Südtirol für Ukraine-Flüchtlinge

Südtirol für Ukraine-Flüchtlinge

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Das Land Südtirol bietet Flüchtlingen, die von den ukrainischen Kriegshandlungen fliehen, Zuflucht und Schutz. Um die Hilfsangebote bestmöglich zu koordinieren, wurde Anfang März eine Task Force eingerichtet. Diese wird von den Bereichen Soziales und Bevölkerungsschutz koordiniert.

Informationen auf dieser Seite werden laufend aktualisiert, telefonische allgemeine Auskünfte erteilt zudem das Bürgertelefon (800 751 751).

Informationen für Menschen aus der Ukraine

Allen Menschen, die derzeit aus der Ukraine flüchten müssen, wird innerhalb des EU-Raumes Schutz geboten und sie können visumfrei nach Italien und damit auch nach Südtirol einreisen.

Derzeit gültige Informationen des Regierungskommissariats der Provinz Bozen für ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die auf der Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat sind:

Ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die keinen Schengen-Einreisestempel von einer italienischen Grenze haben oder nicht in einem Hotel übernachten, müssen kein Einreisevisum nachweisen. Sie sind nicht verpflichtet, internationalen Schutz für Aufenthalte bis zu 90 Tagen zu beantragen. Sie werden jedoch angehalten, innerhalb von acht Tagen ihre Aufenthaltserklärung selbst auf der Quästur der Staatspolizei oder in den Polizeikommissariaten abzugeben.

Wer ukrainische Staatsbürger bei sich aufnimmt, ist verpflichtet, der örtlichen Behörde für öffentliche Sicherheit innerhalb von 48 Stunden diese Aufenthalte mitzuteilen, gemäß den Bestimmungen von Artikel 7 des Einheitstextes zur Einwanderung.

Für Aufenthalte von mehr als 90 Tagen müssen sie beim Polizeipräsidium oder bei den örtlichen Polizeikommissariaten je nach Wohnort oder einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis für vorübergehenden Schutz oder aus anderen Gründen stellen.

Öffnungszeiten des Einwanderungsbüros der Quästur und der Polizeikommissariate:

Im Erstbetreuungszentrum in Bozen Süd werden ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger angehalten, sich an das Einwanderungsbüro des örtlichen Polizeipräsidiums oder die Polizeikommissariate zu wenden, und zwar an folgenden Tagen und Uhrzeiten:

Quästur: von Montag bis Samstag von 08.30 bis 13.30 Uhr zur Abgabe der Anwesenheitserklärung oder zur Beantragung eines Termins zur Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis.

Das Einwanderungsbüro ist unter 0471 947596 von Montag bis Freitag von 11.30 bis 13.30 Uhr erreichbar.

Die Polizeikommissariate in Brenner, Meran, Brixen und Innichen sind von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr zugänglich.

Hinweis: Der Zugang zu den Polizeidienststellen wird nur Personen gestattet, die im Besitz der vorgeschriebenen Gesundheitsdokumente sind, in Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus.

Laut geltender staatlicher Regelung muss jeder und jeder, der in Italien (und damit in Südtirol) einreist folgende Bestimmungen im Zusammenhang mit den Coronavirus-Schutzbestimmungen erfüllen:

  • Registrierung durch die Europäischen digitalen Passagier-Lokalisierungs-Formularen (EU-dPLF) unter https://app.euplf.eu
  • Besitz des Green Pass (Impfungen mit dem Impfstoff Sputnik werden in Italien nicht anerkannt, somit erhalten Sputnik-Geimpfte keinen Green Pass, sondern müssen die Impfung mit einem der in Italien anerkannten Impfstoffe impfen lassen – weiter Informationen dazu unter www.coronaschutzimpfung.it)
  • Wenn man nicht im Besitz eines Green Pass ist, muss man 5 Tage in Quarantäne, danach muss ein negativer Antigentest vorgewiesen werden.

Jedem Interessierten stehen die allgemeinen Impfmöglichkeiten des Südtiroler Sanitätsbetriebes offen.

Nein, die Aufnahme in ein Aufnahmezentrum (CAS) im Rahmen der staatlichen Aufnahmeprogramme erfolgt immer auf Antrag der betroffenen Person, z.B. wenn sie über keine andere Unterbringungsmöglichkeit verfügt. Der Antrag kann beim Erstbetreuungszentrum in Bozen Süd gestellt werden.

Grundsätzlich gilt für Flüchtlinge aus der Ukraine Bewegungsfreiheit, sie können daher auch bei Verwandten, Bekannten oder auf Initiative von Privatpersonen, Körperschaften, Organisationen, Betriebe, usw. privat unterkommen. Bis auf die Pflichten in Hinblick auf Registrierung und Covid-Epidemie (siehe weiter oben) gibt es dafür keine besonderen Formalitäten.

