EU- Pflanzengesundheitssystem (Gültig ab 14.12.2019)

Mit dem Inkrafttreten der Verordnungen (EU) 2016/2031 über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen und (EU) 2017/625 über amtliche Kontrollen am 14. Dezember 2019 ergeben sich einschneidende Änderungen im Pflanzengesundheitssystem.

Das neue Pflanzengesundheitssystem dient vor allem der Prävention der Einschleppung oder Ausbreitung von Schadorganismen im Gebiet der EU. Es werden umfassende Vorschriften zur frühzeitigen Erkennung und Tilgung von Unionsquarantäneschädlingen festgelegt.

Mit der EU- Verordnung 2016/2031 wird auch die Registrierungspflicht von Unternehmern ausgeweitet. Demnach müssen Unternehmer, die mit geregelten Pflanzen, Pflanzenerzeugnissen oder anderen Gegenständen, für welche ein Pflanzenpass oder eine Pflanzengesundheitszeugnis erforderlich ist, innerhalb der EU verbringen oder ein- bzw. ausführen wollen, beim zuständigen Pflanzenschutzdienst registriert sein.

Zudem müssen Pflanzenpässe für alle zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen ausgestellt werden.

Gesetzliche Bestimmungen

Allgemeine Informationen

In der EU-Verordnung 2016/2031 werden in Artikel 5 Absatz 2 und in Artikel 37 Absatz 2 Listen der Unionsquarantäneschädlinge und unionsgeregelten Nichtquarantäneschädlinge (sogenannte „RNQP’s“) geregelt, welche mit der Durchführungsverordnung 2019/2072 umgesetzt wurden. Zusätzlich sind in dieser Durchführungsverordnung Pflanzenpass-pflichtige Waren definiert worden.

Diese Informationen wurden nach Pflanzenarten bzw. nach Gruppen von Pflanzenarten aufgeteilt und übersichtlich dargestellt. Für diese Informationen kann jedoch keine Garantie auf Vollständigkeit gegeben werden, da sich die Kenntnisse zu Wirtspflanzen sowie die Liste der geregelten Schadorganismen immer wieder ändern.