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Rienz

Geomorphologische Beschreibung

Rienz oberhalb Welsberg (Quelle: Landesagentur für Umwelt)

Die Rienz entspringt am Fuße der Drei Zinnen auf einer Höhe von etwa 2200 m und mündet nach rund 80 Flusskilometern bei Brixen auf 565 m in den Eisack. Mit einem Einzugsgebiet von über 2143 km² entwässert sie das Pustertal und ist somit der wichtigste Seitenzubringer des Eisacks. Die höchste Erhebung ihres Einzugsgebietes liegt auf 3498 m (Dreiherrenspitz). Die größten Zuflüsse der Rienz sind Pragser Bach, Gsieser Bach, Antholzer Bach, Ahr, Gader, Pfunderer Bach und Lüsner Bach. In ihrem Oberlauf durchfließt die Rienz das Höhlensteintal, in welchem Dolomit die Hauptgesteinsart darstellt. Der Mittellauf ist von Flussschotter gekennzeichnet, während die Rienz im Unterlauf eine Schlucht aus Brixner Granit und Quarzphyllit durchfließt.

An der Rienz bestehen neben einigen kleinen und mittelgroßen Kraftwerken auch drei große, und zwar in Bruneck, beim Kniepass und in Brixen. Zwei lange Restwasserstrecken befinden sich zwischen Olanger (= Welsberger) Stausee und Bruneck sowie zwischen Mühlbacher Stausee und Brixen, wo das Wasser zur Stromerzeugung abgeleitet wird.

Die bedeutendsten Siedlungen entlang der Rienz sind Toblach, Welsberg, Olang, Bruneck und Vintl. Ihre Abwässer werden in drei Kläranlagen gereinigt (Wasserfeld, Tobl, Unteres Pustertal).

Biologische Gewässergüte (2011)

2011 wurde die Rienz erstmals auch unter den Nasswandquellen beprobt. Dort erreicht sie eine erste Güteklasse. An der Probenstelle unterhalb des Toblacher Sees weist die Rienz bei der Untersuchung 2008 eine erste Klasse der biologischen Gewässergüte auf. Hier ist das Bachbett kaum verbaut. An der Probenstelle oberhalb von Welsberg konnte ebenfalls eine erste Klasse festgestellt werden. 2011 wurde nur noch die Stelle bei Vintl beprobt, hier konnten insgesamt gute Ergebnisse erzielt werden. Die Ursachen der Belastung sind hier einerseits hydrologischen Ursprungs (Schwallstrecken) und andererseits morphologischen Ursprungs (starke Verbauungen, besonders zwischen Bruneck und Mühlbacher Stausee).
Insgesamt hat sich die Gewässergüte der Rienz in den letzten Jahren wenig verändert, wenn sie sich auch an einzelnen Probenpunkten etwas verbessert hat.

Qualitätselement

Makrozoobenthos

Kieselalgen

Fische

biologisches Gesamturteil

Methode

I.B.E.

STAR_ICMi

ICMi

ISECI

11300 – unter Nasswandquellen

II

I

I

n.d.

I

11302 – oberhalb Welsberg

I

I

I

I

I

11308 – bei Vintl

II/I

I

II

II

II

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht; n.d. = nicht untersucht