Grundsätzlich können ukrainische Staatsbürgerinnen und -bürger auch eigenständig Wohnungen suchen und anmieten. Für die kurz- und mittelfristige Unterbringung kann man sich an den Infopoint des Vereins Volontarius (im Erstbetreuungszentrum) wenden.

In vielen Südtiroler Gemeinden stellen karitative Vereine bedürftigen Menschen Lebensmittel kostenlos oder kostengünstig zur Verfügung. Die jeweilige Aufenthaltsgemeinde kann den entsprechenden Kontakt weitervermitteln.

In der Quästur in Bozen. Sobald man in der Quästur um eine Aufenthaltsgenehmigung ansucht, wird dort auch eine Steuernummer erstellt. Diese braucht man unter anderem für die Beantragung des Südtirol Pass für die kostengünstige Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Quästur hat folgende Öffnungszeiten: von Montag bis Samstag von 08.30 bis 13.30 Uhr zur Abgabe der Anwesenheitserklärung oder zur Beantragung eines Termins zur Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis. Das Einwanderungsbüro ist unter 0471 947596 von Montag bis Freitag von 11.30 bis 13.30 Uhr erreichbar.

Ja, laut Art. 7 der Zivilschutzverordnung Nr. 872 vom 4. März 2022 können ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger unbefristet oder saisonal beschäftigt werden. Sie können auch selbstständige Tätigkeiten ausüben, sofern sie bei der zuständigen Quästur den Aufenthalt beantragt haben. Zudem gilt ab dem 05.04.2021, dass ukrainische Flüchtlinge, die bereits im Besitz des von der Quästur ausgestellten Formblattes mit Lichtbild sowie der Steuernummer sind, erwerbstätig sein dürfen.

In den territorial zuständigen Arbeitsvermittlungszentren (in Bozen, Meran, Brixen, Bruneck, Schlanders oder Neumarkt) erhalten die Interessierte Informationen über offene Arbeitsstellen. Auch auf der eJobBörse unter www.jobs.bz.it findet man unterschiedliche Arbeitsangebote.

Von staatlicher Seite wurde Ende März eine finanzielle Unterstützung beschlossen: Alle Flüchtlinge aus der Ukraine, die in den vergangenen Wochen das italienische Staatsgebiet erreicht haben und privat untergebracht sind, haben Anrecht auf einen monatlichen Beitrag in der Höhe von 300,00 Euro. Für Kinder/Minderjährige steht ein Beitrag von 150,00 Euro monatlich zu. Dieser Betrag geht direkt an die ukrainischen Flüchtlinge, und dient für die Befriedigung der Grundbedürfnisse und eventuell auch Aufenthaltsspesen (Kost und Logis). Die Leistung ist derzeit auf 3 Monate begrenzt.

Der Beitrag kann ausschließlich online beantragt werden: https://contributo-emergenzaucraina.protezionecivile.gov.it - die Webseite ist in italienischer, englischer und ukrainischer Sprache abrufbar.

Dafür benötigt werden die (provisorische oder definitive) italienische Steuernummer und die temporäre Aufenthaltsgenehmigung. Weitere Informationen zur Unterkunft (wo ist man untergebracht, seit wann und wie lange ist man dort untergebracht) müssen ebenfalls angegeben werden. Angegeben werden muss auch eine Handynummer und eine E-Mailadresse, an welche die Mitteilung über die Auszahlung des Beitrages zugeschickt wird. Diese Kontaktdaten müssen nicht zwingend vom Antragstellenden persönlich sein, sondern können auch jene von Bekannten bzw. Helfern sein.

Nachdem der Antrag ausgefüllt ist, erhält man eine Mitteilung von der staatlichen Behörde, die es für die Auszahlung des Beitrages braucht. Die Auszahlung des Beitrages erfolgt über die Postämter: Nachdem man eine SMS von Poste Italiane erhalten hat, erhält der/die Antragstellende bei Vorweisen dieser SMS, der Steuernummer und eines Ausweisdokuments (z.B. Reisepass) den Monatsbeitrag. Achtung: Der Beitrag muss persönlich von dem/der Antragstellenden abgeholt werden!

Weitere Informationen sind in Kürze auf den Webseiten der staatlichen Behörden abrufbar.

 

Flüchtlinge, die in öffentlichen Unterkünften (bzw. Wohnmöglichkeiten, die von öffentlicher Seite finanziert werden) untergebracht sind, können nicht um diesen Beitrag ansuchen. Flüchtlinge, die in CAS-Strukturen untergebracht sind, erhalten bereits einen Beitrag („Taschengeld“). Flüchtlinge, die in anderen öffentlichen Einrichtungen leben, werden dort mit Kost und Logis versorgt.

Sie haben grundsätzlich Anrecht auf eine Versorgung durch die Dienste des Südtiroler Sanitätsbetriebes. Bei Personen, die noch nicht im Landesgesundheitsdienst eingetragen sind, erfolgt die Versorgung aufgrund des STP-Kodex („stranieri temporaneamente presenti“), der vom Sanitätsbetrieb zugeteilt wird.

