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Jugendarbeit stellt sich Gemeindereferenten vor

Fachinputs, einen Vernetzungsmarkt und anregende Gespräche gab es bei einem Treffen von Gemeindejugendreferentinnen und Gemeindejugendreferenten mit den Vertretenden der Offenen Jugendarbeit.

"In der Arbeit mit jungen Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen": Unter diesem Motto trafen sich am gestrigen Donnerstag (27. Oktober) im Landhaus 1 in Bozen Gemeindejugendreferentinnen und Gemeindereferenten mit den Mitarbeitenden der Offenen Jugendarbeit. Eingeladen hatten "netz I Offene Jugendarbeit", der Dachverband der Jugendtreffs, Jugendzentren und Jugendkulturvereine in Südtirol zusammen mit dem Landesamt für Jugendarbeit.

Landesrat Philipp Achammer bat in seiner Videobotschaft die Jugendreferentinnen und Jugendreferenten um Unterstützung in der Offenen Jugendarbeit. "Eine Investition in diesen Bereich ist eine wahre Investition in die Zukunft", unterstrich Achammer. Neben dem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Karlheinz Malojer, war auch Konrad Pamer anwesend, der seit Oktober das Amt für Jugendarbeit leitet. Pamer hob mit Bezugnahme auf das Jugendförderungsgesetz 13/1983 die Bedeutung der Jugendarbeit als Bildungsträger hervor. Er unterstrich, dass neben dem Landesgesetz auch das "Leitbild der Jugendarbeit" und das Jugendförderungsprogramm Rahmenbedingungen definierten, die bei entsprechender Zusammenarbeit von Gemeindepolitik und Jugendorganisationen eine gelingende Jugendarbeit ermöglichten.

Die Teilnehmenden tauschten sich einen ganzen Nachmittag lang über diesen Themenbereich aus. Den fachlichen Input dazu lieferte der erste Veranstaltungsteil, in dem die Arbeitsprinzipien der Offenen Jugendarbeit, kurz "OJA", vorgestellt wurden. OJA steht demnach für professionelle Arbeit mit jungen Menschen. Sie nimmt Jugendliche und junge Erwachsene an, wie sie sind und orientiert sich an ihren Interessen und Bedürfnissen. Laut Marina Peter, Mitarbeiterin von "netz", bedeute "offen sein" in der OJA, Menschen unterschiedlichster Gruppierungen, Szenen und Kulturen unvoreingenommen, verständnisvoll und reflektiert zu begegnen. Peter wies auch auf das Ziel der Veranstaltung hin: Es sei wichtig, jene, die in der Jugendarbeit tätig sind, in Austausch zu bringen. "Damit gemeinsam gestärkt Verantwortung für Jugendthemen in den Gemeinden übernommen werden kann", führte Peter aus.

Den zweiten Veranstaltungsteil bildete ein Vernetzungsmarkt, über den sich verschiedenste Netzwerkpartner aus dem Bereich Jugendarbeit vorstellen konnten, darunter "netz | Offene Jugendarbeit", das Amt für Jugendarbeit, die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, der Südtiroler Jugendring, die Kinder- und Jugendanwaltschaft, das Jugendhaus Kassianeum Jukas, das Forum Prävention und die YouthApp.

Die junge Singer-Songwriterin Marion Moroder begleitete die Veranstaltung musikalisch, stellvertretend für die Jugendkulturszene.


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red/jw