Biotoppflege

Biotoppflege

Die meisten Biotope liegen im besiedelten Bereich und bedürfen einer ständigen Kontrolle und verschiedener Pflegemaßnahmen.

Nur so können menschliche Störungen ausgeschalten oder gering gehalten und geschädigte Biotopbereiche wieder belebt werden. Die Pflegemaßnahmen und eine eventuelle extensive landwirtschaftliche Nutzung richten sich nach dem jeweiligen Biotoptyp und dessen Schutzziel.

Hochmoore (Externer Link) etwa müssen ganz sich selbst überlassen werden, da die Moorvegetation sehr empfindlich gegen Viehtritt und Eutrophierung (Nährstoffanreicherung) (Externer Link) ist.

Das Land Südtirol ist deshalb bestrebt, die Beweidung durch Umzäunung und Ausgleichszahlungen auszuschalten. Auch die Besucher dürfen die angelegten Steige nicht verlassen.

Durch althergebrachte menschliche Nutzung entstandene Biotope wie beispielsweise Streumöser (Externer Link) und Magerwiesen (Externer Link) bedürfen weiterhin einer regelmäßigen Mahd zwischen 1. September und 15. März, um eine Verbuschung zu verhindern.

Deshalb wurden die Landschaftspflegeprämien eingeführt.

webpart_content_text 830

In den Trockenrasen (Externer Link) des Vinschgaus und Castelfeders (Externer Link) ist eine angemessene Beweidung durchaus erwünscht, um eine Verbuschung zu verhindern.

In vielen Biotopen sind periodische Pflegearbeiten notwendig, wie zum Beispiel die Instandhaltung der Steige, das Errichten und die Reparatur von Zäunen, Stegen, Schranken, die Beschilderung, die Beseitigung von Abfällen, das Entstrauchen und Mähen von Wiesen, die Regeneration von Weihern und Gräben und das Pflanzen von Hecken.

Diese Pflegearbeiten werden, sofern die Schilfflächen nicht traditionell genutzt werden, von den Naturschutzämtern durchgeführt.

Um die biologische Vielfalt zu erhöhen, werden auch neue Wasserflächen geschaffen. Wenn es notwendig ist, werden verlandete Teiche und Gräben entschlammt, um die natürliche Dynamik zu reaktivieren.