Im Willkommenszentrum steht zusätzlich ein mobiles medizinisches Zentrum allen Ankommenden kostenlos zur Verfügung. Dort kann zudem eine temporäre Gesundheitskarte aufgestellt werden.

Die Drive-In-Teststationen des Südtiroler Sanitätsbetriebes sind auch für Flüchtlinge zugänglich. Die Tests sind kostenlos und können ohne Voranmeldung gemacht werden. Dafür müssen der Personalausweis/Identitätsnachweis und die (italienische) Steuernummer oder der STP-Kodex mitgebracht werden. An diesen Standorten kann der Test gemacht werden:

  • Bozen (Parkplatz des Krankenhauses, Gebäude W): Antigen-Test von Montag bis Samstag 8.30 bis 9.30 Uhr, PCR-Test von 10.00 bis 11.30 Uhr
  • Meran (Kaserne Julia, Kasernenstraße 4): Antigen-Test und PCR-Test von Montag bis Freitag 8.30 bis 12.00 Uhr
  • Brixen (Parkplatz Diskotek Max, Fischzuchtweg 28): Antigen-Test von Montag bis Freitag 9.30 bis 11.30 Uhr, PCR-Test 7.30 bis 9.30 Uhr
  • Bruneck (Kaserne Enrico Federico, St. Lorenznerstraße 26): Antigen-Test und PCR-Test von Montag bis Freitag 7.30 bis 12 Uhr, ab 11. April neuer Zeitplan: Montag, Mittwoch und Freitag 7.30 bis 11.30 Uhr

Ja, die Lebenshilfe Südtirol bietet Unterstützung an. In einem ersten Beratungsgespräch wird die individuelle Situation besprochen. Nach Feststellung des Hilfebedarfs können dann die konkreten Unterstützungsmaßnahmen eingeleitet werden. Das Ziel ist es, den geflüchteten Menschen mit Behinderungen den Alltag in ihrer neuen Umgebung erträglicher zu gestalten und konkrete Hilfen für den Alltag bzw. zur Förderung der beeinträchtigten Menschen zur Verfügung zu stellen. Mehr Informationen dazu gibt es online unter www.lebenshilfe.it/142d2078.html

Flüchtlinge, die eine psychologische Begleitung benötigen, können sich an die jeweiligen Anlaufstellen in den Gesundheitsbezirken wenden:

  • Psychologischer Dienst MERAN, Rossinistraße 1, 39012 Meran, Tel.: 0473 251000
  • Psychologischer Dienst BRIXEN, Dantestraße 51, 39042 Brixen, Tel.: 0472 813100
  • Psychologischer Dienst BRUNECK, Andreas-Hofer-Straße 25, 39031 Bruneck, Tel.: 0474 586220
  • Psychologischer Dienst BOZEN, Galileo-Galilei-Straße 2/E, 39100 Bozen, Tel.: 0471 435001

 

Eine Übersicht über alle bestehenden Dienste gibt es auch auf der Internetseite www.dubistnichtallein.it (Webseite verfügbar in deutscher und italienischer Sprache).

Begleitangebote gibt es auch für ehrenamtliche und hauptamtliche Helferinnen und Helfer, die Flüchtlinge derzeit begleiten und unterstützen (Informationen dazu weiter unten).

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche haben das Recht und die Pflicht, die Schule zu besuchen, sobald sie sich dauerhaft in Italien aufhalten und über eine stabile Unterkunft verfügen.

Der Besuch des Kindergartens ist nicht verpflichtend. Voraussetzung für die Aufnahme in den Kindergarten ist der Nachweis der verpflichtenden Schutzimpfungen für Kinder sowie die Verfügbarkeit von Plätzen.

Für die Anmeldung in Schulen oder Kindergarten sind die Ausweispapiere und die Steuernummern der Erziehungsverantwortlichen und der anzumeldenden Kinder und Jugendlichen notwendig. Die Steuernummer und zusätzliche andere Unterlagen (z. B. letzte Abschlusszeugnisse, Wohnsitzbescheinigungen) können in einer Notfallsituation auch nachgereicht werden.

Im Kindergarten-, Grund- und Mittelschulbereich müssen Kinder und Jugendliche in der gebietsmäßig zuständigen Bildungseinrichtung angemeldet werden (Informationen dazu gibt es z.B. in der Gemeinde). Im Oberstufenbereich gilt grundsätzlich die freie Wahl der Schule.

