Vermögen: Protokoll zwischen Gemeinde Bozen und Land genehmigt

Fläche der ehemaligen Mignone-Kaserne in Bozen wird an die Gemeinde übertragen - Seniorenwohnheim kann entstehen - Bianchi: "Verwirklichung zahlreicher Projekte in Bozen wird möglich"

BOZEN (LPA). Am 10. April hat die Landesregierung die Unterzeichnung eines Einvernehmensprotokolls mit der Gemeinde Bozen genehmigt. Dieses ermöglicht die Aufwertung und Rationalisierung des öffentlichen Immobilienvermögens in Bozen. Unter anderem wird die Fläche der ehemaligen Mignone-Kaserne in Rosenbach an die Gemeinde Bozen übertragen, erklärt der für Hochbau, Vermögen, Grundbuch und Kataster verantwortliche Landesrat Christian Bianchi

"Das öffentliche Immobilienvermögen ist von grundlegendem sozialen und wirtschaftlichem Wert: In diesem Punkt waren sich Land und Gemeinde Bozen stets einig", betont Landesrat Bianchi. "Mit diesem Protokoll machen wir die Umsetzung strategischer Projekte für die Stadt und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger einfacher und konkreter."

Ziel der Vereinbarung sei es, dem Bedarf an sozialen Infrastrukturen für die Bevölkerung gerecht zu werden, die Stadterneuerung fördern und zugleich die Nutzung öffentlicher Ressourcen zu optimieren. Eines der zentralen Vorhaben betrifft das Gelände der ehemaligen Mignone-Kaserne: Das Land überträgt der Gemeinde Bozen unentgeltlich das Eigentum an der Fläche. Dieser Schritt werde es der Gemeinde, die für das Errichten von Seniorenwohnheimen zuständig ist, ermöglichen, eine Ausschreibung für den Bau des Alters- und Pflegeheims einzuleiten. Die neue Einrichtung soll nicht nur Pflegeplätze, sondern auch Seniorenwohnungen sowie Betreuungsangebote, einschließlich Tagesdienste, umfassen, um den heutigen Bedürfnissen der älteren Bevölkerung gerecht zu werden. 

Weiters wird im Dokument auch das Vorgehen bezüglich des ehemaligen Militärgeländes im Neubruchweg geregelt: Das Land übernimmt die Asbestsanierung sowie das Verfahren zur Übernahme des Geländes, während die Gemeinde ein Projekt zur Umgestaltung in eine öffentlich zugängliche Grünfläche mit Räumen für kulturelle und vereinsbezogene Freizeitaktivitäten ausarbeitet.

Ein weiterer Punkt betrifft den Schlachthof Bozen, der derzeit veraltet und überdimensioniert ist. In diesem Fall verpflichtet sich die Gemeinde, dem Land einen Teil der Flächen unentgeltlich zu übertragen, um den Bau einer neuen, effizienteren Anlage zu ermöglichen. Dies bringe Vorteile in Bezug auf geringere Betriebskosten sowie verbesserte technologische und operative Standards mit sich, so Landesrat Bianchi. 

Die Vereinbarung umfasst außerdem einige Parzellen in der Campofrancostraße, die an das Land übertragen werden, um in Zusammenarbeit mit den zuständigen staatlichen Behörden die Entwicklung des Geländes in der Nähe des Flughafens Bozen voranzutreiben.

Das Protokoll hat eine Laufzeit von zehn Jahren und wird durch die entsprechenden operativen Schritte umgesetzt. 

red/ee/pir