Zugang zu Grundbuch- und Katasterdaten/Schalterdienst der Gemeinden

Die Grundbuch- und Katasterämter üben allgemein bekannte Aufgaben aus und bieten vielfältige Dienstleistungen an, vor allem was die Ausstellung von Bescheinigungen und Dokumentation verschiedenster Art betrifft. Diese Dokumentation ist zum Großteil auch in digitaler Form verfügbar; schon heute sind nämlich die Katasterdienste und die Hauptbücher des Grundbuches in digitaler Form verfügbar.

Mit Ausnahme der Ausstellung der Katastermappen betrifft dies:

K.G. Gries, Zwolfmalgreien, Meran, Mais, Jaufental, Mareit, Wiesen.

Beispiele für Grundbuchsanträge

Es wird darauf hingewiesen, dass die Angaben bzgl. des zuständigen Amtes, der beigelegten Dokumentation, der Liegenschaften, der beantragten Grundbuchsoperation sowie der Zustellungsberechtigten rein beispielhaften Charakter haben.

Grundbuchsanträge (Externer Link)

A) Grundbuchseinlage

Der aus einer bzw. mehreren Parzellen bestehende Grundbuchskörper bildet die dingliche Grundlage der Grundbuchseinlage. Die Einlage setzt sich aus einer bestimmten Anzahl von Blättern zusammen, die sämtliche, sich auf die vorgenannten Parzellen beziehenden Eintragungen, enthalten.

Die Grundbuchseinlage gliedert sich in drei, durch die Buchstaben A, B und C, gekennzeichnete Blätter:

  • Das A-Blatt wird als „Gutbestandsblatt“ bezeichnet und ist seinerseits in zwei als A/1 und A/2 bezeichnete Sektionen unterteilt:
    • Das A/1-Blatt enthält die Benennung der Grundbuchseinlage mit Angabe der Nummer, der Abteilung, der Katastralgemeinde, des Bezirkes (ehemaliger Gerichtsbezirk), der Nummer der den Grundbuchskörper bildenden Parzelle/n, der Nummer des Mappenblattes auf dem sich die einzelnen Parzellen befinden, die Ortschaft, die Kulturgattungen des Grundstückes sowie die Kategorie des Gebäudes.
    • Das A/2-Blatt beinhaltet die Änderungen des Grundbuchskörpers infolge etwaiger Zuschreibung oder Abschreibung durch Rechtsübertragung, etwaige Parzellenteilung, die Begründung von grundbücherlichen Rechten zugunsten der im A/1-Blatt enthaltenen Parzellen (im Besonderen aktive Grunddienstbarkeiten, gemeinschaftliches Eigentum an Grundbuchskörpern anderer Einlagen) sowie die Miteigentumsstruktur (materielle Teilung) eines Gebäudes.
  • Im B-Blatt, auch „Eigentumsblatt“ genannt, werden die einzelnen oder die gemeinschaftlichen Eigentumsrechte in ungeteilten Anteilen samt Angabe des entsprechenden Rechtsgrundes eingetragen. Weiters enthält das B-Blatt die Anmerkung etwaiger Verfügungsbeschränkungen aufgrund von gesetzlicher oder gerichtlich festgestellter Geschäftsunfähigkeit (voller oder beschränkter Entmündigung, bei Konkurs, Ernennung des Sachwalters) oder von Beschränkungen, welche gesetzlich ausdrücklich vorgesehen sind (Familienfonds und Gütergemeinschaft), von Klageschriften, bedingten Verträgen, Vorverträgen usw. sowie deren etwaige Löschung.
  • Im C-Blatt, auch “Lastenblatt” genannt, werden allfällige dingliche, auf dem Eigentum am Grundbuchskörper lastenden Rechte (Hypotheken, Fruchtgenuss-, Wohn- und Gebrauchsrechte, passive Grunddienstbarkeiten, Oberflächenrechte, Reallasten, Gemeinnutzungsrechte), die Beschränkungen in der Verfügungsgewalt aufgrund von Pfändung, Beschlagnahme oder besonderen Vertragsbedingungen (Rückkaufsrecht, Bestandsvertrag mit einer Dauer von über 9 Jahren), sowie direkte und/oder indirekte Bindungen z.B. des Denkmalschutzes usw. eingetragen.

Bei materiell geteilten Gebäuden muss für jede einzelne Einheit ein eigenes B- und C-Blatt eröffnet werden.

