Magerwiesen und Niedermoorwiesen

Magerwiesen und Niedermoorwiesen
Feuchtwiese

Definition

Definition
Magerrasen

Magerwiesen (Externer Link) und Niedermoorwiesen (Externer Link) sind auf Standorten mit niedrigem Nährstoffniveau (keine Düngung) und geringer Nutzungshäufigkeit entstanden (sie werden jedes Jahr oder alle zwei Jahre gemäht).

Aufgrund der fehlenden Düngung und, im Fall der Niedermoorwiesen, der hohen Bodenfeuchtigkeit hat sich im Lauf der Jahrhunderte eine charakteristische Flora entwickelt, die an die Nährstoffarmut dieser Böden angepasst ist. Die Artenzahl liegt zwischen 30 und 80 Pflanzenarten.

Ziel

Aus naturkundlicher Sicht kommt diesen Lebensräumen allein schon wegen ihrer botanischen und faunistischen Artenvielfalt große Bedeutung zu. Diese wertvollen Wiesen sind durch Nutzungsaufgabe oder Intensivierung stark gefährdet.

Für die Erhaltung der Magerwiesen und Niedermoorwiesen ist die traditionelle extensive Nutzung beizubehalten und auf eine Intensivierung durch erhöhte Nutzungshäufigkeit, Meliorierung und/oder Düngung zu verzichten.

Zugangsvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzungen
Magerrasen

Die Fläche muss die floristische Zusammensetzung einer Magerwiese bzw. einer Niedermoorwiese aufweisen.

Die prämienberechtigte Fläche wird vor dem Erstansuchen festgestellt; der Begünstigte muss aber dafür sorgen, dass die Flächen für welche die Prämie beantragt wird den Charakter einer Magerwiese oder einer Niedermoorwiese für mindestens 5 Jahre beibehalten.

Die Zugangsvoraussetzungen werden jährlich auf 5% der Prämienflächen kontrolliert.

Verpflichtungen

  • Die Fläche darf weder durch Planierung noch durch andere Maßnahmen beeinträchtigt werden. Die Fläche darf in keiner Weise verändert werden, weder durch Planierungen noch durch andere Eingriffe. Die Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung kann kleinflächige Meliorierungen genehmigen sofern der Charakter einer Magerwiese erhalten bleibt.
  • Es muss auf die Ausbringung von Dünger jeder Art verzichtet werden.
  • Die Wiese muss mindestens alle zwei Jahre gemäht und vom Mähgut geräumt werden; die Mahd darf nicht vor dem 15. Juli durchgeführt werden; der Termin kann von der Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung in begründeten Fällen vorverlegt werden.

Die Einhaltung der Verpflichtungen wird jedes Jahr auf 5% der Prämienflächen kontrolliert.

Teil drei
Magerwiese

Bewirtschaftungsempfehlungen

Um zu gewährleisten, dass die floristische Zusammensetzung der Magerwiesen und Niedermoorwiesen erhalten bleibt ist es entscheidend, die an die Gewährung der Prämie gekoppelten Verpflichtungen einzuhalten.

Zudem muss auf eine Beweidung im Frühling und Frühsommer unbedingt verzichtet werden, da diese die typischen Weidearten fördert und die sensiblen Wiesenarten verdrängt. Lediglich eine extensive Nachweide ab Ende August kann toleriert werden, da sie den Charakter der Wiesenbestände nicht wesentlich beeinträchtigt.