Referententätigkeit

Referententätigkeit

Für die Organisation von Weiterbildungen benötigt die Landesverwaltung eine große Anzahl an Referentinnen und Referenten. Diese können interne Referentinnen und Referenten (Landesbedienstete) oder externe Referentinnen und Referenten (freiberufliche Personen) sein. Für die Ausübung ihrer Tätigkeit gelten dementsprechend verschiedene Regelungen. Genauere Infos dazu entnehmen Sie den unten angeführten Themenbalken.

Bedienstete der Landesverwaltung, welche an der Ausübung einer internen Referententätig­keit interessiert sind, können sich hierfür beim Amt für Personalent­wicklung bewerben:

  • Sie können auch Kurse, die in den Programmen der Nachfolgejahre aufgenommen werden könnten, vorschlagen und sich dabei als Referentin bzw. Referent für diese Kurse bewerben.

Das Verwaltungspersonal des Landes kann für eine interne Referententätigkeit bei Aus- und Weiterbildungsinitiativen beauftragt werden. Die Referententätigkeit darf nicht in einer reinen Information über die Tätigkeit des eigenen Dienstes bestehen und muss eine eigene und methodologisch-didaktische Vorbereitung erfordern.

Diese Tätigkeit wird als Dienstausübung angesehen, unabhängig davon, ob sie während der normalen Dienstzeit oder außerhalb derselben geleistet wird. Für diese Tätigkeit ist eine zusätzliche Stundenvergütung (Referentenzulage) vorgesehen, die in Ergänzung zur jeweiligen Entlohnung für die entsprechende Arbeitszeit vergütet wird. Das Personal kann sich in der Arbeitszeit auf die Referententätigkeit vorbereiten und die Strukturen des Dienstes verwenden.

Die normativen Grundlagen für die Abwicklung dieser Tätigkeit sind im Rundschreiben des Generaldirektors Nr. 11 vom 29. Juli 2021 zusammengefasst.

 

Anleitung für die Beauftragung und Vergütung der Referententätigkeit

Die Beauftragung der Referentin oder des Referenten erfolgt von Sieten der auftraggebenden Organisationseinheit mittels Übermittlung des Beauftragungsschreibens an die Referentin bzw. den Referenten. Die Referentin bzw. der Referent muss im Vorfeld die zuständige Führungskraft benachrichtigen, um die Übereinstimmung mit den Diensterfordernissen zu prüfen. Nach der Durchführung der Referententätigkeit und Überprüfung der Leistungserbringung der Referentin bzw. des Referenten von Seiten der auftraggebenden Organisationseinheit, übermittelt diese den Antrag um Auszahlung der Zulage an das zuständige Amt.

Zur Vereinfachung der Abwicklung wird sowohl die Beauftragung als auch die Abrechnung von Seiten der auftraggebenden Behörde mit einem einzigen Formblatt abgewickelt. Es handelt sich um eine geschützte Word-Vorlage, die für die Beauftragung ausgefüllt und von der auftraggebenden Behörde unterzeichnet wird. Das entsprechende PDF-Dokument wird an die Referentin bzw. den Referenten und zur Kenntnis an die vorgesetzte Führungskraft übermittelt.

Für die Abrechnung der Vergütung wird das Word-Dokument im Abschnitt betreffend die Vergütung ergänzt, wiederum unterzeichnet und das unterzeichnete PDF-Dokument an das zuständige Amt (ist auf dem Formblatt angegeben und hängt vom jeweiligen Kontingent ab) für die Auszahlung weitergeleitet.

 

Höchstbeträge für die Vergütung:

Für die Referentenzulage gelten gemäß bereichsübergreifendem Kollektivvertrag vom 4. Dezember 2019 für den Dreijahreszeitraum 2019 – 2021 derzeit folgende Höchstbeträge:

 

Funktionsebene der Referentin /des Referenten

Maximale Stundenvergütung an Arbeitstagen

 

Maximale Stundenvergütung an arbeitsfreien Tagen und zwischen 20:00 und 7:00 Uhr

 

4.

