Landesamt tätigt archäologische Sondierungen am Galgenbichl in Olang
Im Vorfeld der Bauarbeiten zur neuen Einfahrt ins Antholzertal nimmt Landesamt archäologische Sondierungen vor – Mauerreste nachgewiesen, Bruchstücke eisenzeitlicher Keramikgefäße gefunden
OLANG (LPA). Die neue Einfahrt von Olang nach Antholz betrifft auch einen Teil einer archäologischen Fundstelle von am Galgenbichl. Daher hat das Landesamt für Archäologie gezielte archäologische Sondierungen an dieser Stelle vorgenommen. Dabei konnten sowohl bergseitig als auch talseitig der heutigen Straße Mauerreste nachgewiesen werden. Diese sind aufgrund der steilen Hanglage nicht mehr in ihrer ursprünglichen Fundlage, sondern zum Teil abgerutscht. Die Funktion der Mauern ist bisher unbekannt, es kann sich sowohl um Hausreste als auch um Terrassierungsmauern handeln. Geborgen wurden zudem vereinzelte Bruchstücke eisenzeitlicher Keramikgefäße. Aufgrund der gewonnenen Befunde werden nun im Vorfeld der Bauarbeiten systematische archäologische Ausgrabungen durchgeführt, um den noch vorhandenen archäologischen Bestand freilegen und dokumentieren zu können.
Der Galgenbichl im Gemeindegebiet Olang ist ein bekannter archäologischer Fundplatz: Bereits bei der Verbreiterung der Straße in den 1930er Jahren wurden dort archäologische Funde geborgen, davon berichtete der Brixner Heimatforscher Adrian Egger. Das Landesamt für Archäologie hatte bereits anlässlich des Baus eines Gehsteiges in den Jahren 1995/96 und beim Neubau der Brücke über den Antholzerbach 2006 archäologische Grabungen durchgeführt. Diese haben belegt, dass die südseitigen Abhänge des Galgenbichls in der älteren Eisenzeit (7. bis 6. Jahrhundert v. Chr.) besiedelt waren.
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