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Änderungen in der Förderung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte beschlossen.

Am 24. November 2020 hat die Landesregierung die neuen Kriterien für die Förderung von Investitionen in landwirtschaftliche Unternehmen genehmigt. Bereits ab 1. Dezember 2020 bis 31. März 2021 können wieder Ansuchen für die Außen- und Innenmechanisierung gestellt werden. Die Kombinationsmöglichkeit mit den staatlichen Förderungen „Nuova Sabatini“ und dem Steuerbonus für Maschinen mit dem Industriestandard 4.0 können somit noch heuer ausgenutzt werden.

Außenmechanisierung

Die Änderungen betreffen neben dem vorverlegten Einreichdatum auch die Beitragshöhe: Für Außenmaschinen gibt es nun 20 % Beitrag mit mindestens 40 Erschwernispunkten und 30 % ab 75 Punkten der beihilfefähigen Ausgaben. Es bedarf keiner Reduzierung des Höchstviehbesatzes mehr, um den maximalen Beitragssatz zu erhalten. Zudem wurden für Transporter und zweiachsige Mähgeräte die anerkannten Höchstkosten von 50.000,00 Euro auf 80.000,00 Euro, für Mähmaschinen von 20.000,00 Euro auf 25.000,00 Euro angehoben. Zur Erinnerung: Ein zweiachsiges Mähgerät ist als „landwirtschaftlicher Traktor für die Heuernte mit einem Eigengewicht von weniger als 5.000 kg“ definiert. Für eine Mähmaschine darf nun sogar schon nach 10 Jahren wieder angesucht werden, bei den anderen Maschinen bleibt die Frist bei 15 Jahren. Zudem ist es nun wieder jenen Antragstellern möglich um Förderung anzusuchen, innerhalb deren Kernfamilie eine außerlandwirtschaftliche unternehmerische oder freiberufliche Tätigkeit mit mehr als drei Vollzeitangestellten oder saisonalen Angestellten im analogen Gesamtzeitumfang ausgeübt wird.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Landwirt mindestens 2 ha Wiese oder Wechselwiese bewirtschaftet und folgenden Viehbesatz einhält: Mindestens 0,5 GVE/ha und maximal 1,8-2,5 GVE/ha je nach Höhenlage laut ländlichem Entwicklungsplan. Die Mindestinvestition beträgt 5.000 Euro, gebrauchte Maschinen werden nicht gefördert.

Es gibt auch Förderungen für überbetrieblich eingesetzte Maschinen. Bei diesen Maschinen muss der Landwirt 5 Jahre lang jährlich mindestens 40 Arbeitsstunden für Dritte leisten, 15 davon mit der geförderten Maschine.

Die Verpflichtung, die der Bauer mit der Förderung eingeht, besteht darin, dass er die Maschine ab dem Datum der Endauszahlung 5 Jahre lang nicht verkauft. Sehr wichtig: Die Maschine darf erst gekauft werden, nachdem das Beitragsgesuch ordnungsgemäß eingereicht wurde. Der Ankauf muss spätestens innerhalb 2021 erfolgen, wenn nicht darf für dieselbe Maschine auch in den darauffolgenden zwei Jahren nicht mehr angesucht werden.

Innenmechanisierung

Betroffen von den Neuerungen sind nicht nur die genannten Außenmaschinen, sondern auch Maschinen für das Stallinnere. Bei diesen Maschinen beträgt der Beitragsprozentsatz immer 30%. Die Anforderungen an die Betriebsgröße und den Viehbesatz sind dieselben wie für Außenmaschinen. Ebenso gilt für die Innenmechanisierung dass auch jene Antragsteller um Förderung ansuchen können, innerhalb deren Kernfamilie eine außerlandwirtschaftliche unternehmerische oder freiberufliche Tätigkeit mit mehr als drei Vollzeitangestellten oder saisonalen Angestellten im analogen Gesamtzeitumfang ausgeübt wird.

Die Mindestinvestition beträgt 5.000,00 Euro, ausgenommen die Milchkühlanlagen und Milchtanks, für die mindestens 2.500,00 Euro ausgegeben werden müssen. Für Melkroboter oder Melkkaruselle wird für Investitionen über 40.000,00 Euro kein Beitrag gewährt.

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P. Maier