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Erwachsenenbildung für Migrationsgesesllschaft öffnen

Menschen mit Migrationshintergrund sind in der Südtiroler Erwachsenenbildung unterrepräsentiert. Das Landesamt für Weiterbildung und der Verein „Offene Türen – Porte Aperte“ sind am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit verschiedenen Migrantenvereinen der Frage nachgegangen, was die Weiter­bildungsbeteiligung von zuge­wanderten Menschen hemmt bzw. fördert.

 

„Es fällt uns schwer, uns mit dem Bildungsangebot zu identifizieren“, meint ein Vertreter des Bozner Gemeindebeirates für AusländerInnen. Ein Grund dafür sei die Tatsache, dass es kaum Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Erwachsenenbildung gibt. In den Weiterbildungseinrichtungen bräuchte es zum Beispiel mehr KursleiterInnen, Multiplika­torInnen, ReferentInnen und BeraterInnen mit Migrationshintergrund.

 

Nun werden sich die unterschiedlichen Erwachsenen­bildnerInnen mit der Frage beschäftigten, wie sich die Weiterbildungsein­richtungen in der heutigen Migrationsgesellschaft den vielen Anforderungen gegenüber sehen, wie sie ihre Bildungsangebote entsprechend gestalten wollen und wohin sie sich angesichts der aktuellen Migrationsbewegungen entwickeln möchten.

 

Dabei darf sich die Erwachsenenbildung nicht auf reine Sprachkurse beschränken. Das Ziel muss eine gleichberechtigte Teilhabe der zugewan­derten Menschen am kulturellen und gesellschaftlichen Leben sein und dafür müsse man verstehen, warum die vorhandenen Bildungsangebote wenig genutzt werden und allfällige Hindernisse aus dem Weg räumen.