FAQ - Fragen und Antworten

« Home "Coronavirus"

Suche

Fragen und Antworten

[Ältere Generation]
Ich leide an Bluthochdruck und nehme deshalb ACE-Hemmer und Sartane: Stimmt es, dass diese Medikamente den Schweregrad von Covid-19 verschlimmern können?

Es gibt derzeit keinen wissenschaftlichen Beweis, dass zwischen dem Einsatz von blutdrucksenkenden Mitteln und einer Verschlechterung des Verlaufes der Krankheit Covid-19 ein Zusammenhang besteht. Ändern Sie daher nicht die laufende Therapie und wenden Sie sich im Zweifel an Ihren behandelnden Arzt/Ihre behandelnde Ärztin.

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb), Stand: 31.03.2020

[Ältere Generation]
Meine Hausärztin hat mir für meine Gelenksschmerzen antientzündliche nicht-steroidale Medikamente verschrieben (z.B. Ibuprofene): Stimmt es, dass sich die Krankheit Covid-19 dadurch verschlechtern könnte?

Es gibt derzeit keinen wissenschaftlichen Beweis, dass zwischen dem Einsatz von Ibuprofene und der Verschlechterung des Verlaufes der Krankheit Covid-19 ein Zusammenhang bestehen könnte. Ändern Sie daher nicht die laufende Therapie und wenden Sie sich im Zweifel an Ihren behandelnden Arzt/Ihre behandelnde Ärztin.

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb), Stand: 31.03.2020

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Ich habe einen Abstrich gemacht. Wie erfahre ich das Testergebnis?

Wenn Sie einen Abstrich für SARS-CoV-2 (Coronavirus) gemacht haben,

  • erhalten Sie entweder direkt nach dem Test einen Code. Mit Ihrer Steuernummer und diesen Code können Sie dann nach ein paar Tagen unter Online-Befunde ihr Testergebnis abrufen;
  • oder Sie müssen bei der Testung eine E-Mail-Adresse und italienische Mobiltelefonnummer angeben. Sie bekommen dann per SMS einen Code, den Sie zum Öffnen des E-Mail-Anhangs (Testergebnis) brauchen. Achtung: Bitte achten Sie dringend darauf, dass die Nummer des eigenen Mobiltelefons und die Mailadresse korrekt angegeben und vor Abgabe noch einmal überprüft werden, damit es bei der Zustellung der Testergebnisse zu keinen Problemen kommt. Kontrollieren Sie bitte auch Ihren Spam-Ordner!
Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 12.04.2021
[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]
Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung?

Zur Zeit stehen in Italien die Impfstoffe Pfizer und BioNTech, Moderna, Vaxzevria (ex AstraZeneca) und Johnson & Johnson zur Verfügung.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 29.04.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]
Was sind das für Impfstoffe, die zum Einsatz kommen?
Der Impfstoff, der von den Firmen Pfizer und BioNTech entwickelt wurde, heißt Covid-19 mRNA BNT162b2 (Comirnaty). Der Impfstoff, der von der Firma Moderna entwickelt wurde, heißt mRNA -1273. Beides sind sogenannte "Boten-Impfstoffe". Der Impfstoff der Firma AstraZeneca heißt Vaxzevria. Der Impfstoff der Firma Johnson & Johnson heißt Covid-19 Janssen. Bei beiden handelt es sich um einen Vektorimpfstoff. Auf Grundlage des Rundschreibens des italienisches Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 (Ministero della Salute) werden die beiden Vektorimpfstoffe Vaxzevria von AstraZeneca und Janssen von Johnson & Johnson nur mehr an Personen ab 60 Jahren verabreicht. Produktinformationen zu den Impfstoffen finden Sie unter coronaschutzimpfung.it (Downloads).

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 15.06.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]
Was ist in einem Boten-RNA-Impfstoff enthalten und wie wirkt er?

Eine Boten-RNA ist ein kleines Stück des genetischen Codes, der benötigt wird, um eines oder mehrere Virus-Eiweiße herzustellen. Im Fall der Impfung gegen das Coronavirus enthält die Boten-RNA lediglich die Information zur Herstellung der stachelförmigen Oberflächen-Eiweiße (Spike-Protein) des Coronavirus. Die Impfung kann somit kein COVID-19 verursachen. Die Boten-RNA ist in winzigen Fettkügelchen eingeschlossen, damit sie in den Körper injiziert werden kann. Beide Impfstoffe enthalten keine Wirkverstärker/Adjuvantien (beispielsweise Aluminium oder andere). Sobald der Impfstoff in den Körper injiziert ist, werden die Fettkügelchen von den umliegenden Zellen „geschluckt“. Diese Zellen lesen den darin enthaltenen RNA-Code ab und stellen dann im Zeitraum von zwei Tagen die Oberflächen-Eiweiße des Virus her, welche anschließend vom menschlichen Immunsystem erkannt werden. Das Immunsystem produziert daraufhin Antikörper sowie spezialisierte weiße Blutkörperchen gegen die Oberflächen-Eiweiße. Damit wird das Coronavirus im Falle einer Infektion rasch erkannt.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]
Was ist ein Vektorimpfstoff und wie wirkt er?

Der Vektor enthält Teile des abgeschwächten Virus. Der Vektorimpfstoff wird injiziert, der Körper erkennt das abgeschwächte Virus als Angreifer und beginnt dagegen Antikörper zu produzieren.

Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 10.02.2021

[Covid-19-Impfung - Die Impfstoffe]
Wie konnten diese Impfstoffe so schnell entwickelt werden?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einerseits stand viel Geld zur Verfügung. So konnten sehr viele Forscher parallel forschen und deshalb schneller einen Impfstoff entwickeln. Gleichzeitig muss bei anderen Impfstoffen üblicherweise gewartet werden, bis eine gewisse Anzahl an Menschen effektiv erkrankt, um den Impfstoff testen zu können. In einer Pandemie wie dieser, in der Menschen sich ständig infizieren, kann auch schneller getestet werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]
Warum soll man sich impfen lassen?

Tatsächlich verläuft COVID-19 etwa bei Kindern und jungen Erwachsenen meist mild. Trotzdem kann es auch in dieser Altersklasse zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt und manchmal auch langer intensivmedizinischer Behandlung kommen. Aber vor allem bei Personen ab 65 Jahren oder Erwachsenen mit Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, chronischer Herz- oder Lungenerkrankung, Krebs, immunsupprimierender Behandlung nimmt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs zu. Außerdem kann heute noch niemand abschätzen, welche Langzeitfolgen eine Erkrankung mit Covid-19 - auch mit nur leichten Symptomen - haben kann. Die Hinweise verdichten sich, dass es sehr wohl langfristige gesundheitliche Schäden durch eine Covid-19-Erkrankung geben könnte.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]
Wie wirksam sind die Impfstoffe 6 Monate nach Beendigung des Impfzyklus?
Das „Istituto superiore di sanità“ schätzt eine Impfung, die am 4. April (ab diesem Datum war es für alle möglich, sich impfen zu lassen) verabreicht wurde, zum Stand 24. November 2021 folgendermaßen ein:

6 Monate nach Beendigung des Impfzyklus sinkt die Wirkung in der Verhinderung der Infektion (symptomatisch oder asymptomatisch) von 72% auf 40% gegenüber Nicht-Geimpften. 
Der Schutz vor einer schweren Komplikation bleibt dennoch hoch, da ein abgeschlossener Impfzyklus zu 91% gegenüber Nicht-Geimpften schützt, nach 6 Monaten noch zu 81%
 
Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 01.12.2021