Geschädigter Schutzwald im Gadertal: Ende April beginnen Arbeiten

Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher begutachtet mit Mitarbeitern des Forstinspektorats Bruneck geschädigten Schutzwald in der Gadertaler Schlucht - "Schutzfunktion des Waldes wieder herstellen"

BRUNECK/ST. LORENZEN/ENNEBERG/ST. MARTIN IN THURN (LPA). "Die Situation der Wälder in der Gadertaler Schlucht ist sehr schwierig", berichtet der Direktor des Forstinspektorats Bruneck Wolfgang Weger, "große Waldflächen in sehr steilem und schwierigem Gelände sind durch Borkenkäferbefall geschädigt, vor allem in den beiden Hauptbereichen von Montal in der Gemeinde St. Lorenzen bis Zwischenwasser in der Gemeinde Enneberg und zwischen Zwischenwasser und Pikolein in der Gemeinde St. Martin in Thurn".

Dieser Wald ist Schutzwald, das heißt, er bremst herabstürzende Steine und Blöcke und reduziert dadurch die Gefahr für den Verkehr auf der daruntergelegenen Gadertaler Straße erheblich. Da die Bäume durch die Borkenkäfer massiv geschädigt wurden, ist derzeit die Schutzwaldfunktion drastisch eingeschränkt.

Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher hat diese geschädigten Wälder in der Gadertaler Schlucht in Augenschein genommen: "Unser Ziel ist, Sicherheit für die Menschen zu gewährleisten und gleichzeitig die Schutzfunktion des Waldes Schritt für Schritt wieder herzustellen", unterstreicht er: "Der Besuch vor Ort hat mir sehr deutlich vor Augen geführt, dass das keine einfache Aufgabe ist, und dass hier sorgfältig abgewogen und geplant werden muss."

Es gehe nun darum, die Gefahr für die Straße zu reduzieren, erklärt Amtsdirektor Weger: "Durch Hubschrauberbringung bringen wir die geschlägerten Bäume aus diesem schwierigen Gelände zu bereitstehenden Lagerplätzen. Ein kleiner Teil verbleibt in der Fläche in Form von quer gefällten Bäumen, um die Oberflächenrauigkeit zu erhöhen und als Schutz vor abrollenden Steinen und Schneerutschungen." Quer gefällte Bäume sind Baumstämme, die gezielt quer zum Hang abgelegt werden und als Sperren dienen. Zudem sind sie als Totholz wertvoller Lebensraum für Artenvielfalt.

Abschnittweise Straßensperren an Wochenenden nötig

Zwischen Ende April und Mitte bis Ende Mai werden Holzarbeiter die nötigen Abholzungsarbeiten in der Gadertaler Schlucht durchführen, beginnend bei den gefährlichsten Flächen. Die geplanten Holzschlägerungsarbeiten werden in enger Abstimmung mit den jeweiligen Waldeigentümern durchgeführt, koordiniert von der Forstbehörde.

Während dieser Arbeiten müssen an mehreren Samstagen und Sonntag aus Sicherheitsgründen Abschnitte der Gadertaler Straße gesperrt werden, der Zeitplan für die Sperrungen wird rechtzeitig angekündigt. Es gibt Umleitungen vor Ort.

mac