Anlaufstellen für die Aufnahme von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in die Bildungsstrukturen sind die Sprachenzentren des Landes:

Bozen: Verena Debiasi, Verena.Debiasi@provinz.bz.it , 0471/417265 und Fabio Casati, Fabio.Casati@provincia.bz.it , 0471 41 72 68

Brixen: Klara Oberhollenzer, Klara.Oberhollenzer@provinz.bz.it , 0472/278221

Bruneck: Sabine Kurz, Sabine.Kurz@provinz.bz.it , 0474/530186

Meran: Irene Windegger, Irene.Windegger@schule.suedtirol.it , 0473/252207

Schlanders: Florian Leimgruber, Florian.Leimgruber2@provinz.bz.it , 0473/746474

Unterland: Emanuela Atz, Emanuela.Atz@provincia.bz.it , 0471/824166

Die Freie Universität Bozen unterstützt für geflüchtete Studierende und Forscherinnen und Forscher aus der Ukraine in besonderer Weise. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der Universität Bozen in deutscher, italienischer und englischer Sprache: www.unibz.it/de/applicants/international/stand-with-ukraine/

Aus der Ukraine stammende Staatsbürgerinnen und Staatsbürger (sowie Personen, die unmittelbar und infolge der aktuellen Ereignisse aus der Ukraine einreisen) können innerhalb von höchstens 5 Tagen ab Einreise die Züge kostenlos nutzen, um den ersten Bestimmungs- oder Aufnahmeort zu erreichen.

Nach der Anmeldung bei der Quästur erhalten sie eine Bescheinigung (z. B. Erklärung über die Anwesenheit auf Staatsgebiet, Antrag um befristete Aufenthaltsgenehmigung oder ähnliche Bescheinigung). Damit können für einen Zeitraum von maximal 30 Tagen ab der Registrierung die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos genutzt werden. Bei der Fahrkartenkontrolle ist die Bescheinigung der Quästur zusammen mit dem Personalausweis (oder Identitätsnachweis) vorzuweisen.

Um die öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol für einen längeren Zeitraum kostenlos zu nutzen, können Flüchtlinge aus der Ukraine einen elektronischen Fahrschein beantragen: Der SüdtirolPass für Erwachsene wird bis zum Erreichen von 2000 Fahrtkilometern kostenlos zur Verfügung gestellt, die kostenlosen abo+ für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren können bis zum 15. September 2022 genutzt werden. Weitere Informationen, auch in ukrainischer und englischer Sprache, sowie das Web-Formular für die Beantragung des Südtirol Pass und abo+ gibt es hier: https://www.suedtirolmobil.info/de/news/details/ukraine

Im Jahr 2021 meldete die Ukraine Rabies Bulletin Europe 132 Fälle bei wildlebenden Säugetieren (davon 121 bei Rotfuchs) und 265 Fälle bei Haustieren (davon 109 bei Hunden und 130 bei Katzen). Dies bedeutet, dass die Tollwut, eine Krankheit, die nur vorbeugend behandelt werden kann, ansonsten jedoch tödlich und ohne Heilung ist, im gesamten ukrainischen Staatsgebiet weit verbreitet ist und dort ein ernstes Problem darstellt. Um die Ausbreitung der Krankheit in Ländern zu verhindern, in denen sie seit Jahrzehnten nicht mehr auftritt, hat das Gesundheitsministerium Hinweise zur Einführung von Haustieren von ukrainischen Flüchtlingen herausgegeben.

Alle von ukrainischen Flüchtlinge mitgebrachten Haustiere müssen dem Veterinärdienst des Gesundheitsunternehmens oder telefonisch (0471 435730) oder bevorzugt per E-Mail für Bozen an vet@sabes.it, für Brixen an vetbx@sabes.it gemeldet werden, für Bruneck an vetbk@sabes.it und für Meran an vetme@sabes.it. Anschließend werden die Besitzer kontaktiert, um die Tiere einer eventuellen Identifizierung, Impfung, Antikörperbehandlung und eventuellen Quarantäne zu unterziehen. Bis zu diesen Untersuchungen ist es notwendig, diese Tiere möglichst isoliert von Menschen und anderen Tieren zu halten und mit Leine und Maulkorb zu führen. Wir bitten alle Beteiligten um Zusammenarbeit, um diese Tiere aufnehmen zu können, ohne die Gesundheit von Mensch und Tier zu gefährden.

Ukrainische Bürgerinnen und Bürger, die einen kostenlosen Deutsch- oder Italienischkurs besuchen möchten, können sich an die folgenden Sprachanbieter wenden:

Deutsch- und Italienischkurse

alpha beta Piccadilly - Tel. 0471 978600

Azb cooperform - Tel. 0471 970954

Italienischkurse

Centro Studi e Ricerche “A. Palladio” - Tel. 0471 933108

Voltaire European Education Centre - Tel. 0471 288003

Learning Centre - Tel. 0471 279744

 

Autonomes Sprachenlernen

Wer hingegen die Sprachen autonom erlernen oder vertiefen möchte, erhält auf der Sprachenwebsite des Landes Informationen.

Auf dem Gelände des Bahnhofs Bozen Süd in einem der Messe vorgelagerten Gebäude.

Das Betreuungszentrum ist jeden Tag von 9.00 bis 16.00 Uhr zugänglich.

