Interessensbekundung für die Erteilung der Genehmigung zur Neuanpflanzung von Rebflächen

Allgemeine Informationen

Die Interessensbekundung für die Erteilung der Genehmigung zur Neuanpflanzung von Rebflächen stellt die Voraussetzung für die entsprechende telematische Beantragung dar.

Da aufgrund der aktuellen Covid-Situation der Parteienverkehr nicht wie üblich abgewickelt werden kann, müssen die Antragssteller vorab telefonisch einen Termin vereinbaren. Beginn der telefonischen Terminvereinbarungen ist Montag, 18.01.2021. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ohne vorheriger Terminvereinbarung, eine persönliche Abgabe des Gesuches nicht möglich ist. Die Termine können für Bozen, Meran und Neumarkt unter den Nummern 0471-415080/81 und 83 vereinbart werden, während Termine im Bezirksamt Brixen, direkt unter der Nummer 0472/821244 vereinbart werden können.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die für den Antrag erforderliche Interessensbekundung, telematisch mittels PEC ausschließlich in PDF-Format zu schicken. Hierbei ist es wichtig, dass das jeweilige Gesuch mit Kopie eines Ausweises von der eigenen PEC-Adresse an die PEC – Adresse des Amtes für Obst – und Weinbau obstweinbau.fruttiviticoltura@pec.prov.bz.it bzw. für die Gesuche des Eisacktales an jene des Bezirksamtes von Brixen lwbrixen.agribressanone@pec.prov.bz.it geschickt werden.

Die Interessensbekundungen können ausschließlich vom 01.02.2021 bis 12.03.2021 eingereicht werden. Die Interessensbekundung muss vollständig ausgefüllt sowie unterschrieben sein und ein Orthofoto mit dem genau eingezeichneten Standort und dem Ausmaß der Neuanlage muss beigelegt werden. Auf der Interessensbekundung muss eine PEC-Adresse angegeben werden, welche bis zur Mitteilung der Genehmigung aktiv gehalten werden muss.

Ist die Interessensbekundung ordnungsgemäß und termingerecht eingereicht, so überprüft das Amt für Obst- und Weinbau die Zugangsvoraussetzungen und erstellt im Falle einer positiven Bewertung das telematische Ansuchen, welches innerhalb 29. März 2021 vom Antragsteller unterzeichnet werden muss.

Der Antragsteller ist verpflichtet, die Rebanlage nur auf jenen Katasterparzellen zu errichten, die er im entsprechenden Antrag angegeben hat.Ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung muss die Pflanzung innerhalb von 3 Jahren verwirklicht und die zugewiesene Fläche muss ebenso für mindestens 5 Jahre als Weinbau bewirtschaftet werden. Sollte die zugewiesene Fläche weniger als 50% der beantragten Fläche betragen, hat der Antragssteller die Möglichkeit innerhalb 30 Tagen ab Genehmigung eine Verzichtserklärung einzureichen.

Zusammenfassung der Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzungen für die Genehmigung der Anpflanzung von Rebflächen auf Landesebene sind mit Dekret des Abteilungsdirektors vom 16. Dezember 2019, Nr. 25725 festgelegt, und können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Jeder Antragssteller darf auch im Jahr 2021 um eine Fläche von max. 3.000 m² ansuchen.
  • Zum Zeitpunkt der Gesuchabgabe im Land- und forstwirtschaftlichen Informationssystem (allgemein als LAFIS bezeichnet) eingetragene Brachen oder unproduktive Flächen, Almen sowie Wald gelten nicht als Landwirtschaftsflächen und für diese Flächen darf nicht um die Zuteilung von Genehmigungen angesucht werden.
  • Die im Betriebsbogen des Antragstellers im LAFIS eingetragene landwirtschaftliche Fläche wird für die staatliche Zuweisung der Genehmigungen für die Anpflanzung von Rebflächen nur dann zugelassen, wenn der Antragsteller über die für die Zuweisung beantragte Fläche zum Zeitpunkt der Gesuchsabgabe entweder im Eigentum, nacktem Eigentum, Fruchtgenuss oder Miteigentum verfügt. Andernfalls muss die Fläche mit einem schriftlichen Pachtvertrag mit der Mindestlaufzeit von 15 Jahren oder einem Konzessionsvertrag bewirtschaftet werden, wobei die beantragte Fläche vom Antragsteller seit dem 01.01.2020 mit einem für die Eintragung in das Landesverzeichnis der landwirtschaftlichen Unternehmen (APIA) gültigen und im Betriebsbogen innerhalb 10.11.2020 eingetragenen Rechtstitel bewirtschaftet sein. Im Falle der Bewirtschaftung im Miteigentum darf die Betriebsfläche nach dem 11.11.2020 nicht mehr auf verschiedene Betriebe aufgeteilt werden.
  • Die beantragten Flächen müssen die Eignung als Stillwein oder Sektgrundwein aufgrund der agronomischen Bewertung im Sinne des Dekretes des Abteilungsdirektors vom. 06. Dezember 2019, Nr. 25077, in geltender Fassung aufweisen. Die Eignung des Standortes kann im Weinbauzonenbrowser überprüft werden, welcher unter folgendem Link erreichbar ist: http://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/landwirtschaft/obst-weinbau/wein.asp