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Auswirkungen auf unseren Alltag
Wie einige Parameter eines Trinkwassers das tägliche Leben und die Gesundheit beeinflussen können
Die Verwendung von Trinkwasser, in dem die oben aufgeführten Parameter Werte gleich oder oberhalb der Annehmbarkeit ergeben, kann ungünstige Wirkungen auf die menschliche Gesundheit (siehe: Richtlinien zur Trinkwasserqualität der Weltgesundheitsorganisation WHO) und auf die Wasserversorgungsanlagen (Wasserleitungen, Wasserspeicher usw.) und die Heizanlagen in den Wohnungen haben.
Wie ist das Trinkwasser Ihrer Gemeinde?
Wenn Sie Informationen zur Trinkwasserqualität Ihrer Gemeinde haben möchten, gehen Sie bitte zur Internetseite des Amtes für Gewässernzutzung der Abteilung Wasser und Energie „Qualität des Wassers in unseren Wasserleitungen" . Hier finden Sie das Verzeichnis der Südtiroler Gemeinden, ihre Lage auf dem Gebiet der Provinz, das Schema und den Namen der einzelnen Trinkwasserleitungen und schließlich für jede Leitung die Tabelle mit den Ergebnissen der letzten durchgeführten Kontrollen
Was die untersuchten Parameter betrifft, ist zum Beispiel folgendes bekannt:
Härte
Obwohl eine gewisse Anzahl epidemiologischer Studien in der Vergangenheit einen ungünstigen Zusammenhang zwischen der Härte des Trinkwassers und Erkrankungen von Herz und Kreislauf gezeigt hat, erlauben die vorhandenen Daten nicht, diese Theorie mit Sicherheit zu bestätigen.
Deswegen wird kein Richtwert aufgrund von Kriterien zum Schutz der Gesundheit vorgeschlagen. Jedoch kann die Wasserhärte einen Einfluß auf die Annehmbarkeit des Wassergeschmacks haben. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) gibt zu diesem Zweck einen Höchstwert von 50° fr.H. (28° d.H.) an, um einen unangenehmen Wassergeschmack zu vermeiden. Außerdem könnte die Aufnahme von Wasser mit großer Wasserhärte, was einem hohen Calciumgehalt entspricht, das Krankheitsbild einer Nierenverkalkung verschlimmern.
Nitrate und Nitrite
Hohe Nitratkonzentrationen können bei empfindlichen Individuen (Ältere und Neugeborene) Störungen des Sauerstofftransports im Blut verursachen.
Chloride
Chloridgehalte über 250 mg/L können einen unerwünschten Geschmack von Wasser und Getränken hervorrufen.
Fluoride
Fluoridgehalte oberhalb 1,5 mg/L können die Zahnfluorose, d.h. eine Dunkelverfärbung des Zahnschmelzes, verursachen. Weil die Fluoride in mäßigen Mengen andererseits eine günstige Wirkung bei der Kariesverhütung haben, werden sie in einigen Ländern bis zu 1 mg/L künstlich dem Trinkwasser zugesetzt.
Sulfate
Hohe Sulfatkonzentrationen können abführend wirken und zu Magendarmbeschwerden führen.
Antimon (Sb)
Antimon kann toxisch wirken, wenn es vom Organismus aufgenommen wird. Bei hohen Konzentrationen kann es Magendarmstörungen, hohen Cholesterinspiegel, niedrigen Zuckerspiegel und Herzbeschwerden verursachen..
Blei (Pb)
Blei ist ein giftiges Element mit allgemeiner Wirkung, das sich im Knochenskelett anreichert. Seine längere Aufnahme bei Konzentrationen über 0,3 mg/L im Wasser hat negative Wirkungen auf das zentrale und periphere Nervensystem und kann Anämie (Blutarmut) und Magendarmstörungen hervorrufen.
Arsen (As)
Das anorganische Arsen, sowohl drei- als fünfwertig, wird leicht im Magendarmtrakt aufgenommen. Die aufgenommene Menge hängt dabei von der chemischen Form ab, in der das Element vorliegt. Es wird dann zu allen Organen und Geweben transportiert, wo es Blut, Leber, Nieren und Haut schädigt, wenn es in großen Mengen aufgenommen wird.