Das Erstbetreuungszentrum ist eine Anlaufstelle für jene Flüchtlinge, die neu in Südtirol ankommen und Informationen zu Aufenthalt usw. benötigen.

Im geräumigen und hellen Willkommenszentrum stehen sanitäre Anlagen, Ruhemöglichkeiten (Notbetten) und eine Rasenfläche zur Verfügung.

Dort werden auch Abstriche zur Vorbeugung der Verbreitung des Coronavirus vorgenommen sowie notwendige medizinische Hilfeleistungen, warme Getränke und Imbisse angeboten. Von der Erstversorgungseinrichtung werden die Flüchtlinge bei Bedarf und auf Antrag in die Aufnahmeeinrichtungen (Centri di accoglienza straordinaria CAS) weitervermittelt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der von der Landesabteilung Soziales und der Agentur für Bevölkerungsschutz beauftragten Organisationen (Volontarius, Weißes und Rotes Kreuz), des Südtiroler Sanitätsbetriebes und der Quästur beantworten Fragen und geben Informationen.

Das Willkommenszentrum dient für die ersten Registrierungs- und Beratungstätigkeiten. Es bietet Ruhemöglichkeiten und auch kurzfristige Übernachtungsmöglichkeiten. Die weitere Aufnahme findet entweder privat oder, auf Antrag der Betroffenen, in eigenen Aufnahmezentren statt, die im Rahmen der staatlichen Programme geführt werden (CAS/SAI).

Nein, der Infopoint des Vereins Volontarius in der Raiffeisenstraße in Bozen und der Infopoint des Erstbetreuungszentrums in Bozen Süd sind verpflichtet, ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger an das Einwanderungsbüro der Quästur und der Polizeikommissariate zu verweisen.

Die Aufnahme in ein Aufnahmezentrum (CAS) erfolgt bei Bedarf, also wenn es keine andere (private) Unterbringungsmöglichkeit gibt und/oder auf Antrag der betroffenen Person. Es ist nicht möglich, das Aufnahmezentrum bzw. den Aufenthaltsort auszuwählen.

Wenn die Aufnahme in eine öffentliche Einrichtung ohne triftigen, schwerwiegenden Grund abgelehnt wird, muss dafür eine Verzichtserklärung unterschrieben und innerhalb von 6 Tagen autonom eine Unterkunft gesucht werden.

Die Aufnahmezentren werden von den Vereinen Volontarius, Rotes Kreuz und Caritas im Auftrag des Landes und aufgrund einer Vereinbarung des Landes mit dem Regierungskommissariat für die Provinz Bozen geführt.

Informationen für alle, die Flüchtlinge aus der Ukraine unterstützen möchten

Auch in Südtirol ist die Hilfsbereitschaft unter der Bevölkerung sehr groß. Jede und jeder, der helfen möchte, kann dies auf unterschiedliche Weise tun.

Wer ukrainische Flüchtlinge/Familien auf privater und freiwilliger Basis, d.h. in der eigenen Wohnung oder in einer zur Verfügung stehenden Wohnmöglichkeit, aufnehmen und versorgen möchte, kann dies seiner Wohnortgemeinde, der Bezirksgemeinschaft oder der Landesabteilung Soziales (per Mail an fluechtlinge.profughi@provinz.bz.it, dabei bitte das ausgefüllte Formular Private Aufnahmemöglichkeit“ mitschicken) mitteilen.

Grundsätzlich gilt für Flüchtlinge aus der Ukraine Bewegungsfreiheit, sie können daher bei Verwandten, Bekannten oder auf Initiative von Privatpersonen unterkommen. Bis auf die Pflichten in Hinblick auf Registrierung und Covid-Epidemie (siehe weiter oben) gibt es dafür keine besonderen Formalitäten. Für diese Form der Aufnahme gibt es keine öffentliche Vergütung, aber der vom Staat an die ukrainischen Flüchtlinge ausbezahlte Beitrag (siehe Punkt „finanzielle Unterstützung), kann auch für eine Beteiligung an den von der aufnehmenden Familie getragene Kosten (Kost und Logis) verwendet werden.

Wenn Bürgerinnen und Bürger aus der Ukraine in Beherbergungsbetrieben untergebracht sind, sind diese laut Verordnung Nr. 8 vom 11.03.2022 von der Gemeindeaufenthaltsabgabe befreit

Privatpersonen, Organisationen, Betriebe usw. können der Landesverwaltung und den Gemeinden Immobilien für die Aufnahme von Flüchtlingen melden. Unentgeltliche Angebote werden bevorzugt behandelt. Je nach Eigenschaften der Immobilien können diese entweder für die Errichtung von CAS-Diensten verwendet werden (größere Immobilien, ab ca. 25 Plätze) oder für das SAI (Sistema Accoglienza e Integrazione), welche über Gemeinden und Bezirksgemeinschaften läuft (Wohnungen, kleinere Immobilien), in Betracht gezogen werden.

