FAQ - Fragen und Antworten

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Fragen und Antworten

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Wie wird das Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragen?

Das Coronavirus ist ein Atemwegsvirus, das vor allem durch engen Kontakt mit einer erkrankten Person übertragen wird. Der hauptsächliche Übertragungsweg ist jener über Tröpfcheninfektion infizierter Personen, z.B.

  • durch Speichel, beim Husten oder Niesen,
  • durch direkten Kontakt mit Personen,
  • über die Hände, z.B. indem Mund, Nase oder Augen mit verunreinigten (ungewaschenen) Händen berührt werden.

In seltenen Fällen kann eine Ansteckung auch über den Stuhl erfolgen. Studien, die die Übertragungswege des Virus besser belegen sollen, werden durchgeführt. 

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb) Stand: 27.02.2020

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Kann die Infektion mit dem Coronavirus auch von jemandem übertragen werden, der keine Symptome zeigt (asymptomatisch ist)?

Ja, infizierte Personen übertragen das Virus, unabhängig davon, ob sie Symptome haben oder nicht. Deshalb ist es so wichtig, dass alle erkrankten Personen mittels Test ausfindig gemacht und isoliert werden und je nach Schweregrad der Krankheit auch behandelt werden. Auch bestätigte, aber asymptomatische Fälle müssen isoliert werden, um Kontakte zu anderen Personen zu unterbinden. Auf diese Weise wird die Infektionskette unterbrochen.
Deshalb ist es auch so wichtig, einen Abstand von wenigstens 1 Meter zu anderen Personen einzuhalten, Mund und Nase mit der Armbeuge oder einem Taschentuch zu bedecken, wenn man niesen muss, die Hände regelmäßig zu waschen und zu Hause zu bleiben, wenn man Symptome hat oder wenn es der Arzt/die Ärztin oder der Hygienedienst vorschreibt. Es ist auch wichtig, eine Maske zu tragen, wenn man den vorgeschriebenen Abstand und die anderen Vorbeugemaßnahmen nicht einhalten kann.

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb), Stand: 29.09.2020

[Quarantäne und Isolation]
Wann gilt ein bestätigter Covid-19-Fall als geheilt?

Asymptomatische Personen, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, gelten nach einer Isolation von mindestens 10 Tagen ab Feststellung der Infektion als geheilt, wenn der nach diesen 10 Tagen durchgeführte PCR-Test negativ ist (10 Tage + Test).
Personen mit Symptomen von Covid-19 werden für mindestens 10 Tage nach Auftritt der Symptome isoliert (Geruchs- und Geschmacksverlust zählen hier nicht, denn sie können länger andauern). Sind sie nach dieser Zeit seit mindestens 3 Tagen symptomfrei und ist der nun durchgeführte PCR-Test negativ, gelten sie als geheilt (10 Tage, davon mindestens 3 Tage ohne Symptome + Test).

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb), Stand: 22.03.2021

 

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Was kann ich tun, um mich zu schützen?

Halten Sie sich über die Ausbreitung der Pandemie auf dem Laufenden und wenden Sie die folgende Maßnahmen zum eigenen Schutz an: 

  • häufiges Händewaschen; 
  • einen Mund-Nasen-Schutz tragen;
  • den nahen Kontakt mit Personen, die an akuten Atemwegsinfekten leiden, meiden;
  • Umarmungen und Händeschütteln meiden;
  • bei sozialen Kontakten die Abstandsregeln einhalten;
  • in ein Taschentuch niesen und/oder husten und dabei den direkten Kontakt der Hände mit den Atemwegssekreten meiden;
  • die gemeinsame Benutzung von Flaschen und Gläsern meiden;
  • sich nicht mit den Händen in die Augen, Nase oder Mund fassen;
  • ohne ärztliche Verschreibung keine antiviralen oder antibiotischen Medikamente einnehmen;
  • Oberflächen mit Desinfektionslösungen auf Chlor- oder Alkoholbasis reinigen;

Wenn Sie Fieber, Husten und Atembeschwerden haben und glauben, in engem Kontakt zu einem Covid-19-Patienten gewesen zu sein:

  • Bleiben Sie zu Hause. Gehen Sie nicht in die Notaufnahme oder in das Hausarztambulatorium. Rufen Sie Ihren Hausarzt oder Kinderarzt an.
  • Rufen Sie die Notrufnummer 112 nur an, wenn es absolut notwendig ist.  

Quelle: Gesundheitsministerium und Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 19.05.2020

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Was sollen Personen, die sich wegen Verdachts auf oder bestätigtem Covid-19 in häuslicher Isolation befinden, beachten?

