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Grödner Bach / Derjon

Geomorphologische Beschreibung

Grödner Bach (Derjon) oberhalb Wolkenstein (Quelle: Landesagentur für Umwelt)Mit einer Länge von 26 km und einem Einzugsgebiet von rund 200 km² entwässert der Grödner Bach (ladinisch Derjon) das gleichnamige Tal. Gherdëina / Gröden erstreckt sich von 470 m Meereshöhe im Mündungsbereich bis auf 3179 m (Sasslonch / Langkofel). Die bedeutendsten Zuflüsse des Grödner Baches sind der Ruf de Ncisles (Cisles Bach), der Ruf da Iënder (Jenderbach) und der Ruf de Val d'Ana (Annabach).

Aus geologischer Sicht dominieren in Gröden Dolomit und Grödner Sandstein im hinteren Talbereich und Brixner Quarzphyllit sowie Bozner Quarzporphyr im äußeren Talbereich.

Die größte Ableitung des Grödner Baches zum Zwecke der Wasserkraftnutzung befindet sich bei Pontives. Dort befindet sich auch die Abwasserreinigungsanlage, die die Ortschaften Urtijëi / St. Ulrich, S. Cristina / St. Christina und Sëlva / Wolkenstein versorgt.

Zu den Haupteinnahmequellen der Talbevölkerung zählt der Tourismus, daher kann in der Hauptsaison die Anzahl der Talbewohner die der Ansässigen um ein Vielfaches überschreiten.

Biologische Gewässergüte (2010-2013)

Das Biologische Gesamturteil ist am Grödner Bach an allen drei Stellen eine zweite Güteklasse. Die Untersuchungsergebnisse verändern sich bereits seit Jahren kaum.
Die Ergebnisse der Kieselalgen weisen auf eine Nährstoffzufuhr im Unterlauf hin. Grund dürfte die massive Wasserableitung zur Stromerzeugung und somit die geringere Verdünnung des Kläranlageneinlaufes sein.

Ergebnisse biologische Gewässergüte
Qualitätselement Makrozoobenthos Kieselalgen Fische biologisches Gesamturteil
Methode STAR_ICMi ICMi ISECI
11243 – oberhalb Wolkenstein II I II II
11244 – oberhalb der Kläranlage Pontives II I II II
11246 – oberhalb Mündung (Restwasserstrecke) II II I II

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht

(Letzte Aktualisierung: 13.11.2014)