29,48 €

35,37 €

5.

29,82 €

35,77 €

6.

32,25 €

38,69 €

7.

33,84 €

40,61 €

8.

35,90 €

43,08 €

9.

41,54 €

49,85 €

 

Bei der Beauftragung der Referentinnen bzw. Referenten wird empfohlen, eine angemessene Vergütung festzulegen, die auch unter den Höchstbeträgen liegen kann und vor allem die folgenden Kriterien berücksichtigt:

  • die Zeit der Vorbereitung des Referates;
  • die Ausarbeitung von Kursunterlagen;
  • die Komplexität der jeweiligen Materie;
  • die Bereitschaft, das Referat auf Anfrage in beiden Landessprachen abzuhalten.

 

Notwendige Dokumente

Ansprechperson

Ingrid Pallua (Amt für Personalentwicklung)
Tel. +39 0471 414854
E-Mail: ingrid.pallua@provinz.bz.it

Für das

  • Lehrpersonal der Berufs- und Musikschulen,
  • Lehrpersonal der land-, forst- und hauswirtschaftlichen Berufsschulen
  • Personal der Kindergärten sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für Integration

gelten folgende Bestimmungen laut Bereichsabkommen vom 27.06.2013, Art. 28 und Art. 40:

Die ausgeübte Aus- und Weiterbildungstätigkeit ist außerhalb der jeweiligen Unterrichtsverpflichtung zu leisten. Sie umfasst sowohl die Zeit der Vorbereitung als auch jene der Referententätigkeit. Die Stundenvergütung pro Unterrichtseinheit (60 Minuten) ist also allumfassend und dementsprechend höher als jene für das nichtunterrichtende Landespersonal. Zwecks Vergütung muss das Formblatt REF/07 ausgefüllt und mit den vorgesehenen Unterschriften an das Gehaltsamt gesendet werden.

Notwendige Dokumente

Ansprechperson

Margarethe Telch (Gehaltsamt 4.6)
Tel. +39 0471 412078
E-Mail: margarethe.telch@provinz.bz.it

Für das Lehrpersonal gelten die Bestimmungen laut Beschluss Nr. 3025 vom 10.09.2007:

Die ausgeübte Aus- und Weiterbildungstätigkeit ist außerhalb der jeweiligen Unterrichtsverpflichtung zu leisten. Sie umfasst sowohl die Zeit der Vorbereitung als auch jene der Referententätigkeit. Die Stundenvergütung pro Unterrichtseinheit (60 Minuten) ist also allumfassend. Zwecks Vergütung muss das Formblatt REF/07 ausgefüllt und mit den vorgesehenen Unterschriften an das Gehaltsamt für das Lehrpersonal gesendet werden.

Für die Schulführungskräfte gelten folgende Bestimmungen laut Beschluss Nr. 864 vom 17.03.2008 und Beschluss Nr. 421 vom 19.04.2016:

Den Schulführungskräften der Schulen staatlicher Art steht die vorgesehene Vergütung nur dann zu, wenn sowohl die Vorbereitung als auch die Aus- und Weiterbildungstätigkeit selbst außerhalb der Arbeitszeit und außerhalb der eigenen Schuldirektion abgewickelt werden.

Notwendige Dokumente

Ansprechperson

Johanna Jocher (Gehaltsamt für das Lehrpersonal 4.8)
Tel. +39 0471 412281
E-Mail: johanna.jocher@provinz.bz.it

 

Mit Beschluss 39/2021 vom 26.01.2021 wurden die Vergütungen inklusive eventueller Ausgaben logistisch-technischer Art neu geregelt, für externe

  • Referenten und Referentinnen,
  • Moderatoren und Moderatorinnen,
  • Kursleiter und Kursleiterinnen bei Lehrgängen, Tagungen, Vorträgen und Bildungsveranstaltungen,
  • sowie Supervisoren und Supervisorinnen.

Zuständiges Amt:

Amt für Personalentwicklung
Tel. + 39 0471 414850
E-Mail: personalentwicklung@provinz.bz.it