Gadertaler Schlucht: Holzarbeiten an drei Wochenenden, Straßensperren
Holzarbeiten im geschädigten Schutzwald entlang der Gadertaler Staatsstraße am 25./26. April, 9./10. Mai und 16./17. Mai - Straßensperren in verschiedenen Abschnitten nötig
BRUNECK/ST. LORENZEN/ENNEBERG/ST. MARTIN IN THURN (LPA). Große Waldflächen in sehr steilem und schwierigem Gelände in der Gadertaler Schlucht, vor allem im Waldbereich Plaies, sind durch Borkenkäferbefall geschädigt. Betroffen sind zwei Abschnitte, einerseits von Montal in der Gemeinde St. Lorenzen bis Longega (Zwischenwasser) in der Gemeinde Enneberg und zwischen Longega und Piculin (Pikolein) in der Gemeinde St. Martin in Thurn. Dieser Wald ist Schutzwald, das heißt, er bremst herabstürzende Steine und Blöcke und reduziert dadurch die Gefahr für den Verkehr auf der daruntergelegenen Gadertaler Straße erheblich. Da die Bäume durch die Borkenkäfer massiv geschädigt wurden, ist derzeit die Schutzwaldfunktion drastisch eingeschränkt.
Zwischen Ende April und Mitte Mai wird daher eine spezialisierte Holzschlägerungsfirma die nötigen Abholzungsarbeiten in der Gadertaler Schlucht durchführen, beginnend bei den gefährlichsten Flächen. Die geplanten Holzschlägerungsarbeiten werden von den jeweiligen Waldeigentümern in Auftrag gegeben, koordiniert von der Forstbehörde (LPA hat berichtet).
"Es gilt nun, die Gefahr für die Straße zu reduzieren", unterstreicht der Direktor des Forstinspektorats Bruneck Wolfgang Weger: "Durch Hubschrauberbringung verfrachten wir die geschlägerten Bäume aus diesem schwierigen Gelände zu bereitstehenden Lagerplätzen. Ein kleiner Teil verbleibt in der Fläche in Form von quer gefällten Bäumen, um die Oberflächenrauigkeit zu erhöhen und als Schutz vor abrollenden Steinen und Schneerutschungen." Quer gefällte Bäume sind Baumstämme, die gezielt quer zum Hang abgelegt werden und als Sperren dienen. Zudem sind sie als Totholz wertvoller Lebensraum für Artenvielfalt und wichtig für eine schnellere Wiederbewaldung.
Bei einem Treffen der Forstbehörde mit den Waldbesitzern und Vertretern der betroffenen Gemeinden Enneberg und St. Martin in Thurn am 14. April waren sich alle einig, dass gehandelt werden müsse, berichtet Gottlieb Moling vom Forstinspektorat Bruneck.
Nach Abschluss der Arbeiten an den drei Wochenenden wird beurteilt, ob noch ein weiteres Wochenende für die Schlägerungen entweder noch im Frühjahr oder im Herbst notwendig sein wird.
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