Fahrradmobilität

Fahrradfahren ist gesund, kostengünstig und klimafreundlich. Bei hohem Verkehrsaufkommen und auf kürzeren Strecken ist das Fahrrad oft auch das schnellste Fortbewegungsmittel. Der Stellenwert der Fahrradmobilität nimmt derzeit international stark zu. Die Politik hat das Potenzial der aktiven Mobilität als Problemlöser erkannt. Südtirol hat sich zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil bis 2030 zu verdoppeln und zahlreiche Gemeinden sowie Bezirksgemeinschaften arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Radmobilität. Überdies hat das Land Südtirol den Externer Link) den ersten landesweiten Fahrradmobilitätsplan genehmigt. Der Plan wurde in Kooperation mit derGreen Mobility/STA erstellt. Dabei lag der Fokus vor allem bei der Alltagsmobilität mit dem Ziel, das Fahrrad bei den täglichen Wegen mehr zu nutzen.

Der Fahrradmobilitätsplan Südtirol
ist ein Planungs- und Strategiedokument, das als Grundlage für die weitere Entwicklung der Radmobilität in Südtirol dient.

Radfahrerinnen in Bozen beim Museion; Foto STA/Tessaro Dieser Plan umfasst sechs Handlungsfelder, die den Modal-Split-Anteil des Radverkehrs bis 2030 auf 20% erhöhen sollen:

  1. Effiziente Kommunikation in Form von Information und Wissensvermittlung stärken,
  2. Motivation für das Fahrradfahren stimulieren,
  3. Synergien durch Kooperationen nutzen („Alliance of the willing“),
  4. Partizipation und Beteiligung zum Standard machen, Mitsprache ermöglichen, Schulen einbinden,
  5. Infrastruktur fahrradtauglich und einladend gestalten,
  6. Finanzielle und personelle Ressourcen sicherstellen,

Die beschriebenen Handlungsfelder lassen sich auf konkrete Maßnahmen herunterbrechen. Es wurde ein eigener Maßnahmenkatalog erarbeitet, der aus Maßnahmen besteht , welche von der Landesverwaltung umgesetzt und kontrolliert werden sollen, sowie aus Empfehlungen an die verschiedenen Stakeholder im Bereich Fahrradmobilität. Die Anlage 1 zum Fahrradmobilitätsplan beinhaltet den Katalog mit Maßnahmen und Empfehlungen.

Eine der im Fahrradmobilitätsplan beschriebenen wesentlichen Neuerungen ist außerdem die Einrichtung einer Kompetenzstelle Fahrrad, die beim Amt für Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität der Abteilung Mobilität angesiedelt ist. Die Kompetenzstelle, bei der sich mind. 5 Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen ausschließlich um die Förderung der Fahrradmobilität auf Landesebene kümmern werden, ist sowohl beim Amt für Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität als auch bei der Inhouse-Gesellschaft STA – Bereich Greenmobility angesiedelt.

Im Jahr 2030 wird das Fahrrad zum beliebtesten Verkehrsmittel für Strecken bis zu 5 km werden. Das wird die Lärmbelastung in den Ortschaften verringern und die Lebensqualität an stark befahrenen Straßen merklich steigern, weil der Autoverkehr dort ebenfalls abnehmen wird.

Simbolbild Südtirol radelt

Im Jahr 2021 hat der Fahrradwettbewerb „Südtirol radelt“ bereits zum achten Mal stattgefunden: Vom 21. März bis zum 30. September wurde wieder fleißig in die Pedale getreten. Mitmachen konnte jeder und wer insgesamt mindestens 100 Kilometer radelte, nimmt an der Verlosung vieler toller Preise teil. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man am Montagmorgen ins Büro oder am Sonntagnachmittag ins Freibad radelt – jeder Kilometer zählt.

Die Fahrradwettbewerb-App (Externer Link) kann auch in der wettbewerbslosen Zeit verwendet werden.

Unter folgendem Link finden Sie alle Informationen zum Wettbewerb: www.suedtirolradelt.bz.it (Externer Link)

  • Der Wettbewerb „Südtirol radelt“ wurde 2014 erstmals durchgeführt, dabei haben 1.400 Teilnehmer zusammen 859.958 km zurückgelegt,
  • vom 23. März bis zum 8. September 2015 haben 2.246 Teilnehmer zusammen 1.626.523 km zurückgelegt im Rahmen des Wettbewerbs zurückgelegt,
  • vom 18. März bis zum 18. September 2016 haben 2.913 Teilnehmer zusammen mehr als 2,3 Millionen Kilometer „erradelt“,
  • in den 200 Tagen vom 22. März bis zum 8. Oktober 2017 haben 3.326 Teilnehmer zusammen mehr als 3,1 Millionen Kilometer „erradelt“ und so den 200sten Geburtstag des Fahrrads gebührend gefeiert,
  • vom 16. März bis zum 30. September 2018 haben 3.919 Teilnehmer zusammen 3.181.398 Kilometer „erradelt“.
  • vom 20. März bis zum 30. September 2019 haben 1859 Teilnehmer zusammen  1.781.744 Kilometer „erradelt“.
  • vom 19. März bis zum 30. September 2020 haben 2.059 Teilnehmer der Pandemie getrotzt und zusammen 1.465.354 Kilometer „erradelt“.
  • Bei der erstmals durchgeführten Aktion Südtirol winterradelt haben 1.081 Teilnehmer vom 30. November 2020 bis zum 31. Jänner 2021 156.563 Kilometer „erradelt“.
  • vom 18. März bis zum 30. September 2021 haben 3.798 Teilnehmer zusammen etwa 2,7 Millionen Kilometer „erradelt“ (und so den zweiten Platz bei den Teilnehmern und den dritten Platz bei den Kilometern erreicht)

Südtirols Radwege und Mountainbike-Touren sind im Geokatalog (Externer Link) und in Maps (Externer Link) verzeichnet, auch das Projekt Greenmobility hat Informationen zum Radwegnetz zusammengetragen: Das Südtiroler Radwegnetz (Externer Link).

Radweg Nummer 1 bei Salurn

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