Gesundheitsstandort Sterzing: Landesrat Messner im Austausch

Treffen mit Mitarbeitenden aus dem Gesundheitssprengel, der Krankenpflege, der Allgemeinmedizin sowie dem Krankenhaus Sterzing – Fertigstellung Gemeinschaftshaus noch im Laufe des Jahres

STERZING (LPA). Gesundheitslandesrat Hubert Messner hat im Rahmen seiner dritten Besuchsreihe in dieser Legislaturperiode am 30. April den Gesundheits- und Sozialsprengel Wipptal und das Krankenhaus Sterzing besucht. Es handelt sich heuer um das zweite Treffen nach dem Besuch im Hochpustertal (LPA hat berichtet).  Begleitet wurde er dabei von Ressortdirektor Michael Mayr, Abteilungsdirektorin Laura Schrott sowie Generaldirektor Christian Kofler mit der Betriebsspitze des Südtiroler Sanitätsbetriebs.

"Unser Ziel ist eine flächendeckende, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle – mehrsprachig und für jede Bürgerin und jeden Bürger zugänglich", betonte Messner beim Treffen mit allen Mitarbeitenden im Sprengel.

Wohnortnahe Versorgung im Wipptal

Die Versorgung im Wipptal wird weiter gestärkt. Der Gesundheits- und Sozialsprengel bleibt bestehen. Im ehemaligen Kapuzinerkloster in Sterzing entsteht ein Gemeinschaftshaus, das Gesundheits- und Sozialdienste noch besser bündeln und vernetzen wird. Die Arbeiten im Kapuzinerkloster haben bereits begonnen und werden voraussichtlich noch heuer abgeschlossen. Insgesamt werden hier 4,6 Millionen Euro investiert, davon 1,4 Millionen Euro PNRR-Gelder.

Landesrat Hubert Messner betont die Wichtigkeit des Ausbaus der wohnortnahen Versorgung und der Gemeinschaftshäuser: "Täglich gibt es rund 950 Zugänge in den Notaufnahmen in Südtirol, knapp drei Viertel davon mit weniger dringendem Bedarf. Unsere Krankenhäuser müssen wieder die Akutversorgung übernehmen und genau hier schaffen wir mit den Gemeinschaftshäusern gezielte Unterstützung. Außerdem werden im Gemeinschaftshaus künftig die Menschen mit chronischen Krankheiten wohnortnah und mit eigenen Betreuungspfaden umfänglich betreut."

Arbeiten am Krankenhaus Sterzing

Beim Treffen wurde auch ein grundsätzliches Bekenntnis zum Fortbestand und Ausbaus des Krankenhauses Sterzing abgegeben. Geplant ist die Realisierung eines neuen Frauen-Kind-Zentrums im ersten Obergeschoss des Krankenhauses. Dort werden alle Dienste für Frauen und Kinder (Gynäkologie, Pädiatrie, Hebammen, Prävention) gebündelt, um die Betreuung zu verbessern. Das Umbauprojekt ist mit rund 4,7 Millionen Euro vollumfänglich finanziert. Die erste Bauphase steht vor dem Abschluss und soll im Sommer 2026 übergeben werden, anschließend folgt die zweite Bauphase. Zusätzlich ist im Krankenhaus Sterzing ein umfassender Umbau von Rehadienst und Ambulatorien vorgesehen (15,5 Mio. Euro). Geplant sind unter anderem ein neues Rehabecken, die Verlegung der Mensa sowie bauliche Anpassungen, etwa zur besseren Belichtung im Untergeschoss. Das Ausführungsprojekt liegt vor, die Projektüberprüfung läuft. Der Baubeginn ist phasenweise ab Frühjahr 2027 vorgesehen.

Austausch mit Gesundheitspersonal

Grundsätzlich wurde bei den Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Berufsgruppen hervorgehoben. Die Versorgung im Wipptal ist zwischen Allgemeinmedizin, Gesundheitssprengel, Hauskrankenpflege und dem Grundversorungskrankenhaus gut aufgestellt. Thematisiert wurde auch die erfolgreiche Einführung der 36-Stunden-Woche für Pflegepersonal und Therapeutinnen und Therapeuten und die Ausbildung des Gesundheitspersonals. Landesrat Messner zeigte sich erfreut darüber, dass bereits im nächsten Jahr die derzeit 120 Medizinstudierenden in Bozen ihre Praktika in allen sieben Krankenhäusern des Landes absolvieren werden. 

kat