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Rienz

Geomorphologische Beschreibung

Rienz oberhalb Welsberg (Quelle: Landesagentur für Umwelt)

Die Rienz entspringt am Fuße der Drei Zinnen auf einer Höhe von etwa 2200 m und mündet nach rund 80 Flusskilometern bei Brixen auf 565 m in den Eisack. Mit einem Einzugsgebiet von über 2143 km² entwässert sie das Pustertal und ist somit der wichtigste Seitenzubringer des Eisacks. Die höchste Erhebung ihres Einzugsgebietes liegt auf 3498 m (Dreiherrenspitz). Die größten Zuflüsse der Rienz sind Pragser Bach, Gsieser Bach, Antholzer Bach, Ahr, Gader, Pfunderer Bach und Lüsner Bach. In ihrem Oberlauf durchfließt die Rienz das Höhlensteintal, in welchem Dolomit die Hauptgesteinsart darstellt. Der Mittellauf ist von Flussschotter gekennzeichnet, während die Rienz im Unterlauf eine Schlucht aus Brixner Granit und Quarzphyllit durchfließt.

An der Rienz bestehen neben einigen kleinen und mittelgroßen Kraftwerken auch drei große, und zwar in Bruneck, beim Kniepass und in Brixen. Zwei lange Restwasserstrecken befinden sich zwischen Olanger (= Welsberger) Stausee und Bruneck sowie zwischen Mühlbacher Stausee und Brixen, wo das Wasser zur Stromerzeugung abgeleitet wird.

Die bedeutendsten Siedlungen entlang der Rienz sind Toblach, Welsberg, Olang, Bruneck und Vintl. Ihre Abwässer werden in drei Kläranlagen gereinigt (Wasserfeld, Tobl, Unteres Pustertal).

Biologische Gewässergüte (2011-2014)

Die Rienz weist im Oberlauf einen sehr guten Qualitätszustand auf. Ab Welsberg sinkt die Güte auf eine zweite Klasse, was auf die starke Verbauung und das Kraftwerk zurückzuführen ist. In der Restwasserstrecke oberhalb von Bruneck, wo das Bachbett sehr natürlich ist, steigt die Güte wieder auf eine erste Klasse. Unterhalb von Bruneck weist die Rienz überall eine zweite Klasse auf. Die Beeinträchtigung ist auf die starke Verbauung, den Schwallbetrieb (zwischen Bruneck und Vintl) und die Stauraumspülungen (unterhalb Vintl) zurückzuführen.

Die Ergebnisse sind jenen aus den Vorjahren ähnlich, nur der Abschnitt Rienz oberhalb Welsberg hat sich in bezug auf das Makrozoobenthos leicht verschlechtert, während die Rienz oberhalb Bruneck und oberhalb Toblach um eine Klasse gestiegen ist. Die Rienz bei Kiens hat sich in bezug auf den Diatomeenindex leicht verschlechtert.

Qualitätselement

Makrozoobenthos

Kieselalgen

Fische

biologisches Gesamturteil

Methode

STAR_ICMi

ICMi

ISECI

11300 – unter Nasswandquellen

I

I

-

I

11301 – oberhalb Toblach

I

I

I

I

11302 – oberhalb Welsberg

II

I

I

II

11303 – unterhalb ARA Wasserfeld

II

I

II

II

11304 – bei Bruneck, oberhalb Rückgabestelle

I

I

I

I

11307 – bei Kiens

I

II

II

II

11308 – bei Vintl

I

II

II

II

 11309 – bei Brixen, oberhalb Rückgabestelle

I

II

II

II

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht;
- = Fische werden nicht berücksichtigt

(Letzte Aktualisierung: 23.12.2014)