  • Angebot von größeren Immobilien (ab 25 Plätzen): Wer dem Land Südtirol größere Immobilien als künftige CAS-Struktur zur Verfügung stellen möchte, schickt dafür bitte das ausgefüllte Formular „Angebot CAS“ an die E-Mailadresse fluechtlinge.profughi@provinz.bz.it. Falls die Immobilie als CAS geeignet ist, wird das Angebot in eine Liste aufgenommen, die alle eingegangenen Angebote erfasst. Sobald Bedarf besteht, werden Sie direkt unter der von Ihnen angegebenen Handynummer von der Landesabteilung Soziales kontaktiert. Danach erfolgt die Zurverfügungstellung an das Land, das die Einrichtung schließlich an einen privaten Träger zur Führung übergibt.
  • Angebot für Unterkünfte mit weniger als 25 Plätzen: Immobilien mit diesen Eigenschaften können vom Land nicht als CAS verwendet werden, sie werden aber für eine allfällige Verwendung durch Gemeinden und andere Körperschaften erhoben. Die Mitteilung über mögliche Wohnmöglichkeiten kann an die Mailadresse fluechtlinge.profughi@provinz.bz.it übermittelt werden und sollte auch direkt bei der eigenen Wohnortgemeinde und/oder bei der Bezirksgemeinschaft deponiert werden. Um die Angebote optimal einsetzen zu können ersuchen wir Sie das Formular „Private Aufnahmemöglichkeiten“ vollständig auszufüllen. Das Angebot wird in eine Liste aufgenommen, die alle eingegangenen Angebote erfasst. Sobald Bedarf besteht, werden Sie direkt unter der von Ihnen angegebenen Handynummer kontaktiert

Wenn Bürgerinnen und Bürger aus der Ukraine in Beherbergungsbetrieben untergebracht sind, sind diese laut Verordnung Nr. 8 vom 11.03.2022 von der Gemeindeaufenthaltsabgabe befreit

 

Ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sind derzeit von den Bestimmungen für Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürger im Hinblick auf Arbeitsgenehmigungen ausgenommen. Der Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung berechtigt zur Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses. Derzeit ist die Dauer der Aufenthaltsgenehmigung auf ein Jahr befristet. Es gelten die allgemeinen Anmeldmodalitäten mittels ProNotel2.

Ja. Interessierte können zur Mitteilung der Tätigkeiten, die man ehrenamtlich erbringen möchte, das ausgefüllte Formular „Private Dienstleistungen“ an die Abteilung Soziales (Email: fluechtlinge.profughi@provinz.bz.it) schicken.

Interessierte Freiwillige können sich auch direkt an die Betreiber der Aufnahmezentren (Verein Volontarius, Rotes Kreuz, Caritas) in den jeweiligen Gemeinden wenden.

Die jeweiligen Angebote können direkt an folgende E-Mail- Adresse/n gesendet werden:

Italienisches Rotes Kreuz: altoadige@cri.it

Caritas: info@caritas.bz.it

Volontarius: Info@volontarius.it

In Anbetracht der großen Anzahl der Kriegsflüchtlinge empfehlen die meisten erfahrenen Organisationen als wichtigste und erste Maßnahme eine psychologische Begleitung der professionellen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Durch eine kompetente psychosoziale Unterstützung können sie viel zur psychischen Stabilisierung, zur Linderung von Belastungen und damit zur Vermeidung von Folgeproblemen beitragen.

Dieser Empfehlung folgend bieten die Psychologischen Dienste:

  • Mitarbeit in Krisenstäben und kommunalen Netzwerken
  • Telefonische und persönliche Fachberatung für Verantwortliche von Aufnahmestrukturen bzw. Privatpersonen, die Wohnmöglichkeiten zur Verfügung stellen
  • Kurzweiterbildungen mit Informations- und Methodenvermittlung für professionelle und ehrenamtliche Helfende, Lehrerpersonen, Sprachmittlerinnen und Sprachmittler sowie Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter
  • Punktuelle Supervision und Beratung für professionelle und ehrenamtliche Helfende
  • Stabilisierung, Beratung, psychotherapeutische Interventionen im Rahmen des institutionellen Versorgungsauftrags.

Eine allgemeine Handreichung zur psychischen Ersten Hilfe ist vom Österreichischen Weißen Kreuz erarbeitet worden und ist online abrufbar.

