Aktuelles zum Vorkommen von Bär und Wolf

Nachweise Monat Jänner:

(Es werden nur eindeutige und überprüfte Nachweise aufgelistet)

Wolf

01.01. - Percha, Rehwild gerissen

04.01. - Wengen, Rehwild gerissen

04.01. - Deutschnofen, Video von zwei Wölfen

09.01. - Vierschach, Rehwild gerissen

11.01. - Toblach, Rehwild gerissen

13.01. - Gsies, Rehwild gerissen, Spur von zwei Wölfen

15.01. - Völs, 8 Stück Damwild gerissen

19.01. - Taisten, Rehwild gerissen

20.01. - Percha, Rehwild gerissen

23.01. - Olang, Rotwild gerissen

Nachweise Bär und Wolf - Jahr 2022

 

 

Braunbär

In den letzten Jahren ist die Präsenz von Braunbären in der Provinz Bozen deutlich zurückgegangen. Lediglich im südwestlichen Landesteil, welches als Durchzugsgebiet eingestuft wird, konnten erneut einzelne Nachweise gesammelt werden. Im Jahr 2021 wurden in Südtirol fünf männliche Bären genetisch nachgewiesen. Es handelt sich um die Bären M52, M66, M68, M75 und M78. Der erste Nachweis des großen Sohlengehers erfolgte im Gebiet von Fennberg. Dort wurde Mitte April der männliche Bär M68 anhand von genetischen Proben nachgewiesen. Dieser dreijährige Bär streifte bereits das Jahr zuvor durch dieses Gebiet. Einen weiteren Nachweis erbrachte eine Haarfalle im Gebiet von Eppan. Mitte Juli wurde dort das Tier M78 bestätigt. M78 hat ein Alter von 2 Jahren und konnte anhand dieser Probe das erste Mal genetisch nachgewiesen werden. Ein weiterer Bär, nämlich M75, wurde im Gebiet von Marling das erste Mal genetisch nachgewiesen. Dieses zweijährige Männchen verursachte Schäden an Bienenständen in Marling und Kastelbell. Anfang Juni wurden auch im Gebiet von Sirmian/Grissian einige Übergriffe auf Bienenvölker verzeichnet. Dafür verantwortlich war der Bär M52. Dieses Männchen hat ein Alter von 5 Jahren.Am 10. Mai ist es der Bäreneinsatzgruppe gelungen einen Bären zu fangen und mit einem GPS Senderhalsband zu versehen. Dieser Bär, M66, hatte zwei Wochen davor, in der Nähe eines Bauernhofes drei Ziegen und ein Schaf gerissen sowie eine weitere Ziege verletzt. Zudem konnte er im selben Gebiet mehrmals auf kürzerer Distanz beobachtet werden. Das vier Jahre alte Männchen wanderte nach der Besenderung in die Provinz Trient ab, wo sich jedoch nach kurzer Zeit seine Spur verlor.

Für Bärenschäden hat das Land eine Vergütung von insgesamt 7.680 € ausbezahlt.

Gesicherte Nachweise des Braunbärs in Südtirol im Jahre 2021

Wolf

Südtirol weit konnten im Jahr 2021 achtzehn verschiedene Wölfe genetisch erhoben werden. Davon waren zehn männliche und acht weibliche Tiere. Alle Tiere bis auf ein Weibchen und ein Männchen stammen aus der italienischen Wolfspopulation. Von den achtzehn erhobenen Wölfen wurden bereits vier Tiere in den vorhergehenden Jahren, 1 Weibchen in der Provinz Trient und ein Männchen in der Provinz Brescia bestätigt. Hinsichtlich der Anzahl von Wölfen im Jahr 2021 kann in Südtirol von einer Mindestzahl von mehr als 30 Individuen ausgegangen werden. Anhand der gesammelten Nachweise können einige Zonen von Gruppierungen von Wölfen ausgewiesen werden. Diese fallen ins Gebiet von Deutschnonsberg, Menedelkamm, hinteres Ultental und die Provinzgrenze in den Dolomiten zum Belluno und Trentino.

Wolfschäden durch Risse von Nutztieren wurden im Jahr 2021 im Ausmaß von 54.200 € vergütet.

Einen ausführlichen Bericht über den Wolf in Südtirol im Jahr 2021 wird auf der Homepage des Amtes für Jagd und Fischerei veröffentlicht.

 

Gesicherte Nachweise (C1-Nachweise) des Wolfes in Südtirol der Jahre 2021  C1: eindeutiger Nachweis = harte Fakten, die die Anwesenheit der entsprechenden Tierart eindeutig bestätigen (Lebendfang, Totfund, genetischer Nachweis, Foto,Telemetrieortung).

Der Wolf in Südtirol - Jahresbericht 2020