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Grenzüberschreitende Mobilität: Wandertipps der Abteilung Mobilität

LPA - Auf die Verbesserung der Mobilität im so genannten "Dreiländereck" zielt das Projekt "Mobiler zwischen drei Regionen MM3R" ab, an dem die Abteilung Mobilität des Landes Südtirol, das Land Tirol und die Provinz Belluno beteiligt sind. Im Rahmen dieses Interreg-IV-Italien-Österreich-Projekts wurden nun Wandertipps veröffentlicht, bei denen die öffentlichen Verkehrsmittel Berücksichtigung finden.

"Wandern mit Bus und Bahn ist relativ unproblematisch, wenn man sich im bekannten Umfeld bewegt", erläutert Mobilitätslandesrat Thomas Widmann die Hintergründe der Aktion. Er verweist darauf, dass in Südtirol die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in der Freizeit möglichst leicht gemacht werde, indem Bus- und Bahnverbindungen an Wochenenden verstärkt werden. Der Südtirol Pass ermöglicht dabei die unkomplizierte Nutzung des gesamten Angebots innerhalb der Landesgrenzen. "Problematischer wird es, sobald das Wanderziel in Grenzgebieten liegt und die Kenntnis von öffentlichen Verkehrsverbindungen und Tarifsystemen anderer Regionen voraussetzt", so Widmann.

Daher hat die Landesabteilung Mobilität gemeinsam mit den Projektpartnern nun eine Reihe von grenzüberschreitenden Wandertipps ausgearbeitet, die Informationen zur Hin- und Rückfahrt mit Bus und Bahn beinhalten. Die Wanderungen sind zum Teil auch auf mehrere Tage ausgelegt. Insgesamt sechs zweisprachige Infoblätter mit Wanderempfehlungen, Bildern, technischen Daten und Informationen zu Bus- und Bahnlinien samt nützlicher Telefonnummern wurden bislang erarbeitet und werden in diesen Tagen verteilt.

"Die Entwicklung einer neuen Mobilitätskultur auch in der Freizeitgestaltung ist uns ein großes Anliegen", so Widmann, "denn im Unterschied zum Arbeitsweg zögern viele von uns noch, Zug oder Bus auch für den sonntäglichen Ausflug ins Gebirge oder zum Badesee zu nutzen." Dabei sei die Nutzung der "Öffis" kostengünstiger, umweltfreundlicher, eröffne aber auch neue Möglichkeiten: "Die Tatsache, dass ich nicht an die Rückkehr zum Parkplatz oder fixen Ausgangspunkt gebunden bin ermöglicht eine neue Qualität in der Freizeitgestaltung", so Widmann.

Die Infoblätter werden über die Tourismusvereine des Hochpustertals verteilt. Erhältlich sind die Wandervorschläge auch in der Abteilung Mobilität in Bozen.


GF