Ötzi-Mumie: Erneuerung der Kühlzelle genehmigt
Laut Landesregierungsbeschluss bekommt der Ötzi eine neues modernes und energieeffizientes Kühlsystem - Die bisherige Anlage war seit 25 Jahren in Betrieb - Investition: 1,7 Millionen Euro
BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat am 8. Mai auf Vorschlag von Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi das Projekt zur Erneuerung der Kühlanlage für Ötzi, den Mann aus dem Eis, genehmigt. Die Anlage dient der Konservierung der weltbekannten Mumie, die das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen aufbewahrt.
Das Projekt sieht vor, die bestehende Kühlanlage vollständig zu ersetzen. Auch die technischen Räume werden erneuert. Der Austausch ist notwendig, weil die aktuelle Anlage technisch veraltet ist. Sie ist seit etwa 25 Jahren in Betrieb. Ziel ist es, künftig noch höhere Standards in puncto Zuverlässigkeit, Sicherheit Konservierung und Energieeffizienz zu erreichen.
"Mit dieser Investition wollen wir den bestmöglichen Schutz für die Similaun-Mumie gewährleisten. Gleichzeitig sorgen wir für mehr Sicherheit, einen unterbrechungsfreien Betrieb sowie deutliche Verbesserungen in energetischer und technischer Hinsicht", betonte Landesrat Bianchi, der gemeinsam mit Ressortdirektor Daniel Bedin den Eingriff bei einer Pressekonferenz vorstellte.
Die neue Anlage wird so geplant, dass sie dauerhaft konstante und stabile klimatische Bedingungen sicherstellt. Dies ist unerlässlich, damit die Mumie richtig erhalten werden kann. Vorgesehen sind auch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören doppelte Kühlmaschinen, doppelte Pumpen sowie Backup-Systeme. Diese sollen das Risiko von Betriebsunterbrechungen so gering wie möglich halten.
Die Arbeiten umfassen den Abbau der bestehenden Anlage. Danach werden neue Kühlgeräte installiert. Geplant sind außerdem neue luftgekühlte Kondensatoren, Tanks und Pumpengruppen. Zusätzlich wird eine Kältemaschine für den Notfall vorbereitet.
Besonderes Augenmerk liegt auf Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. So werden Kältemittel mit geringer Umweltbelastung eingesetzt. Die Anlage nutzt Inverter-Regelungen und ein modernes digitales System für eine laufende Überwachung und Steuerung des Betriebs.
Während der Arbeiten bleibt Ötzi im Museum. Die Mumie wird in einem speziell angefertigten Gefrierschrank aufbewahrt. So sollen die notwendigen Konservierungsbedingungen jederzeit erhalten bleiben, ohne dass die Mumie transportiert werden muss. Die Arbeiten sind zwischen Jänner und März 2027 vorgesehen. In dieser Zeit wird die Mumie für etwa fünf Wochen nicht sichtbar sein.
In das Vorhaben werden voraussichtlich rund 1,7 Millionen Euro investiert. Die Finanzierung erfolgt über die im Landeshaushalt 2026–2028 vorgesehenen Gelder.
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