Sämtliche Grundbuchseinlagen einer Katastralgemeinde bilden das Grundbuch der entsprechenden Gemeinde.

B) Die auf EDV umgestellte Grundbuchseinlage

Die Grundbuchseinlage weist folgende Struktur auf:

  • Daten zur Identifizierung der Einlage (Zahl der Einlage: E.Zl., Katastralgemeinde:K.G., Bezirk)
  • allfällig aufrechte Plomben (provisorische oder endgültige)
  • Angabe der letzten im umgestellten Grundbuch durchgeführten Tagebuchzahl

Im A/1-Blatt werden die einzelnen, in der Grundbuchseinlage enthaltenen, Parzellen aufgelistet.

Durch die Verbindung mit der Datenbank des Katasters, werden im A/1-Blatt die Katasterdaten bezüglich Eigenschaft, Klasse, Fläche, Ertrag (ausschließlich für die Grundparzellen) der Parzellen angeführt.

Durch die Umstellung des Grundbuches auf das Datenverarbeitungssystem bleibt der Gegenstand der Eintragungen in den einzelnen Blättern A/2, B und C unverändert; diesbezüglich wird auf den Inhalt unter Sektion A) Grundbuchseinlage verwiesen.

Einsicht in das Grundbuch

A) Katastralgemeinden, welche auf das Datenverarbeitungssystem umgestellt sind

In diesen Katastralgemeinden kann die Einsicht in:

  • das Hauptbuch
  • das Verzeichnis der Inhaber von dinglichen Rechten
  • das Verzeichnis der Bau- und Grundparzellen sowie der materiellen Anteile
  • das Archiv der gelöschten Eintragungen

auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

  • durch einfache Abschrift
  • durch beglaubigte Abschrift des Hauptbuches: aktuelle vollständige oder Teilabschrift zur Wiedergabe des für alle oder einzelne Inhaber sowie für den gesamten oder Teile eines Grundbuchskörpers aufrechten Grundbuchsstandes
  • durch beglaubigte Abschrift des historischen Grundbuchsstandes: Wiedergabe sämtlicher Eintragungen des Hauptbuches einschließlich der gelöschten. Zum Zeitpunkt der Umstellung unwirksame und folglich nicht auf das Datenverarbeitungssystem übertragene Eintragungen sind weiterhin ausschließlich in den in den entsprechenden Ämtern aufliegenden Hauptbüchern einsehbar

Die Einsicht in das Grundbuch oder Abschriften daraus werden auch dann gewährt, wenn die Hauptbücher sowie die Archive der gelöschten Eintragungen bei anderen Grundbuchsämtern geführt werden.

Ferner besteht für befugte Personen die Möglichkeit der Einsicht in das Grundbuch mittels Openkat.

B) Katastralgemeinden, welche noch nicht auf das Datenverarbeitungssystem umgestellt sind

In diesen Katastralgemeinden kann die Einsicht in:

  • das Hauptbuch
  • das Realregister: Verzeichnis der Bau- und Grundparzellen

durch:

  • direkte Einsicht in die Bücher
  • beglaubigte Abschrift bzw. beglaubigtem Auszug der entsprechenden Einlage

erfolgen.

Für sämtliche Katastralgemeinden (A + B) gilt:

Die beglaubigten Abschriften der den Eintragungen zugrunde liegenden Rechtstitel werden in der Urkundensammlung des zuständigen Grundbuchsamtes aufbewahrt.

Die Einsichtnahme in diese bzw. die Ausfertigung einer Abschrift derselben erfolgt lediglich in den entsprechenden Ämtern.

Schätzung für die hypothekarische Belastung

Zu den für den Abschluss erforderlichen Unterlagen zählt auch die grundbücherliche Dokumentation.

Im Folgenden eine Auflistung der von den Grundbuchsämtern ausgestellten Unterlagen:

Beglaubigte Abschriften der Materiellen Teilungspläne

Sämtliche Urkunden werden in der entsprechenden Sammlung des zuständigen Grundbuchsamtes aufbewahrt.

Die Ausfertigung einer Abschrift derselben kann lediglich im entsprechenden Amt angefordert werden.

Festlegung des Konventionalwertes der Wohnung von Seiten des zuständigen Landesamtes

Zu den für den Abschluss erforderlichen Unterlagen zählt auch die grundbücherliche Dokumentation.

Im Folgenden eine Auflistung der von den Grundbuchsämtern ausgestellten Unterlagen:

Beglaubigte Abschriften der Materiellen Teilungspläne

Sämtliche Urkunden werden in der entsprechenden Sammlung des zuständigen Grundbuchsamtes aufbewahrt.

