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Energieeffizienz der Landesinfrastrukturen verbessert, weniger Kosten

Energy Report 2024 ist online und zeigt steigende Unabhängigkeit der Landesinfrastrukturen von fossilen Brennstoffen dank Strom und Fernwärme – Heizkosten wieder auf Vor-Covid-Niveau

BOZEN (LPA). 2024 belief sich der Gesamtenergieverbrauch des analysierten Bestands auf 15.098 Tonnen Öläquivalent (TEP), bei einer gesamten Energiekostenbelastung von rund 19,55 Millionen Euro. Dies geht aus dem Energy Report 2024 hervor, der den Energieverbrauch und die Bewirtschaftungskosten von 590 Infrastrukturen des Landes Südtirol analysiert.

Im Vergleich zu den Vorjahren bleibt der Verbrauch weitgehend stabil und bestätigt damit die Wirksamkeit der 2022 und 2023 umgesetzten Maßnahmen zur Energieeffizienz. Die energieintensivsten Kategorien sind die Schulgebäude (36,8 Prozent des Gesamtverbrauchs), gefolgt von Büros (21,2 Prozent) und Straßentunnels (17,1 Prozent).

"Bei den Infrastrukturen des Landes zeigt sich eine strukturelle Verbesserung der energetischen Leistungen, ein Energiemix mit immer geringerer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen und wirtschaftlichen Schwankungen", zeigt sich Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi zufrieden.

In puncto Energiemix scheint elektrische Energie der wichtigste Energieträger (58,6 Prozent des Primärenergieverbrauchs und rund 68 Prozent der Gesamtausgaben) auf, gefolgt von Erdgas und Fernwärme. Der strukturelle Rückgang fossiler Brennstoffe setzt sich fort: Erdgas und Heizöl sind gegenüber 2017 deutlich zurückgegangen, während Strom und Fernwärme weiter zunehmen.

2024 war durch eine deutliche Normalisierung der Energiepreise nach den Spitzenwerten von 2022 gekennzeichnet. Die Kosten für Erdgas und Heizöl kehren auf ein Vorkrisenniveau zurück, was zu einer erheblichen Verringerung der Gesamtausgaben führt. Auch die Strompreise sinken, bleiben jedoch aufgrund von Vertragsstrukturen und Systemabgaben über dem Niveau von 2019, heißt es vom Ressort für Hochbau und Valorisierung des Vermögens. Die Fernwärme bestätigt ihre Tarifstabilität und erweist sich als besonders widerstandsfähig gegenüber Schwankungen auf den Energiemärkten.

Was die Gebäude betrifft, zeigt die auf Heizgradtage normalisierte Analyse eine kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz. 2024 sank der normalisierte Heizenergieverbrauch auf 1,51 TEP pro Heizgradtag (TEP/GG), was als bester Wert der gesamten Zeitreihe gilt, und zwar mit einer Effizienzsteigerung von über 20 Prozent gegenüber 2019. Trotz eines kälteren Winters kehren auch die Heizkosten auf das Vorkrisenniveau zurück (rund 3,8 Millionen Euro).

Zufrieden äußert sich auch Ressortdirektor und Energy Manager Daniel Bedin, denn die Ergebnisse des Energy Report 2024 würden bestätigen, dass der eingeschlagene Weg konkrete Resultate bringe: "Eine sorgfältige Anlagenbewirtschaftung in Verbindung mit gezielten Effizienzmaßnahmen kann nachhaltige Vorteile sowohl in wirtschaftlicher als auch in ökologischer Hinsicht schaffen."

Der Energy Report ist online unter diesem Link abrufbar: https://vermoegen.provinz.bz.it/de/energy-report.

red/san


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