Gendermedizin

Die Gendermedizin untersucht wissenschaftliche Erkenntnisse daraufhin, ob sie für Frauen und Männer in gleicher Weise zutreffen.

Frauen und Männer unterscheiden sich nicht nur biologisch voneinander, sie sind auch unterschiedlichen psychosozialen Belastungen ausgesetzt. Daraus folgen andere gesundheitliche Bedürfnisse, die in der Versorgung berücksichtigt werden müssen. Um Frauen und Männern eine bestmögliche Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, ist es wichtig, das komplexe Zusammenspiel von Umwelt, Biologie und psychosozialen Faktoren zu erforschen, zu erkennen und in der alltäglichen Praxis als Wissenshintergrund zu integrieren.

Aufgabe des Amtes für Gesundheitsordnung ist es, die Gendermedizin über gezielte Weiterbildungsmaßnahmen einzubringen und sowohl Fachkräfte, als auch die Bevölkerung für diesen Bereich der Medizin zu sensibilisieren. Dadurch soll einerseits in Prävention, Diagnose, Therapie und Rehabilitation noch angemessener gehandelt werden und andererseits das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass die Geschlechtszugehörigkeit bei Frauen und Männern unterschiedliche Symptome und Krankheitsverläufe bei gleicher Pathologie hervorrufen kann,.

Diese Unterschiede nicht zu kennen, kann fatale Folgen haben, wie zum Beispiel im Falle eines Herzinfarkts. Herzkreislauferkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen und Männern. Doch Frauen, die einen Herzinfarkt erleiden, sterben häufiger daran, weil er sich mit anderen Symptomen äußert als bei Männern und der Infarkt oft nicht rechtzeitig erkannt wird.

Die Kampagne Herzinfarkt – Jede Minute zählt!  klärt über die unterschiedlichen Symptome bei Frauen und Männern auf, denn frühes Erkennen kann im Notfall Leben retten.

Gesetzliche Grundlagen

Einige Weiterbildungsinitiativen finden Sie in Form von "e-learning" auf der Seite www.vmb.bz.it. (Externer Link)

Zuständige Sachbearbeiterin

Irene Unterhofer
Tel. 0471 418156
E-Mail: irene.unterhofer@provinz.bz.it