Die Ausfertigung einer Abschrift derselben kann lediglich im entsprechenden Amt angefordert werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen können auf der Internetseite der Abteilung "Wohnungsbau" eingeholt werden.

Bestandsänderung einer Liegenschaft

Zu den für den Abschluss erforderlichen Unterlagen zählt auch die grundbücherliche Dokumentation.

Im Folgenden eine Auflistung der von den Grundbuchsämtern ausgestellten Unterlagen:

Beglaubigte Abschriften der Materiellen Teilungspläne

Sämtliche Urkunden werden in der entsprechenden Sammlung des zuständigen Grundbuchsamtes aufbewahrt.

Die Ausfertigung einer Abschrift derselben kann lediglich im entsprechenden Amt angefordert werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen können auf der Internetseite der Gemeinde Bozen unter dem Stichwort "Baukonzession" eingeholt werden. (Externer Link)

Wettbewerbe

Weitere Informationen zu den Wettbewerben finden Sie auf der Seite der Ausschreibungen der Landesverwaltung im Südtiroler Bürgernetz.

Veröffentlichungen

  • OPENkat
    Internetdienst für den Zugriff zu den Grundbuchs- und Katasterdaten.
    OPENkat ist der Internetdienst der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol für den Zugriff zu den Grundbuch- und Katasterdaten.
  • OPENkat - Grundbuch
    Internetdienst für den Zugriff zu den Grundbuch- und Katasterdaten.
    Openkat ermöglicht in Echtzeit den Zugriff über Internet auf das Hauptbuch des Grundbuches sowie auf die Eigentümerkartei und die Erstellung von Abschriften des Hauptbuches mit den Informationen über die Grundbuchseintragungen und über die Rechtsinhaber von dinglichen Rechten.

Anforderbare Dokumente für:

  • Kaufvertrag (sowie sämtliche andere Verträge)
  • Darlehensvertrag
  • Erbschaft
  • Ansuchen um Wohnbaudarlehen oder Landesbeitrag
  • Baukonzession
  • Baumeldung
  • Eintragung/Löschung Dienstbarkeiten
  • Klagenschrift

Zu den für den Abschluss erforderlichen Unterlagen zählt auch die grundbücherliche Dokumentation.

Im Folgenden eine Auflistung der von den Grundbuchsämtern ausgestellten Unterlagen:

  • GRUNDBUCHSAUSZUG ODER BEGLAUBIGTE ABSCHRIFT DER GRUNDBUCHSEINLAGE für nicht informatisierte Katastralgemeinden; die Abschriften werden ausschließlich vom für die Katastralgemeinde zuständigen Grundbuchsamt ausgestellt.
  • BEGLAUBIGTE ABSCHRIFT DES HAUPTBUCHES für die informatisierten Katastralgemeinden zur Wiedergabe des:
    • aktuellen Standes: Wiedergabe der zum Zeitpunkt der Abfrage aufrechten Eintragungen
    • historischen Standes: Wiedergabe sämtlicher Eintragungen, auch der gelöschten
    • mit Bescheinigungswert: samt Anbringung der Unterschrift und des Amtssiegels
    • ohne Bescheinigungswert

Abschriften werden auch dann gewährt, wenn die Hauptbücher sowie die Archive der gelöschten Eintragungen bei anderen Grundbuchsämtern geführt werden.

Abschriften von außer Kraft gesetzten Hauptbüchern werden ausschließlich vom zuständigen Grundbuchsamt ausgestellt.

  • BEGLAUBIGTE ABSCHRIFT DES GRUNDBUCHSANTRAGES (sofern das entsprechende Grundbuchsdekret noch nicht erlassen wurde)
  • BEGLAUBIGTE ABSCHRIFT DES GRUNDBUCHSDEKRETES (sofern die entsprechende Eintragung im Hauptbuch noch nicht erfolgt ist)
  • BEGLAUBIGTE ABSCHRIFT DER HAUSTEILUNGSPLÄNE
  • BEGLAUBIGTE ABSCHRIFT DER URKUNDEN

Sämtliche Urkunden werden in der entsprechenden Sammlung des zuständigen Grundbuchsamtes aufbewahrt.

Die Ausfertigung einer Abschrift derselben kann lediglich im entsprechenden Amt angefordert werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen können auf der Internetseite der Abteilung "Wohnungsbau" eingeholt werden.