Einsturz des Gerichtsgebäudes: Sicherheitsüberprüfungen gehen weiter

Land sucht Räume für 150 bis 200 Mitarbeitende, um Verwaltungstätigkeit des Gerichts fortzusetzen - Platz gesperrt und auch Nachts überwacht

BOZEN (LPA). Nach den ersten Überprüfungen am Donnerstagmorgen und dem Pressegespräch zum Einsturz des Mitteltrakts des Gerichtsgebäudes in Bozen, der sich am 16. Juli kurz nach 6 Uhr ereignet hat (LPA hat berichtet), setzen die zuständigen Behörden ihre Kontrollen fort.

Derzeit wird vor allem das Ausmaß der Schäden am Gebäude ermittelt. Das Gerichtsgebäude ist seit 2018 im Eigentum des Landes Südtirol. Gleichzeitig laufen die notwendigen Überprüfungen, damit voraussichtlich bereits ab Freitag, 17. Juli, einige Mitarbeitende unter Sicherheitsvorkehrungen und begleitet von der Feuerwehr die beiden Seitenflügel des Gebäudes betreten können, um dort Arbeitsgeräte und Unterlagen zu holen, die für die Fortführung der Verwaltungstätigkeit des Gerichts benötigt werden.

Die Agentur für Bevölkerungsschutz mit der Berufsfeuerwehr, die Gemeinde Bozen und das Land arbeiten ohne Unterbrechung und in enger Kooperation zusammen, um auf die außergewöhnliche Situation bestmöglich zu reagieren, die Sicherheit zu gewährleisten und den Betrieb der Justiz so gut wie möglich aufrechtzuerhalten.

Um die Verwaltungstätigkeit des Landesgerichts Bozen fortführen zu können, hat auch die Landesabteilung Vermögensverwaltung sofort gehandelt. Sie hat auf dem Ausschreibungsportal AOV eine Bekanntmachung veröffentlicht, um geeignete Büroräume für 150 bis 200 Mitarbeitende zu finden (Suche nach einer Liegenschaft zur Anmietung für die Unterbringung der Büros des Landesgerichts Bozen).

Am Nachmittag hat die Gemeinde Bozen außerdem eine Verordnung erlassen. Diese verbietet den Verkehr und den Aufenthalt auf dem Gerichtsplatz. Am späten Nachmittag und in den frühen Abendstunden ist ein Bagger im Einsatz, um die Trümmer zu beseitigen und einsturzgefährdete Teile des Daches zu entfernen. Auch während der Nacht wird der Gerichtsplatz von den Einsatzkräften überwacht.

gm/san