Ältere Provinzialverwaltung 1919(27)–1948

Option Gröden

Die Amtliche Deutsche Ein- und Rückwanderungsstelle (ADERSt) gründete in St. Ulrich die Abwicklungsstelle Gröden, die für die Umsiedlung der Grödner Deutschlandoptanten zuständig war. Es handelt sich dabei um die Bewohner der Ortschaften St. Ulrich, St. Christina, Wolkenstein, und der ladinischen Fraktionen der Gemeinde Kastelruth: Pufels, Runggaditsch und Überwasser. Für die Bewältigung des enormen bürokratischen Aufwandes legten die Behörden pro Person bzw. pro Familie einen Personalakt an, worin sich neben den Unterlagen für die Auswanderung und verschiedenster Korrespondenz vielfach auch die unbenutzten deutschen und italienischen Reisepässe mit Fotos befinden. Zum Bestand gehören weiters die Optionsakten der Gemeindeverwaltung von St. Ulrich, die von den italienischen Behörden im Jahre 1939 im Zuge der Option angelegt wurden und großteils auch in der Nachkriegszeit weiterverwendet wurden, nachdem den Optanten im Jahre 1948 die Wiedererlangung der italienischen Staatsbürgerschaft ermöglicht worden war.

Z: 1939–1976
U: 124 Archivkartone, 6 Register
E: erschlossen
Zugang: eingeschränkte Zugänglichkeit

PT