Flora

Flora
Feuerlilien im Matscher Tal, Mals

Vom Diptam (Externer Link) (typisch submediterrane Pflanze) bis zum Gletscherhahnenfuß (Externer Link) (typisch hochalpine Pflanze) - in Südtirol findet sich eine äußerst vielfältige Flora. Das Land liegt klimatisch begünstigt auf der Südseite der Alpen, die hohen Berge schirmen das Land vor den rauen nördlichen Temperaturen und Winden ab. Deshalb reicht die Palette an Lebensräumen von den wärmeliebenden bis zu den hochalpinen und nivalen (Gebiete, in denen der Niederschlag ganzjährig als Schnee fällt) und von den trockenen bis zu den feuchten nassen.

Eine Pflanzenart kann nur durch die Erhaltung ihres Lebensraumes sinnvoll geschützt werden. Viele der geschützten Arten zeigen deshalb indirekt auch gefährdete Lebensräume auf, die es zu erhalten gilt. Durch das Landes-Naturschutzgesetz 6/2010 (Externer Link) wurden in Südtirol insgesamt 84 Arten, Gattungen oder Familien von Pflanzen vollkommen geschützt, von allen restlichen wild wachsenden Arten dürfen pro Person und Tag höchstens zehn Blütenstände (Externer Link) bzw. -stängel gepflückt werden.

In den Naturdenkmälern, Biotopen, Naturparks und Natura 2000-Gebieten sind alle Pflanzen vollkommen geschützt.

Rote Liste der gefährdeten Gefäßpflanzen

Im Jahr 2006 hat das Naturmuseum Südtirol (Externer Link) eine Rote Liste gefährdeter Gefäßpflanzen (Externer Link) erarbeitet. Dabei wurden für jede gefährdete Art Aussagen betreffend Gefährdungsstatus, Gefährdungsursachen und Ausmaß des Rückganges getroffen. Von den insgesamt 2.361 in Südtirol untersuchten Pflanzenarten mussten 30% einer der fünf Gefährdungskategorien zugeordnet werden.

Diagramm über die Gefährdungskategorien von Pflanzen in Südtirol (Rote Liste)

Unter den gefährdeten Arten überwiegen jene von Feuchtlebensräumen, gefolgt von Arten der Trockenrasen und Äcker. Als Hauptgefährdungsursache wird die Intensivierung der Landwirtschaft angesehen.