Vertretung des Volksgruppen-Instituts bei Landeshauptmann Kompatscher

Hugo-Daniel Stoffella ist seit Mai Obmann des Südtiroler Volksgruppen-Instituts – Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Kompatscher zu autonomiepolitischen Themen

BOZEN (LPA). Das Südtiroler Volksgruppen-Institut (SVI) befasst sich mit der wissenschaftlichen Behandlung der Volksgruppenfrage und insbesondere auch der Volksgruppenrechte in Europa. Seit Mai 2026 steht Hugo-Daniel Stofella dem Institut als Obmann vor. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Leiter des SVI, Paul Videsott, besprach Stoffella beim Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Arno Kompatscher am 25. Juni im Landhaus 1 in Bozen vor allem aktuelle Entwicklungen der Autonomie.

SVI-Obmann Stoffella dankte Landeshauptmann Kompatscher, dass es ihm gelungen sei, die Autonomiereform unter Dach und Fach zu bringen. "Die vor Kurzem in Kraft getretene Reform ist nicht nur ein Meilenstein, sondern vor allem ein Mehrwert mit neuen wesentlichen Handlungsspielräumen, von dem Südtirol in den kommenden Jahrzehnten zehren wird. Eine Leistung, die auch auf europäischer Ebene Anerkennung finde", hob der SVI-Obmann im Gespräch hervor. Stoffella erinnerte daran, dass das SVI der wissenschaftliche Arm der Dachorganisation der Volksgruppen in Europa FUEN (Föderalistische Union der europäischen Nationalitäten) sei. Landeshauptmann Kompatscher seinerseits gratulierte Stoffella zu dessen neuer Funktion und unterstrich die Bedeutung des SVI: "Seit über sechs Jahrzehnten begleitet das Südtiroler Volksgruppen-Institut aktiv die Entwicklung der Autonomie in Südtirol und hat ein dichtes Netzwerk wertvoller Kontakte zu Institutionen und Organisationen von Sprachminderheiten in Europa aufgebaut."

Paul Videsott ist nicht nur im SVI, sondern auch als wissenschaftliche Berater der FUEN aktiv. Beim Treffen mit dem Landeshauptmann stellte Videsott die aktuelle Ausgabe des vom SVI herausgegebenen Europäischen Journal für Minderheitenfragen (EJM) vor. Dieses werde auch auf europäischer Ebene als Plattform für Minderheitenfragen sehr geschätzt, hob Videsott dabei hervor. In der aktuellen Ausgabe finde darin auch eine umfassende und tiefgreifende Analyse der Autonomiereform von Esther Happacher und Walter Obwexer Platz.

red/ck