Landesprogramm für Forschung und Innovation 2026 gutgeheißen
Fokus unter anderem auf Förderung von Unternehmen im Bereich Innovation – Landesrat Achammer: "Innovation, Entwicklung und Forschung sind Basis für zukunftsorientierte Weiterentwicklung"
BOZEN (LPA). Im Jahresprogramm für Forschung und Innovation werden alljährlich die Prioritäten und strategischen Ziele für die beiden Bereiche festgelegt. Diese orientieren sich an der Südtiroler Innovationsstrategie "Smart Specialication Strategy (RIS3)" und den darin festgelegten Spezialisierungsbereichen Automation & Digital, Food & Life Science, Alpine Technologies und Green Technologies. "Das Jahresprogramm gibt wichtige Leitlinien vor und soll dazu beitragen, unsere Innovations- und Forschungslandschaft weiter zu stärken. Denn Innovation, Entwicklung und Forschung sind die Basis, damit wir uns als Gesellschaft zukunftsorientiert weiterentwickeln", ist Landesrat Philipp Achammer überzeugt. Das Landesprogramm für Forschung und Innovation 2026 wurde am 10. April von der Landesregierung gutgeheißen, bereits vorab hatte sich der Rat für Wissenschaft, Forschung und Innovation damit befasst (LPA hat berichtet).
Im Bereich der Wissenschaft und Forschung wird weiterhin auf eine Forschungsoffensive gesetzt, die sich auf die Stärkung des Landesforschungssystems, den Ausbau internationaler Kooperationen und der Führung des Wissenschaftsfonds zur Förderung von Projekten setzt. In diesem Zusammenhang wird unter anderem die internationale Mobilität von Forscherinnen und Forscher unterstützt, Projekte im Zusammenhang mit dem Klimaplan 2040 gefördert und die Grundfinanzierung der Südtiroler Einrichtungen für Wissenschaft und Forschung (sprich Freie Universität Bozen, Eurac Research, Fraunhofer Italia, Eco Research, das Konservatorium Claudio Monteverdi und die Philosophisch Theologische Hochschule Brixen) garantiert. Auch die Zusammenarbeit mit den Stakeholdern des Landesforschungssystems, sprich dem Laimburg Research Centre, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, dem Universitären Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe Claudiana, dem Betrieb Landesmuseen und der Universität Cattolica del Sacro Cuore, ist ein wichtiger Schwerpunkt. Ein Fokus 2026 liegt auf der Intensivierung der Kooperation auf europäischer Ebene: So soll im Laufe des heurigen Jahres die erste Ausschreibung der EU-Partnerschaft "Forest and Forestry for a sustainable future" lanciert werden. Damit wird der Fokus auf den Bereich Wald und Forstwirtschaft gelegt.
Das Jahresprogramm im Bereich Innovation legt den Schwerpunkt auf die Unterstützung der Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Ideen und Projekte. Gefördert werden dabei Durchführbarkeitsstudien für Innovation, vereinfachte Projekte der experimentellen Forschung, Projekte der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung, Kooperationsprojekte für industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung, Prozess- und Organisationsinnovation, gewerbliche Schutzrechte, Managementsysteme, Innovationsberatungsdienste und innovationsunterstützende Dienstleistungen, die Nutzung von Labors (Lab Bonus), die Einstellung oder Abordnung von hochqualifiziertem Personal, Innovationscluster und die Aufstockung des Risikofonds der Garantiegenossenschaften Confidi und Garfidi. Neu hinzu kamen die Zinsbeiträge für Investitionen in Nachhaltigkeit und Innovation (LPA hat berichtet), die seit Februar 2026 greifen und für Finanzierungen, die bis Ende Juli 2030 gewährt werden, gelten.
Auch der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) ist ein wichtiger Partner der Südtiroler Forschungs- und Innovationslandschaft. Für das Jahr 2026 liegt der Fokus auf Initiativen im Rahmen der NEB-Initiative (New European Bauhaus), bei der es um die Gestaltung nachhaltiger und sozialer Lebensräume geht. Innerhalb Ende des Sommers werden die Ergebnisse dieser vierten Ausschreibung veröffentlicht.
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