Begünstigungen am Arbeitsplatz (Gesetz vom 05.02.1992, Nr.104)

 Rahmengesetz zu Behinderungen                                 

 Gesetzliche Bestimmungen, auf die Bezug genommen wird:

  • Gesetz vom 5. Februar 1992, Nr. 104, Artikel 3 und 33
  • Gesetz vom 8. März 2000, Nr. 53 und Gesetzesdekret vom 26. März 2001, Nr. 151 (Schutz und Unterstützung der Mutter- und Vaterschaft).
  • Gesetz vom 4. November 2010, Nr.183 und Gesetzesdekret vom 18. Juli 2011, Nr. 119 (Neuordnung der gesetzlichen Vorschriften im Bereich der Urlaube und Rundschreiben INPS Nr. 32/2012 und Dipartimento Funzione Pubblica Nr. 1/2012.

Voraussetzungen:

  • Bestätigung über eine schwere Behinderung gemäß Art. 3, Absatz 3 des Gesetzes 104/92 ausgestellt durch die zuständige Ärztekommission;
  • keine Vollzeitunterbringung der Person mit schwerer Behinderung in einer Einrichtung (außer in Ausnahmesituationen)

BEGÜNSTIGUNG

BERECHTIGTE

Verlängerung der Elternzeit bis (max. 3 Jahre einschließlich der Zeiträume für die normale Elternzeit)

oder alternativ dazu

2 bezahlte Stundenfreistellungen täglich oder 3 bezahlte Tagesfreistellungen im Monat (aufteilbar)

Eltern, auch Adoptiv- oder Pflegeeltern ( auch abwechselnd):

 

  • Verlängerung: innerhalb des 12. Lebensjahres des Kindes
    • 2 bezahlte Stundenfreistellungen: bis zum 3. Lebensjahr des Kindes
    • 3 bezahlte Tagesfreistellungen: es sind keine Altersgrenzen beim Kind vorgesehen

3 bezahlte Tagesfreistellungen im Monat  (teilbar)

  • Eltern, auch Adoptiv- oder Pflegeeltern (auch abwechselnd )
  • Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner (auch gleichgeschlechtlicher) oder Lebensgefährte (auch gleichgeschlechtlicher)

wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • Verwandte und Verschwägerte innerhalb des zweiten Grades (Voraussetzung: kein anderer Verwandter nutzt die Begünstigung)
  • Verwandte und Verschwägerte innerhalb des dritten Grades (Voraussetzungen: kein anderer Verwandter nutzt die Begünstigung + die Eltern oder der Ehepartner der Person mit Behinderung fehlen, sind gestorben, sind älter als 65 Jahre oder weisen invalidisierende Erkrankungen und Schädigungen auf.

 

2 Abwesenheitsstunden  täglich

oder alternativ dazu

3 bezahlte Abwesenheitstage im Monat  (teilbar)

  • Arbeitnehmer mit schwerer Behinderung selbst

Anrecht, den dem Wohnort am nächsten liegenden Arbeitsort auszuwählen und keine Versetzung ohne Einwilligung

  • Arbeitnehmer mit schwerer Behinderung selbst
  • Eltern, auch Adoptiv- oder Pflegeeltern
  • Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten oder dritten Grad (siehe Voraussetzungen)

Bezahlter zweijähriger Sonderurlaub (teilbar)

Rangliste der Berechtigten bei der Inanspruchnahme eines Sonderurlaubs:

  1. Zusammenlebender  Ehepartner oder zusammenlebender  eingetragener Lebenspartner (auch gleichgeschlechtlicher)
  2. Vater oder Mutter, auch adoptiv (Zusammenleben nicht notwendig)
  3. eines der zusammenlebenden Kinder
  4. einer der zusammenlebenden Brüder oder Schwestern
  5. eine der zusammenlebenden Verwandte und Verschwägerte innerhalb des dritten Grades

Unabdingbare Voraussetzung um die Begünstigung zu erhalten ist es, dass die Familienangehörigen, die bei der Inanspruchnahme (siehe Einstufung) Vorrang haben, fehlen, gestorben sind oder invalidisierende Erkrankungen und Schädigungen aufweisen.

Feststellung einer schweren Behinderung und allgemeine Informationen zu den Begünstigungen am Arbeitsplatz gemäß Gesetz 104/92:

Erweiterte Ärztekommissionen der Gesundheitsbezirke

in Bozen ( Amba-Alagi-Straße 33, Tel. 0471 909280/82/97),  Brixen, Meran, Bruneck

Einsprüche: Amt für Hygiene und öffentliche Gesundheit, Bozen, Kanonikus-M.-Gamper-Str. 1 – Tel. 0471 418177

Informationen zu den Begünstigungen am Arbeitsplatz gemäß Gesetz 104/92 bei komplizierten Fällen:

Amt für Menschen mit Behinderungen