 

Jede und jeder, der oder die eine psychologische Begleitung benötigt, kann sich an die jeweiligen Anlaufstellen in den Gesundheitsbezirken wenden:

  • Psychologischer Dienst MERAN, Rossinistraße 1, 39012 Meran, Tel.: 0473 251000
  • Psychologischer Dienst BRIXEN, Dantestraße 51, 39042 Brixen, Tel.: 0472 813100
  • Psychologischer Dienst BRUNECK, Andreas-Hofer-Straße 25, 39031 Bruneck, Tel.: 0474 586220
  • Psychologischer Dienst BOZEN, Galileo-Galilei-Straße 2/E, 39100 Bozen, Tel.: 0471 435001

Eine Übersicht über alle bestehenden Dienste gibt es auch auf der Internetseite www.dubistnichtallein.it

Geldspenden sind an unterschiedliche seriöse Vereinigungen möglich. Der Dachverband für Soziales hat eine Liste von anerkannten Organisationen erstellt, welche gespendete Geldmittel zuverlässig für die Nothilfe und für eine langfristige Unterstützung der Menschen im Kriegsgebiet verwenden. Eine detaillierte Liste ist abrufbar unter https://www.spenden.bz.it/

Sachspenden werden derzeit vor allem über lokale Aktionen gesammelt.

Zivilschutz-Chef Curcio in Bozen: Gute Zusammenarbeit fortführen

Der Leiter des staatlichen Zivilschutzressorts Curcio hat heute (5. Mai) an einer Sitzung des Landeskomitees teilgenommen und das Erstaufnahmezentrum für Ukraine-Flüchtlinge in Bozen besichtigt.

Die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine liegt laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR seit Kriegsbeginn bei 5,707 Millionen Menschen. 107.380 Flüchtlinge aus der Ukraine wurden laut Innenministerium bis jetzt in Italien registriert: 55.713 Frauen, 37.570 Minderjährige, 14.097 Männer, die als Hauptziele weiterhin Mailand, Rom, Neapel und Bologna angeben.

"Aktuell ist die Lage in Südtirol ruhig und die Vorbereitungen für möglicherweise auch größere Fluchtbewegungen aus der Ukraine sind getroffen. Bleibt die Hoffnung, dass dieser Ernstfall nicht eintritt, der selbst bei bester Vorbereitung eine enorme Herausforderung bedeuten würde", unterstrich Landeshauptmann Arno Kompatscher im Rahmen der Sitzung des Landeskomitees für die Koordinierung der Betreuungs- und der Fürsorgetätigkeiten für die aus der Ukraine kommenden Bürgerinnen und Bürger. Er dankte dem staatlichen Zivilschutzchef Fabrizio Curcio für seinen Einsatz und Besuch. Die Zusammenarbeit mit den zuständigen staatlichen Stellen sei eine gute, der direkte Draht habe sich vor allem in den Zeiten des Notstands bewährt, hob der Landeshauptmann hervor. 

Teilnahme an der Sitzung des Landeskomitees für Koordinierung der Fürsorgetätigkeiten

Der Delegation aus Rom gehörten neben dem Leiter des staatlichen Zivilschutzressorts Curcio der Chefsekretär des Ressorts Riccardo Ammoscato und des Leiters des Rechtsamtes Roberto Giarola sowie der Leiter des Presseamtes des staatlichen Zivilschutzressorts Pierfrancesco Demilito an. An der Sitzung nahm zudem Präfektin Francesca Ferrandino als Ressortleiterin im Innenministerium zuständig für ausländische unbegleitete Minderjährige via Videokonferenz teil. Umfassender Schutz für unbegleitete Minderjährige sei unabdingbar, wies Curcio hin. Dieser Notstand wegen des Ukraine Krieges sei der zweite globale Notstand nach der Corona-Pandemie, er müsse jedoch anders gehandhabt werden, auch als andere Flüchtlingssituationen, suchten nun doch überwiegend ältere Menschen, Frauen und Kinder Schutz vor den Kriegshandlungen. Man habe bei der Erstellung der digitalen Plattform zur Beantragung der staatlichen finanziellen Unterstützungsleistung auf eine möglichst einfache Handhabung geachtet, sowohl was den Antrag, als auch was die Auszahlung betrifft. 

Alle Flüchtlinge aus der Ukraine, die in den vergangenen Wochen das italienische Staatsgebiet erreicht haben und privat untergebracht sind, haben Anrecht auf einen monatlichen Beitrag in der Höhe von 300 Euro. Für Kinder/Minderjährige steht ein Beitrag von 150 Euro monatlich zu. Dieser Betrag geht direkt an die ukrainischen Flüchtlinge, und dient für die Befriedigung der Grundbedürfnisse und eventuell auch Aufenthaltsspesen (Kost und Logis). Die Leistung ist derzeit auf drei Monate begrenzt. Der Beitrag kann ausschließlich online beantragt werden: https://contributo-emergenzaucraina.protezionecivile.gov.it. Die Auszahlung des Beitrages erfolgt über die Postämter.  

Dem Landeskomitee gehören neben Landeshauptmann Kompatscher auch Soziallandesrätin Waltraud Deeg und Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler an sowie Regierungskommissär Vito Cusumano und Präfektstellvertreterin Margherita Toth sowie Quästor Giancarlo Pallini, der Generalsekretär des Landes Eros Magnago, Bevölkerungsschutzagenturdirektor Klaus Unterweger, der Direktor des Ressorts Soziales Luca Critelli der Präsident des Gemeindenverbandes Andreas Schatzer, der stellvertretende Sanitätsdirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Pierpaolo Bertoli, heute vertreten durch Maria Grazia Zuccaro, der Hauptschulamtsleiter der Schulen mit italienischer Unterrichtssprache Vincenzo Gullotta, die Schulamtsleiterin der Schulen mit deutscher Unterrichtssprache Sigrun Falkensteiner, heute vertreten durch Christian Walcher, und die Schulamtsleiterin für die ladinischen Schulen Edith Ploner.

