Personal: HGV-Präsident Berger trifft Arbeitslandesrätin Amhof

Im Gastgewerbe stellt die Personalgewinnung eine zentrale Herausforderung dar - HGV-Präsident Klaus Berger hat sich dazu und zu weiteren Anliegen kürzlich mit Landesrätin Magdalena Amhof ausgetauscht

BOZEN (LPA). Wie schafft man mehr Planungssicherheit bei der Rekrutierung saisonaler Arbeitskräfte? Wie kann sich das Gastgewerbe als attraktiver Arbeitgeber behaupten? Um diese Fragen, zentrale arbeitsmarktpolitische Herausforderungen und Handlungsfelder im Tourismus ist es beim Antrittsbesuch des neuen Präsidenten des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) Klaus Berger bei Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof  in Bozen gegangen. "Beim Thema Arbeitsmarkt ist der Dialog zwischen Wirtschaft und Politik unverzichtbar. Maßnahmen gegen Personalmangel und Fachkräfteabwanderung können nur greifen, wenn alle Beteiligten dahinterstehen und am selben Strang ziehen", betonte Amhof.  

Saisonales Kontingentsystem: Mehr Planungssicherheit gefragt

Ein zentrales Thema war das saisonale Kontingentsystem für Nicht-EU-Arbeitskräfte. Hintergrund war die kürzlich zunächst stark reduzierte Zuweisung von Arbeitskontingenten durch das zuständige Ministerium in Rom, die zu Unsicherheiten in der Personalplanung geführt hatte und erst durch ein koordiniertes Einschreiten des Landes und des HGV korrigiert werden konnte. "Wir sprechen uns dafür aus, dass die auf Landesebene festgelegten Kontingente verbindlich und fristgerecht in die staatlichen Entscheidungen übernommen werden", so HGV-Präsident Berger.

Arbeitsvermittlung weiter stärken

Besprochen wurde auch die wichtige Rolle des Arbeitsmarktservice in der Arbeitsvermittlung und als Dienstleister der Unternehmen. Der HGV befürwortete eine systematische Ausweitung der Informations- und Beratungstätigkeit. "Eine Stärkung der Servicetätigkeit für Unternehmen ist eines der Ziele, das wir in der Arbeitsmarktstrategie 2030 anpeilen", berichtete Amhof. Das umfassende Strategiedokument, das demnächst der Landesregierung vorgelegt wird, soll den Kurs der aktiven Arbeitsmarktpolitik Südtirols bis 2030 vorgeben.

Gemeinsames Ziel: Zukunftsfähiger Arbeitsmarkt

HGV-Direktor Raffael Mooswalder stellte Vorschläge des HGV für eine Sicherstellung der Arbeitskräfteverfügbarkeit im Gastgewerbe und die qualitative Weiterentwicklung des Gastgewerbes als Arbeitgeber vor, die im Rahmen der HGV-Arbeitgebermarke "JOIN future hospitality" entwickelt wurden. Landesrätin Amhof begrüßte die Initiative: "Ob Südtirol imstande ist, Fachkräfte anzuziehen und zu halten, ist entscheidend für unsere Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität. Eine aktive Strategie der Arbeitgeberverbände ist ungemein wertvoll, um diese Attraktivität auf breiter Ebene zu erreichen".

red/san