Um mehr zu wissen: Amt für Gewässernutzung
Selen (Se)
Selen ist als Bestandteil einiger Enzymsysteme ein essentielles Spurenelement für den Menschen. Es ist beim Stoffwechsel der Schildrüsenhormone beteiligt, trägt dazu bei, die Immunabwehr zu stärken, indem es die Produktion von Antikörpern erhöht, und wirkt außerdem als Antioxidans, das die freien Radikale eliminiert. Beim Menschen sind als Folge der Aufnahme großer Mengen über lange Zeit Schäden an Nägeln, Haaren und Leber beobachtet worden.
Eisen (Fe)
Das Eisen ist mit einem täglichen Bedarf von 5-20 mg ein für den Menschen essentielles Element, da es für die Bildung von Hämoglobin unverzichtbar ist. Hämoglobin ist ein Molekül, das die Funktion hat, den Sauerstoff zum Gewebe zu transportieren. Obwohl eine übertriebene Aufnahme dieses Elements Magendarmstörungen verursachen kann, sind keine wirklichen toxischen Wirkungen bekannt.
Mangan (Mn)
Mangan ist ein für unseren Stoffwechsel wichtiges Element, das unter anderem in vielen Enzymklassen enthalten ist. Die Aufnahme großer Mengen dieses Elements kann Darmstörungen verursachen.
Kupfer (Cu)
Kupfer ist in Spuren in allen Körpergeweben vorhanden und ein wichtiger Bestandteil vieler Enzyme. Kupfer wird zur Bildung und zum Erhalt des Myelins, der die Neuronen umhüllenden, schützenden Schicht, benötigt. Es ist auch beim Stoffwechsel des Cholesterols und des Insulins beteiligt. Wichtig ist es für die Haut, das Skelett und die Funktion des Immunsystems. Es wird zum Großteils durch den Magen aufgenommen und zur Leber transportiert. Eine übermäßige Aufnahme kann Schmerzen im Magendarmbereich und Erbrechen verursachen.
Zink (Zn)
Zinkoxid wird in Form einer Salbe zum Schutz der Haut und zur Behandlung von Wunden und Dermatosen unter Ausnutzung seiner zusammenziehenden, entzündungshemmenden, trocknenden und antibakteriellen Wirkungen empfohlen. Metallisches Zink ist in vielen Vitaminintegratoren und Mineralen enthalten. Es ist ein für das Leben des Menschen essentielles Element: Mangel an diesem Element kann das Körperwachstum und die Gewichtszunahme bei Kindern beeinträchtigen. Die starke Aufnahme von Zink kann Durchfall, Unterleibskrämpfe und Brechen hervorrufen.
Natrium (Na)
Natrium-Ionen spielen bei zahlreichen physiologischen Vorgängen eine wichtige Rolle. Natrium wird auch für die Funktion von Muskeln und Nerven benötigt. Ein Überschuss an Natrium kann jedoch die Nieren schädigen und das Auftreten von Bluthochdruck fördern. Es ist insbesondere im Kochsalz enthalten, aber auch Käse und die meisten konservierten Nahrungsmittel (Wurstwaren usw.) sind reich an Natrium.
Die Aufnahme von 2-6 g Natrium pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Uran (U)
Uran ist ein Mikroelement, das in der Natur vorkommt und als solches in kleinen Mengen überall in der Umgebung und somit auch im Wasser festzustellen ist.
Die Haupt-Verseuchungsgefahr ist die Inhalation, gefolgt von Kontakt und Aufnahme mit der Ernährung oder mit dem Wasser. Wenn größere Mengen Uran absorbiert werden, wird ein Großteil davon mit dem Urin ausgeschieden, während der nicht ausgeschiedene Teil sich in den Knochen und insbesondere in den Nieren ansammelt. Die Folgen einer solchen Ansammlung sind die typischen Auswirkungen einer Schwermetall-Vergiftung: Hautkrankheiten, schwere Schädigung der Nieren, Nekrose der Arterien und in schwereren Fällen, Erzeugung von Krebs.