Lokalaugenschein im Erstaufnahmezentrum in Bozen Süd

Mit Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler und dem Ressortdirektor und Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger, Regierungskommissär  Vito Cusumano und Quästor Giancarlo Pallini hat sich der Leiter des staatlichen Zivilschutzressorts Fabrizio Curcio heute (5. Mai)  einen Überblick und einen Eindruck von der Arbeit und dem Einsatz für jene Menschen verschafft, die seit Beginn des Krieges in der Ukraine ihr Land verlassen mussten und Aufnahme in verschiedenen Ländern fanden. In Südtirol wurden bisher rund 1700 Ukraine-Flüchtlinge registriert.

"Wir pflegen eine sehr intensive und gute Zusammenarbeit mit dem staatlichen Zivilschutzressort und dessen Leiter Fabrizio Curcio. Es freut mich deshalb ganz besonders, dass er sich die Zeit genommen hat, sich ein Bild vor Ort zu machen. Bei dieser Gelegenheit hat er uns außerdem von der nationalen und internationalen Situation berichtet sowie über die Überlegungen zur weiteren Vorgehensweise informiert", betont Landesrat Schuler, der in diesem Zusammenhang auch allen Freiwilligen dankt, die in der Flüchtlingsaufnahme tätig sind.

Das Erstaufnahmezentrum in Bozen-Süd hat am 10. März seine Tore geöffnet, wie Koordinator Matteo Vischi von der Agentur für Bevölkerungsschutz beim Rundgang berichtete. Nach einem großen Andrang in der ersten Zeit liegt die Zahl der Hilfesuchenden derzeit bei rund zehn Personen täglich.

1737 ukrainische Flüchtlinge bisher in Südtirol registriert

1737 Registrierungen von Bürgerinnen und Bürgern aus der Ukraine wurden bisher in Südtirol vorgenommen, davon sind 932 Erwachsene und 805 Minderjährigen, und von diesen 36 nicht begleitete Minderjährige. Ein Großteil dieser Ukraine-Flüchtlinge verfügt über eine autonome Unterbringungsmöglichkeit. 164 Personen wurden direkt vom Erstaufnahmezentrum an Familien vermittelt, die beim Land ihre Bereitschaft zur Aufnahme gemeldet haben.

105 Personen sind vorübergehend in Herbergen, Hotels oder Heimen in Bozen, Meran oder Brixen untergebracht. In den vergangenen Wochen hat die Anzahl der Ankünfte abgenommen. Rund 70 Personen haben die vorübergehenden Unterkünfte in der Zwischenzeit verlassen und sind in einer privat zur Verfügung gestellten Wohnung untergebracht oder haben Südtirol bereits wieder verlassen.

In den Zentren für außerordentliche Aufnahmen (Centri di accoglienza straordinaria CAS) in Lana und Sarns wohnen derzeit 60 Ukraine-Flüchtlinge; das Zentrum in Barbian ist in Kürze mit 30 Plätzen verfügbar; weitere Plätze können demnächst in Lana und Brixen zur Verfügung gestellt werden. In diesen Zentren werden vor allem Personen aufgenommen, die derzeit in den Übergangseinrichtungen wohnen oder ihre von Privaten zur Verfügung gestellten Unterkünfte verlassen müssen. "Zahlreiche ehren- und hauptamtlich Menschen tragen wesentlich dazu bei, den geflohenen Kindern, Jugendlichen und Frauen eine zeitweilige Heimat zu bieten. Dieses soziale Engagement in den öffentlichen Unterkünften, aber auch von privater Seite sind ein großer gesellschaftlicher Mehrwert", hebt Soziallandesrätin Waltraud Deeg hervor. Das Land habe sich bereits Ende Februar aktiviert, um die zur Verfügung stehenden Unterkunftsmöglichkeiten zu erheben, weitere Unterkünfte anzupassen und für eine entsprechende Begleitung und Betreuung zu sorgen. 

Zentrales Informationselement für Ukraine-Flüchtlinge ist eine eigens eingerichtete Website, die unter www.provinz.bz.it/ukraine-hilfe, unter www.provincia.bz.it/aiuti-ucraina sowie www.provinz.bz.it/help-ukraine abrufbar ist und laufend aktualisiert wird.

LInk zu den Audio- und Videodateien: https://we.tl/t-qWTRzmLqss



Link zur Originalaussendung mit den eventuellen dazugehörigen Fotos, Videos und Dokumenten

LPA/mac/ck