Wer ein Covid-19-Verdachts- oder bestätigter Fall ist, muss sich von seinen Familienangehörigen fernhalten, und zwar möglichst in einem eigenen, gut durchlüfteten Raum, und darf keine Besuche empfangen.
Die kranke Person soll sich ausruhen, viel trinken und nährstoffreich essen. Sie muss eine chirurgische Maske tragen, die jeden Tag auszutauschen ist. Wenn sie eine solche nicht verträgt, muss sie eine strenge Atemwegshygiene einhalten: bei Husten oder Niesen Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch bedecken und es danach sofort entsorgen und die Hände mit Wasser und Seife oder mit einer Lösung auf Wasser- und Alkohol-Basis waschen.

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung: Südtiroler Sanitätsbetrieb), Stand: 16.04.2020

[Quarantäne und Isolation]
Was müssen die Angehörigen von Personen, die sich wegen Verdachts auf oder bestätigtem Covid-19 in häuslicher Isolation befinden, beachten?

Wer einen Covid-19-Fall betreut, muss in einem guten Gesundheitszustand sein, darf keine Krankheiten haben, die ein Risiko mit sich bringen, und muss im Zimmer des/der Kranken eine gut sitzende chirurgische Maske tragen.
Die Hände müssen nach jedem Kontakt mit der kranken Person oder ihrer Umgebung gründlich mit Wasser und Seife oder einer Wasser-Alkohol-Lösung gewaschen werden, ebenso vor und nach der Zubereitung des Essens, vor dem Essen, nach dem Gang auf die Toilette und überhaupt immer, wenn die Hände schmutzig geworden sein könnten.
Der/Die Kranke muss eigenes Geschirr, Besteck, Hand- und Leintücher verwenden und alles muss oft mit Wasser und einem Spül- bzw. Waschmittel bei 60/90 °C gewaschen werden.
Oberflächen, die oft von der kranken Person berührt werden, müssen jeden Tag geputzt und desinfiziert werden.

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb), Stand: 16.04.2020

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Wenn ich gegen Grippe geimpft bin, schützt mich das auch vor Covid-19?

Die Grippe (Influenza) und das Virus, das Covid-19 verursacht, sind zwei verschiedene Viren, deshalb schützt die Grippeimpfung nicht vor Covid-19. Trotzdem wird die Grippeimpfung dringend empfohlen, weil sie die Differentialdiagnose (also die Unterscheidung zwischen zwei Infektionen) erleichtert und beschleunigt, sodass eventuelle Coronavirus-Fälle früher isoliert werden können.

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb), Stand: 22.04.2020

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Welches sind die Regeln für die Desinfektion/das Waschen der Hände?

Das Waschen und die Desinfektion der Hände sind die wichtigste Maßnahme, um einer Infektion vorzubeugen.
Die Hände sollten häufig und gründlich mit Wasser und Seife für mind. 60 Sekunden gewaschen werden. Wenn Wasser und Seife nicht vorhanden sind, können Sie auch Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis für die Hände verwenden (Alkoholkonzentration von mind. 70%).

Quelle: Gesundheitsministerium (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb) Stand: 27.02.2020

[Gesundheit, Prävention und Behandlung]
Wie lange überlebt das neuartige Coronavirus auf Oberflächen?

Die vorläufigen Daten zeigen, dass das Virus einige Stunden überlebt. Der Gebrauch von einfachen Desinfektionsmitteln (Alkoholkonzentration von 70% oder Mittel auf Chlorbasis – Bleichmittel zu 0,1%) kann das Virus beseitigen und damit auch das Risiko, andere Personen zu infizieren.

Desinfizieren Sie die Gegenstände, die Sie häufig benutzen (Handy, Kopfhörer oder Mikrophon), regelmäßig mit einem Tuch, das Sie mit Produkten auf Alkohol- oder Bleichmittelbasis getränkt haben (dabei Hinweise des Herstellers beachten!).

Quelle: Gesundheitsministerium und Istituto Superiore di Sanità (Übersetzung Südtiroler Sanitätsbetrieb) Stand: 16.03.2020

[Schwangerschaft]
Bin ich als Schwangere durch das Coronavirus (SARS-CoV-2) gefährdeter als andere Frauen?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es international keinen Hinweis, dass Schwangere durch das neuartige Coronavirus gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung, im Gegensatz zu anderen Atemwegserkrankungen (wie z. B. Grippe oder SARS). Zudem wird davon ausgegangen, dass die große Mehrheit der Schwangeren nur leichte oder mittelschwere Symptome ähnlich einer Erkältung beziehungsweise einer Grippe aufweist. Wenn systemische schwere Vorerkrankungen, wie Diabetes oder ein Defizit des Immunsystems, vorliegen, können wohl eher Komplikationen auftreten. 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 02.04.2020