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Archiv 2014
Landesbeirat für Baukultur: Behutsam mit dem Bestand umgehen
Neu ernannter Landesbeirat führt erste Beratungstage durch – Sensibilisierung für Weiterbauen am Bestand im Fokus
BOZEN (LPA). Der neu ernannte Landesbeirat für Baukultur und Landschaft hat seine Arbeit aufgenommen. Ende Jänner hatte die Landesregierung Architekt Conradin Clavuot (Chur/Schweiz), Architektin Carla Lo (Wien/Österreich) und Architekt Gordian Blumenthal (Ilanz/Schweiz) mit der Beratungstätigkeit im Landesbeirat für Baukultur und Landschaft für die Jahre 2026, 2027 und 2028 beauftragt. Als Ersatzmitglieder wurden Nicola Baserga (Minusio/Schweiz), Geli Salzmann (Dornbirn/Österreich) und Ramun Capaul (Lumbrein/Schweiz) ernannt (LPA hat berichtet). Vor kurzem sind sie Beiratsmitglieder nun zu den ersten beiden Beratungstagen zusammengekommen. Auf dem Programm standen Beratungen verschiedenster Bauvorhaben von privaten Bauherren, aber auch von öffentlichen Verwaltungen: Darunter war beispielsweise die Erstbegutachtung einer Almhütte in der Gemeinde Mühlbach, die quantitative Erweiterung einer bestehenden Pension in der Gemeinde Wolkenstein oder die Erweiterung einer geschlossenen Hofstelle in der Gemeinde Sankt Martin in Thurn. Auch die Alte Volksschule in Burgstall war Gegenstand eines Lokalaugenscheins.
„Ortsgerechtes und landschaftsbezogenes Bauen spielt in Südtirol eine bedeutende Rolle. Dafür sensibilisiert der Landesbeirat für Baukultur und Landschaft als beratendes Gremium und trägt zur qualitativen Verbesserung der Projekte bei“, betont der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz und Raumentwicklung Peter Brunner.
„Der Landesbeirat ist bedacht, Bestehendes zu erhalten und versucht, Bauherren und Planer für das Weiterbauen am Bestand und für einen sparsamen Bodenverbrauch zu sensibilisieren“, unterstreicht Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung.
Wie die Beiratsmitglieder betonten, sei es wichtig, „die Würde alter Gebäude, deren Geschichte und Bautypologien mit Respekt zu behandeln und zu erhalten.“ Zudem verwiesen sie auf die Wichtigkeit, dass Beratungen in einer möglichst frühen Planungsphase beantragt werden, um effektiv sein zu können.
Der Landesbeirat für Baukultur und Landschaft ist im Landesgesetz Raum und Landschaft verankert und in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung angesiedelt.
mpi