Unbewegliche Güter

 

Unbewegliche Güter (Liegenschaften) im Eigentum der öffentlichen Verwaltung werden in drei Kategorien unterteilt:

  1. Das öffentliche Gut: Dazu gehören alle Güter laut Art. 822 ZGB, insbesondere Seen, Flüsse, Straßen, Autobahnen, Eisenbahnen, Flugplätze, archäologische Funde, historische Sammlungen u.a..
  2. Das unverfügbare Vermögen: dazu zählen die Forste, die Bergwerke, Steinbrüche, Torflager, archäologische Funde von Sachen, welche unter der Erdoberfläche aufgefunden wurden, die zum Sitz öffentlicher Ämter bestimmten Gebäude und die anderen für einen öffentlichen Dienst bestimmten Sachen, wie z. B. Schulen, Forststationen und Schutzhütten.
  3. Das verfügbare Vermögen: alle übrigen Güter, die nicht zu einem öffentlichen Dienst bestimmt und somit veräußerbar sind.

Für die Vermögensgüter werden alle damit zusammenhängenden Verträge vom Vermögensamt ausgearbeitet. Hingegen sind für die Liegenschaften des Öffentlichen Gutes die jeweiligen Sonderabteilungen - bzw. Agenturen (Forstdomänenverwaltung, Wildbachverbauung…) des Landes zuständig.

 

Verzeichnisse

Liegenschaften von historischer Bedeutung

1. Schlösser und Festungen:

  • Schloss Tirol
  • Schloss Feldthurns
  • Ruinen Ober - und Untermontani
  • Schlandersburg
  • Schloss Kastelbell
  • Schloss Sigmundskron
  • Schloss Thurn
  • Schloss Tirol
  • Schloss Trauttmansdorff
  • Fürstenburg
  • Festung Franzenfeste

Diese Liegenschaften werden unterschiedlich genutzt, sei es als Museum, Öffentliche Gartenanlagen oder Fortbildungsstätte.

 

 

      Schutzhütten

      Mit einer Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut, wurde die Übertragung von über zwanzig Schutzhütten an das Land Südtirol verfügt. Davon werden heute 26 als solche verwendet und vom Land verwaltet. Diese Schutzhütten wurden ursprünglich vom österreichischen und deutschen Alpenverein erbaut und nach dem ersten Weltkrieg vom italienischen Staat enteignet. Auf diesen historischen Ursprung sind die zahlreichen Namen der Schutzhütten, welche sich auf deutsche und später auf italienische Städte bzw. Persönlichkeiten beziehen, zurückzuführen.

      Bunker – Das Projekt

      Auf der Grundlage der Durchführungsbestimmung GvD 495/1998 wurden dem Land vom Staat zirka 2.500 Grund- und Bauparzellen übertragen, damit auch eine für die Vermögensverwaltung neue Kategorie von Immobilien: ehemalige Bunker und Verteidigungsanlagen. Nicht wenige dieser Anlagen sind von historischer und architektonischer Bedeutung. Über zwanzig Bunker und Anlagen wurden daher für eine kulturelle, didaktische und touristische Verwendung ausgewählt. In einer ersten Phase werden die Anlagen und Bunker, die für spätere Generationen erhalten bleiben sollen, in einer Studie des Landes Südtirol (Verlag: Athesia) eingehend beschrieben und veröffentlicht. Die zweite Phase sieht die Öffnung von Schaubunkern vor. Davon wurden bereits der Bunker Nr. 3 bei Franzensfeste und der Etschquellenbunker am Reschen realisiert. Ziel soll es sein, auch weitere Bunker der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

      Projekt Itinera - Militärstraßen

      Das Land hat 1998 neben einer ganzen Reihe von Militärarealen und Bunkern auch zahlreiche ehemalige Militärstraßen, Maultierpfade und Wege mit einer Gesamtlänge von rund 240 Kilometern vom Staat übernommen. Das zweite Buchprojekt "Itinera", welches von dieser Abteilung erarbeitet wurde, bildet einen wesentlichen Meilenstein in der Erhebung dieser Liegenschaften. In diesem Buch werden die Geschichte der Militärstraßen in Südtirol geschildert, deren Entstehung nachgezeichnet und die technischen Eigenheiten beschrieben. Detailliert eingegangen wird zudem auf fünf besondere Straßen: jene von Arlund nach Plamort im oberen Vinschgau, von Brennerbad auf die Wechselalm, von Toblach aufs Marchkinkele, von St. Leonhard aufs Timmelsjoch sowie von Sterzing aufs Pfitscher Joch.

      Die Franzensfeste

      Die Franzensfeste ist eine österreich-ungarische Festung, welche sich im Eisacktal südlich von Franzensfeste auf einer Höhe von 750 m erhebt. Die Festung gehört zum großen System der österreichischen Festungen an der Grenze zu Italien und wurde zwischen 1833 und 1838 von Kaiser Ferdinand I. errichtet. Der Name "Franzensfeste" bezieht sich auf den Kaiser Franz I. von Österreich, den Herrscher zur Zeit der Projektierung der Festung.

      Die Franzensfeste wurde im Dezember 2013 vom italienischen Staat an das Land Südtirol übertragen.