"No Credit 2026" zeigt reale Einsätze und ihre Folgen im Verkehr

Vorstellung "No Credit" Kampagne zu mehr Verkehrssicherheit mit Berichten von Einsatzkräften, realen Unfällen und deren Folgen - Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit und Verantwortung im Straßenverkehr

BOZEN (LPA). Die Verkehrssicherheitskampagne "No Credit 2026" des Landes Südtirol stellt erstmals reale Einsatzerfahrungen von Rettungs- und Sicherheitskräften in den Mittelpunkt. Beteiligt sind unter anderem das Italienische Rote Kreuz, der Landesrettungsverein Weißes Kreuz, der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols, die Berufsfeuerwehr, Carabinieri, Verkehrspolizei und Ortspolizei. Vorgestellt wurde die Initiative am 13. April im Palais Widmann in Bozen. 

Im Zentrum der Kampagne stehen authentische Erlebnisse von Einsatzkräften, die tagtäglich mit den Folgen schwerer Verkehrsunfälle konfrontiert sind. Von tödlichen Unfällen mit Kindern über dramatische Motorradkollisionen bis hin zur Begleitung von Hinterbliebenen – diese Erfahrungen hinterlassen Spuren bei jenen, die helfen wollen, aber nicht immer helfen können. Ziel ist es, diese oft unsichtbare Perspektive sichtbar zu machen und das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmenden für mehr Aufmerksamkeit und Verantwortung zu schärfen.  

Bei der Pressekonferenz wurde auch die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten und Sicherheitskräften betont. Die Regierungskommissarin und Präfektin Maddalena Travaglini erklärte, dass diese Zusammenarbeit wichtig für die Vorbeugung von Verkehrsunfällen sei. Sie sagte außerdem, dass die Kampagne das Bewusstsein für verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr stärken soll, um die eigene Sicherheit und die anderer zu schützen.

"Unsere Einsatzkräfte erleben tagtäglich Situationen, die niemand erleben sollte. Indem wir ihre Geschichten erzählen, geben wir ihnen eine Stimme und erinnern daran, dass jeder Unfall eine Entscheidung oder ein Moment der Ablenkung zu viel sein kann. Verkehrssicherheit betrifft uns alle, jeden Tag, auf jeder Straße. Mein Dank gilt allen beteiligten Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit und den Mut, diese Einsätze zu teilen", so Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Die Kampagne startet mit einem neuen Hauptmotiv und einer Reihe "Wahrer Geschichten" aus dem Einsatzalltag. "Das zentrale Sujet zeigt die realen Folgen eines Unfalls – als Weckruf für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr", erklärt Lukas Nothdurfter, Zentrumsleiter des Safety Park und Koordinator von No Credit. "Verkehrssicherheit ist Teamarbeit. Wenn Einsatzkräfte ihre Erfahrungen teilen, wirkt das stärker als jede Statistik. No Credit 2026 zeigt, wie schnell Routine in Tragik umschlagen kann und wie jede und jeder von uns durch Respekt, Aufmerksamkeit und Regelbewusstsein dazu beiträgt, dass alle sicher ankommen", so Nothdurfter weiter.

Die begleitenden Kurzfilme greifen reale Einsatzberichte auf: von tödlichen Kollisionen bis zu schwersten Motorradunfällen und machen die menschliche Seite hinter jeder Blaulichtmeldung eindrucksvoll erlebbar. Die diesjährige Ausgabe ist intensiver als je zuvor: Sie basiert konsequent auf wahren Begebenheiten und entstand in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Organisationen.

red/kat