Wiesenbrüter - Malser Haide - Gewährung einer Beihilfe

Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Allgemeine Beschreibung

Landwirtschaftliche Unternehmer, die in der landwirtschaftlichen Primärproduktion tätig sind und in der Viehdatenbank als Tierhalter aufscheinen

Es geht um eine Bewirtschaftung von Wiesenflächen im abgegrenzten Projektgebiet der „Malser Haide“, welche den Wiesenbrüter schützt. Das Gebiet ist nach der Meereshöhe in 3 Unterzonen unterteilt, in Abhängigkeit davon sind frühestens mögliche Mähtermine festgesetzt.

Die Beihilfe wird an Betriebe gewährt, welche gleichzeitig auch am Vorhaben SRA08 "Dauergrünland" oder SRA29 "Biologische Produktion" im Rahmen der Umwelt-, Klima- und anderer Bewirtschaftungsverpflichtungen des nationalen Strategieplanes der gemeinsamen Argarpolitik GAP, teilnehmen.

Die Mindestfläche für die Gewährung der Beihilfe beträgt 1/3 Hektar. Diese Flächen bzw. Grundparzellen müssen im Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen gemäß Dekret des Landeshauptmannes vom 9. März 2007, Nr. 22, als Wiese (einschließlich deren Unterkategorien) eingetragen sein. Die Flächen (m²) die im "Lafis" eingetragen sind, dienen als Grundlage für die Berechnung des Beitrages.

Der Antragsteller muss folgende Verpflichtungen einhalten:

  • die betroffenen Flächen weder planieren noch entwässern,
  • bestehende Strukturen wie Lesesteinhaufen, Trockenmauern und Hecken erhalten; zugelassen sind ausschließlich die ordentlichen Pflegemaßnahmen,
  • den Schnittzeitpunkt je nach Unterzone einhalten, und zwar frühestens ab dem
  • 25. Juni in der unteren Zone (1)
  • 01. Juli in der mittleren Zone (2) und
  • 08. Juli in der oberen Zone (3).
  • den Zeitpunkt des Schnitts auf der betroffenen Parzelle in einem Register eintragen.

Eine auch nur teilweise Nichteinhaltung bedingt den Ausschluss sämtlicher Parzellen von der Beihilfe. Im Zuge der Verwaltungskontrollen gilt eine Toleranz von maximal 10 Prozent bezogen auf die gesamte beantragte Fläche.

Die Beihilfe beträgt 600,00 Euro pro Hektar.

Die Beihilfe wird nicht gewährt, wenn der Betrag niedriger als 200,00 Euro ist. 

Die Beihilfen sind mit der Agrarumweltprämie und der Bioprämie des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum laut Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 kumulierbar. 

De-Minimis-Beihilfe

Die genannten Beihilfen werden im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 1408/2013 über die De-Minimis-Beihilfen im Agrarsektor gewährt. Diese sieht vor, dass Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind, im laufenden und in den beiden vorangegangenen Haushaltsjahren maximal bis zu 25.000 Euro De-Minimis-Beihilfen erhalten können.

(Letzte Aktualisierung Dienstleistung: 30.01.2023)

Zuständige Einrichtung

Amt für Viehzucht
Landhaus 6 - Peter Brugger, Brennerstraße 6, 39100 Bozen
Telefon: 0471 41 50 90
0471 41 50 91
E-Mail: viehzucht@provinz.bz.it
PEC: viehzucht.zootecnia@pec.prov.bz.it

Termine

Der Antrag muss zwischen 26. Januar und 28. April 2023 im Bezirksamt für Landwirtschaft in Schlanders, Tel. 0473-736140, PEC-Mail : lwschlanders.agrisilandro@pec.prov.bz.it eingereicht werden.