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Berechnung GIS

Dazu sind zwei Parameter notwendig nämlich die BESTEUERUNGSGRUNDLAGE und die STEUERSÄTZE.

BESTEUERUNGSGRUNDLAGE

  • Für Gebäude, die im Kataster eingetragen sind, gilt der KATASTERWERT als Besteuerungsgrundlage;
  • Für die Baugründe ergibt sich der Wert aus dem üblichen MARKTWERT;
  • Bei Bau-, Wiederaufbau- oder Wiedergewinnungsarbeiten wird der BAUGRUND gerechnet;
  • Für denkmalgeschützte Gebäude und unbenutzbare oder unbewohnbare Wohneinheiten ist die Besteuerungsgrundlage um 50% herabgesetzt (Gemeinden haben bzgl. denkmalgeschützter Gebäude auch Verordnungsgewalt);


Der Katasterwert wird auf den Katasterauszügen zusätzlich zum Katasterertrag angegeben. Sollte dies nicht der Fall sein ist, um den KATASTERWERT zu erhalten, der Katasterertrag mit folgenden Multiplikatoren zu multiplizieren:

 

KATASTERWERT
168

für Gebäude, in Katastergruppe A (ausgenommen Katasterkategorie A/10);

für Gebäude, in Katasterkategorien C/2, C/6, C/7 (=Zubehör);

147

für Gebäude, in Katastergruppe B,

für Gebäude, in Katasterkategorien C/3, C/4 und C5;

84 für Gebäude, in Katasterkategorien A/10 und D/5;
68,25 für Gebäude, in Katastergruppe D (ausgenommen Katasterkategorie D/5);
57,75 für Gebäude, in Katasterkategorie C/1.

  

  

  

  

  

 

 

 

STEUERSÄTZE
0,76% 

ordentlicher Steuersatz:

Gemeinden können diesen um bis zu 0,5 Prozentpunkte erhöhen oder herabsetzen:

0,4% Hauptwohnung samt Zubehör in Katasterkategorien C/2, C/6, C/7, davon höchstens 3 Zubehöreinheiten, davon höchstens 2 derselben Kategorie
0,56%

Gebäude in:

  • Katasterkategorie A/11 (=Schutzhütten);
  • Katasterkategorie C/1 (=Geschäfte);
  • Katasterkategorie C/3 (=Handwerkerlaboratorium);
  • Katastergruppe D (davon ausgenommen Katasterkategorie D/5);
  • Wohnungen in Katasterkatergategorie A welche als gasthofähnliche und nicht gasthofähnliche Beherbergungsbetriebe gem. LG Nr. 58/1988 verwendet werden;

Gemeinden können diesen Steuersatz auf den Mindeststeuersatz von 0,1% herabsetzen;

0,2%
  • Ferienzimmer und Ferienwohnungen gem. LG Nr. 12/1995 samt Zubehör*) in Katasterkategorien C/2, C/6, C/7;
  • Urlaub auf dem Bauernhof gem. LG Nr. 7/2008 samt Zubehör*) in Katasterkategorien C/2, C/6, C/7,

*) davon höchstens 3 Zubehöreinheiten, davon höchstens 2 derselben Kategorie

Gemeinden können für die Anwendung dieses Steuersatzes Kriterien beschließen;
Gemeinden können diesen Steuersatz um maximal 0,1 Prozentpunkte erhöhen;
Beschränkt auf FerienzimmerFe und Ferienwohnungen gem. LG Nr. 12/1995 können stark entwickelte touristische Gemeinden(=DLH Nr. 55/2007) diesen Steuersatz auch um maximal 0,36% erhöhen;

0,2%

Für landwirtschaftlich zweckgebundenen Gebäude:

  • Wohnung für Arbeitnehmer von land- und forstwirschaftliche Tätigkeiten(falls Tätigkeit mehr als 100 Tage/Jahr);
  • Nutzung als Büro des landwirtschaftlichen Betriebs;
  • für die Bearbeitung, Verarbeitung, Konservierung, Aufwertung oder Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte der Bereiche Obst und Gemüse, Weinbau und Molkerei seitens der Genossenschaften und ihren Konsortien und seitens landwirtschaflticher Gesellschaften;
0,2%
  • Gleichgestellte Schulen gemäß LG Nr. 12/2000, Art. 20/bis;
  • nicht gewerbliche Körperschaften gem. DPR Nr. 917/1986, Art. 73 Abs. 1 Buchst. c);
  • nicht gewinnorientierte, gemeinnützige Organisationen (ONLUS) gem. D.Lgs. Nr. 460/1997, Art. 10.

  Die Gemeinden können in drei weiteren Fällen herabgesetzte Steuersätze (im Ausmaß von bis zu 0,5 %, ausgehend vom ordentlichen Steuersatz von 0,76 %)  beschließen:

  • vermietete Wohnungen samt Zubehör*) sofern der Mieter in diesen den Wohnsitz und den ständigen Aufenthalt hat;
  •  Wohnungen samt Zubehör*) zur unentgeltlichen Nutzung an Verwandte jeglichen Grades in gerader Linie und bis zum 2. Grad in der Seitenlinie sofern diese in diesen den Wohnsitz und den ständigen Aufenthalt haben;
  • für nur 1 Wohnung samt Zubehör*) von A.I.R.E.-Bürgern der Gemeinde falls nicht vermietet.


    *) in Katasterkategorien C/2, C/6, C/7 - davon höchstens 3 Zubehöreinheiten, davon höchstens 2 derselben Kategorie

 

Zusammenfassung des Berechungs-Modus und Rechenbeispiel für Hauptwohnung

 

KATASTERWERT oder  MARKTWERT oder BAUGRUND             wird mit              STEUERSATZ multipliziert.

 

RECHENBEISPIEL FÜR HAUPTWOHNUNG IN DER GEMEINDE ALDEIN

Wohneinheit: Katasterwert 112.000 x Steuersatz 0,4 % = GIS 448,00 Euro

Zubehör: 1 Garage mit Katasterwert 12.000 x Steuersatz 0,4 % = GIS 48,00 Euro

Insgesamt GIS Wohneinheit + Garage: 496,00 Euro

minus Abzug Freibetrag laut Tabelle A GIS-Gesetz:  496,00 - 433,04 = 62,96 Euro

minus zusätzlicher Freibetrag für 3. Minderjährige: 62,96 - 50,00 = 12,96 Euro

Insgesamt geschuldete GIS: 12,96 Euro


Einzahlung der GIS

  • GIS wird für Kalenderjahre im Verhältnis zum Anteil und für die Anzahl der Monate des Jahres geschuldet (der Besitz der Immobilie über mindestens 15 Tage wird als ganzer Monat gerechnet);
  • Die Einzahlung erfolgt in zwei Raten, die erste mit Fälligkeit am 16. Juni im Ausmaß der für das erste Halbjahr geschuldeten GIS und die zweite mit Fälligkeit am 16. Dezember als Saldozahlung für die für das ganze Jahr geschuldeten GIS (GIS kann auch am 16. Juni in einmaliger Zahlung für das ganze Jahr überwiesen werden – bzw. die Gemeinde kann mit Verordnung die einmalige Zahlung auch auf den 16. Dezember festlegen);
  • Einzahlung erfolgt mit dem Vordruck F24;
  • Beläuft sich die jährliche Steuer auf einen Betrag von € 10 oder weniger ist keine Einzahlung erforderlich;



Zusammenfassendes Faltblatt

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(Letzte Aktualisierung: 03.12.2014)