Digitale Höhenmodelle

Digitales Gelände- und digitales Oberflächenmodell

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Die digitalen Höhenmodelle der Landesverwaltung, damit sind gemeint das digitale Gelände- (DGM oder DTM) und das digitale Oberflächenmodell (DOM oder DSM), beruhen auf modernster LiDAR (Light Detection and Ranging) Technologie. Diese die Landesfläche deckenden Höhenmodelle weisen eine Netzmaschengröße von 2,5 Meter auf. Die Einsatzmöglichkeiten solcher detaillierten Produkte sind, wie man erahnen kann, äußerst vielfältig (wie z. B. das Projekt Solar Tirol).

Technische Beschreibung

Die Datenerfassung der 3D-Punktwolke ist im gesamten Projektgebiet mittels Laserscanner erfolgt, wobei sowohl First- als auch Last-Pulse-Daten aufgenommen wurden. Die in den folgenden Abschnitten definierten Mindestpunktdichten je Flächeneinheit beziehen sich allerdings allein auf Last-Pulse-Daten.

  1. Bezugsgebiet des Projektes

    Das Bezugsgebiet des Projektes umfasst den gesamten Bereich der Autonomen Provinz Südtirol mit einer Gesamtflächen von 7400 km². Dabei weist das Gelände Höhen zwischen 230 m und 3.900 m ü.N. auf.

  2. Datenerfassung mittels Laserscanner

    Zur Datenerfassung mittels Laserscanner wurde das gesamte Projektgebiet in 3 Teile getrennt:

    1. kartierte Bereiche der Grundkarte 1:5000, mit einer Gesamtfläche von 2.594 km² (s. Abb. 2).
    2. Geländehöhe geringer als 2.000 m ü.N., ohne kartierte Bereiche der Grundkarte 1:5.000, für eine Gesamtfläche von 2.149 km² (s. Abb. 1).
    3. Geländehöhe größer als 2.000 m ü.N., mit einer Gesamtfläche von 2.668 km².

    Die kartierten Bereiche der Grundkarte 1:5.000 wurden mit einer Laserpunktdichte von mindestens 4 Punkten auf 2.5m x 2.5m gescannt.
    Der Bereich unter 2.000 m ü.N. (außerhalb der kartierten Bereiche der Grundkarte 1:5000) wurde mit einer Laserpunktdichte von mindestens 8 Punkten auf 5m x 5m gescannt.
    Der Bereich höher als 2.000 m ü.N. wurde mit einer Laserpunktdichte von mindestens 3 Punkten auf 5m x 5m zu gescannt.

  3. Technische Anforderungen

    Ziel des Projektes war eine flächendeckende Erfassung der autonomen Provinz Südtirol mittels Laserscanner.
    Die Flugplanung wurde so angelegt, dass zwischen benachbarten Flugstreifen eine ausreichende Überlappung gewährleistet wurde. Durch geeignete Sensorkalibrierung wurden Lage und Höhenabweichungen benachbarter Flugstreifen minimiert.
    Zur Kontrolle der Abweichungen in X,Y und Z wurde vor und nach jedem Flug eine Referenzfläche überflogen. Diese Flächen liegen verteilt über die Provinz Südtirol und dienen der Kontrolle durch den Auftraggeber, welcher auch die Einmessung dieser Flächen übernimmt.
    Die Befliegungszeit für Gebiete unter 1.500 m wurde zwischen Laubabfall und Vegetationsausbruch, bei einer zulässigen maximalen Höhe der Schneedecke von 10 cm festgelegt. Die Datenerfassung in höheren Lagen richteten sich nach einer möglichst geringen Schneelage, musste aber zwischen der Woche 19/2004 und der Woche 45/2004, sowie nach der Woche 19/2005 erfolgen. Änderungen waren nur nach Absprache mit der technischen Kommission möglich.
    Die Daten wurden im Bezugssystem ETRS89 erfasst, wobei für die orthometrische Höhenberechnung das Geoid der Autonomen Provinz Bozen herangenommen wurde.

  4. Qualitätsmerkmale

    Die Höhen der 3D-Laserpunkte, gemessen an ebenen Kontrollflächen, mussten folgende Genauigkeiten (einfache Standardabweichung) aufweisen:

    • kartierte Bereiche der Grundkarte 1:5000: 25 cm Höhengenauigkeit
    • Geländehöhe geringer als 2.000 m ü.N. (außerhalb der kartierten Bereiche der Grundkarte 1:5000): 40 cm Höhengenauigkeit
    • Geländehöhe größer als 2.000 m ü.N.: 55 cm Höhengenauigkeit