SASA und Alperia gründen Gesellschaft für eigene Wasserstoffproduktion

Projekt "Hydrogen Adige Valley": Genehmigung für Zweckgesellschaft von SASA und Alperia für Wasserstoffanlage – Landesrat Alfreider: "Wichtiger Schritt zu emissionsfreiem Nahverkehr"

BOZEN (LPA). In der Sitzung vom 10. April hat die Landesregierung die Gründung einer Zweckgesellschaft im Rahmen des Projekts "Hydrogen Adige Valley" genehmigt. Das Projekt dient der Energieerzeugung und verringert die Treibhausgasemissionen im öffentlichen Personennahverkehr. Die neu gegründete Gesellschaft (deren Name zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird) wird zu 51 Prozent von der SASA AG und zu 49 Prozent von der Alperia Green Generation GmbH gehalten und setzt die bisherige Zusammenarbeit im Projekt fort.

Das Projekt wird im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans (PNRR) – Mission 2 "Grüne Revolution und ökologischer Übergang" finanziert und sieht die Errichtung einer Anlage zur Wasserstoffproduktion mit einer Leistung von zwei Megawatt in Bozen Süd vor. Die Anlage soll täglich mindestens 430 Kilogramm grünen Wasserstoff erzeugen, der auch an den angeschlossenen Tankstellen in Bozen und Meran verwendet wird.

Neben der Anlage wird eine eigene Photovoltaikanlage gebaut. Sie hat eine Leistung von rund 1,5 Megawatt und erzeugt jährlich etwa 1,89 Gigawattstunden Strom aus erneuerbarer Energie. Ein Teil dieses Stroms wird für die Herstellung von Wasserstoff verwendet. Dieser ist zunächst für die Busse der SASA vorgesehen. So entsteht eine lokale, saubere Energieversorgung für den öffentlichen Verkehr.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider unterstreicht: "Die Gründung dieser Gesellschaft ist ein grundlegender Schritt, um das Projekt umzusetzen und eine nachhaltigere Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs zu unterstützen: Es wird saubere Energie vor Ort erzeugt und lokale Unternehmen werden eingebunden."

Die Gesellschaft übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Anlage. Dazu gehören der Betrieb, die technische und sicherheitsrelevante Überwachung sowie das Umweltmanagement. Die Zusammenarbeit der beiden Gründungsgesellschaften ermöglicht es, dass die SASA die erzeugte Energie von Anfang an für ihre Fahrzeuge nutzt. Gleichzeitig können über die Alperia Green Generation auch Marktchancen genutzt werden.

Das Projekt ist auf eine nachhaltige Entwicklung im mittel- bis langfristigen Zeitraum ausgerichtet. Die Gesellschaft nimmt ihre Tätigkeit nach Abschluss der gesetzlich vorgesehenen Verfahren auf, einschließlich der Prüfung durch den Rechnungshof. Ihre Laufzeit richtet sich nach dem Lebenszyklus der Anlage.

red/kat