FAQ - Fragen und Antworten

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Fragen und Antworten

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]
Ich bin mir bezüglich der Impfentscheidung unsicher. Was kann ich tun?

Akzeptieren Sie Ihre Zweifel voll und ganz. Diese anfängliche Unsicherheit bedeutet, dass etwas sehr wichtig ist und möglichst gut überlegt entschieden werden muss. Suchen Sie sich möglichst verlässliche Informationsquellen wie seriöse Zeitungen, öffentliche Rundfunk- und Fernsehnachrichten, Sendungen mit oder Beiträge von bekannten Wissenschaftlern. Sprechen Sie mit Personen die Sie durch Ihre Impferfahrung beraten können, sie können Ihnen genau erklären, welche Nebenwirkungen sie bemerkt haben. Bitte denken Sie daran: Nebenwirkungen spüren Sie vielleicht, den Schutz der Impfung spüren Sie nicht. Er kann aber Ihr Leben und das vieler anderer retten. Hilfe erhalten Sie auch unter der Webseite "Du bist nicht allein!".

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.04.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]
Könnte diese Impfung auch Covid-19 auslösen?

Pfizer BioNTech und Moderna: Nein, denn es handelt sich nicht um einen Lebendimpfstoff. Durch die Impfung erhält der Körper einen Code, der ihm hilft, das Virus zu erkennen und zu bekämpfen. Die mRNA des Impfstoffes baut sich innerhalb weniger Tage auf natürliche Weise ab. Die Impfung enthält also nicht das Virus, sondern nur einen kleinen Teil davon.
Vaxzevria (ex AstraZeneca) und Johnson & Johnson: Nein, denn die Impfstoffe enthalten keine aktiven Viren, sondern nur einen genetischen Bestandteil davon, der den Organismus dazu bringt, spezifische Antikörper zu produzieren.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 29.04.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]
Verändert der Impfstoff die DNA?

Pfizer BioNTech und Moderna: Die Boten-RNA aus den Impfstoffen kann unser Erbgut nicht verändern, da dieses im Zellkern geschützt ist und die RNA nicht in den Zellkern eindringen kann. Es handelt sich also nicht um eine Gentherapie.
Vaxzevria (ex AstraZeneca): Auch dieser Vektorimpfstoff verändert menschliche Gene nicht. Der Träger (Vektor) enthält zwar DNA, aber er verfügt nicht über die nötigen Eigenschaften, um sich in menschliches Erbgut integrieren zu können.
Johnson & Johnson: Nein, dieser Impfstoff verändert die DNA in den menschlichen Chromosomen nicht. Die DNA des Vektors ist ein Adenovirus, welches so verändert wurde, dass es sich nicht in den menschlichen Zellen reproduzieren kann. 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.05.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]
Wie wird die Impfung verabreicht?

Pfizer BioNTech: Der Impfstoff muss zuerst verdünnt werden, sodass aus einer Gabe sechs Dosen werden.
Moderna: Der Impfstoff benötigt keine Verdünnung.
Vaxzevria (ex AstraZeneca) und Johnson & Johnson: Auch diese Impfstoffe brauchen keine Verdünnung.
Alle Impfstoffe werden durch eine Injektion in den Oberarm verabreicht.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 29.04.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]
Wer führt die Impfung durch?

Die Verabreichung muss auf jeden Fall durch geschultes ärztliches und pflegerisches Personal erfolgen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]
Was passiert mit den Impfdosen eines geöffneten Fläschchens, wenn vorgemerkte Personen nicht zum Impftermin erscheinen?

Zur Vermeidung der Verschwendung von Impfdosen werden diese am Ende des Tages, wenn sie nicht konservierbar sind, ausnahmsweise an Personen, die zu diesem Zeitpunkt anwesend sind, verimpft, immer auf der Grundlage der Prioritäten, wie sie vom nationalen Impfplan und nachfolgenden Empfehlungen vorgesehen sind. Das heißt, es können beispielsweise Personen geimpft werden, die in die gleiche Prioritätskategorie fallen bzw. zu Gruppen gehören, die auch bereits zur Impfung zugelassen sind.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 22.03.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfplan – wer wird wann geimpft?]
Wie oft muss geimpft werden?

Pfizer BioNtech: Man wird zweimal im Abstand von 21 Tagen geimpft. In besonderen Fällen kann bei der Anamnese der Abstand reduziert werden. Etwa eine Woche nach der zweiten Dosis ist der volle Impfschutz erreicht. 
Moderna: Man wird zweimal im Abstand von 28 Tagen geimpft. In besonderen Fällen kann bei der Anamnese der Abstand reduziert werden. Hier wird der volle Impfschutz zwei Wochen nach der zweiten Dosis erreicht.
Vaxzevria (ex AstraZeneca): Man wird zweimal im Abstand von 3 Monaten geimpft. Der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der zweiten Dosis erreicht. Personen unter 60 Jahren, denen die erste Impfdosis mit Vaxzevria verabreicht wurde, erhalten auf Grundlage des Rundschreibens des italienisches Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 die Zweitimpfung mit einem mRNA Impfstoff.
Johnson & Johnson: Es ist nur eine Impfdosis notwendig und der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der Impfung erreicht.

Da die Infektionszahlen steigen, ist eine Auffrischdosis (Booster) 4 Monate nach Beendigung des Impfzyklus sehr wichtig, auch für jene Personen, welche mit dem Impfstoff Janssen nur einmal geimpft wurden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 13.01.2022

[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]
Wieso sind die Abstände zwischen den beiden Impfdosen je nach Impfung unterschiedlich?

Das hängt einerseits von der Art ab, wie der Körper auf die Impfung reagiert, und andererseits von den Studien. Die Hersteller haben ihren Impfstoff getestet und geben daraufhin die wirkungsvollste Vorgehensweise vor.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

[Covid-19-Impfung - Der Impfablauf]
Wenn man nach der ersten Dosis an Covid-19 erkrankt, erhält man noch eine zweite Dosis? Wie verhält es sich mit dem Green Pass?

Die Haltung des Gesundheitsministeriums ist, dass in diesem Fall die erste Dosis die Wirksamkeit nicht aufgebaut hat. Nach der ausreichend dokumentierten Genesung (mit PCR-Test) wird ein entsprechender Green Pass nach Genesung ausgestellt, der 6 Monate ab Genesung gültig ist. Mit Erhalt der zweiten Impfung wird der Impfzyklus abgeschlossen und ein Green Pass mit einer Gültigkeit von 9 Monaten ab der 2. Dosis ausgestellt.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Infovac; Stand: 13.08.2021

[Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit]
Wie lange hält der Impfschutz an?

Zum derzeitigen Stand weiß man nicht genau, wann der Impfschutz endet, es sind noch klinische Studien dazu im Laufen. Die meisten Studien zu den Impfstoffen sehen vor, dass Geimpfte für 2 Jahre überwacht werden, um weitere Informationen über die Schutzwirkung zu erhalten.

Bisherige Daten zeigen eine progressive Verminderung des Impfschutzes nach circa 5-6 Monaten ab dem Erstzyklus. Aus diesem Grund ist nach dieser Zeit auch die Auffrischimpfung vorgesehen. Zum heutigen Zeitpunkt müssen auch Geimpfte die Hygienemaßnahmen einhalten.  

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco; Stand: 01.12.2021