ihrer Abrüstung Anfang der 1990er Jahre gingen die Bunker vom Militär an die Autonome Provinz Bozen über. Ein Großteil davon wurde schließlich an Private versteigert. Produktion: Videofilmproduktion Obexer, Villnöss

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  • Karl Anrather - Maler aus Margreid. Ein frühvollendetes Künstlerleben

    Karl Anrather - Maler aus Margreid. Ein frühvollendetes Künstlerleben

    DVD, 50 Min, 2014. Ein Film von Lucio Rosa und Mathias Frei
    Karl Anrathers Schaffen fällt in eine Zeit des Wandels der europäischen Kunst von den prunkvoll inszenierten Historiengemälden zum Realismus und bis an die Schwelle des Licht- und Farbkultes impressionistische Prägung. Seine künstlerische Ausbildung führte ihn von der Gewerbeschule in Innsbruck an die Akademie der bildenden Künste nach München und anschließend an die Akademie nach Wien. Dort schloss Karl Anrather die Spezialschule für Historienmalerei mit dem monumentalen Ölgemälde „Kanzler Biener auf dem Tiroler Landtag“ ab. Ebenso bedeutsam ist sein Schaffen in der Sparte der Genremalerei aus dem Alltagsleben, mit der prachtvollen Szene der „Wahrsagerin“. Einen weiteren Bereich seines Schaffens stellen die Porträts dar: markante Charakterbildnisse aus seinem familiären Umfeld sowie Standesporträts von zeitgenössischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Ein schleichendes Lungenleiden führte den hochtalentierten und rastlos tätigen Künstler zum frühen Tod. Produktion: Studio Film TV, Bozen

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  • Insiders-Outsiders

    Insiders-Outsiders

    DVD, 31 Min., 2014. Sprache: Italienisch und Südtiroler Dialekt, deutsche und italienische Untertitel. Ein Film von Sarah Trevisiol und Matteo Vegetti
    "Insider" oder "Outsider"? Wer fühlt sich Teil der italienischen und insbesondere der Südtiroler Gesellschaft und wer wird hingegen davon ausgeschlossen? Geschichten junger Menschen mit Migrationshintergrund , die in Südtirol aufgewachsen oder sogar geboren sin, berichten von ihren persönlichen Wettläufen gegen die eisernen Mauern der Bürokratie oder der Indifferenz, aber auch von krerativen Wegen sich einen Platz in einer Gesellschaft zu verschaffen, die an un für sich schon multikulturell ist.

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Barbara Weis
Tel. 0471 41 29 10
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