#halbzeit Landeshauptmann Kompatscher (2/3): Klimaschutz und Vorsorge
Landeshauptmann Kompatscher stellt bei Pressekonferenz konkrete Projekte in den Bereichen Hochwasserschutz, Frühwarnsysteme und Mobilität vor
BOZEN (LPA). Konkrete Investitionen in Klimaanpassung, Bevölkerungsschutz und nachhaltige Infrastruktur sind im zweiten Teil der #halbzeit-Pressekonferenz von Landeshauptmann Arno Kompatscher im Mittelpunkt gestanden. Der zusätzliche Spielraum, den Autonomiereform und neue Finanzregelung eröffnen, werde genutzt, um das Land besser auf Klimawandel und Extremwetter vorzubereiten, erklärte Kompatscher.
Der Landeshauptmann dankte eingangs den freiwilligen Helferinnen und Helfern der Blaulichtorganisationen, deren Einsatzstunden angesichts häufigerer Naturereignisse stetig zunähmen.
Als Beispiel für konkrete Vorsorge nannte Kompatscher den Ausbau des Hochwasserschutzes: Mehrere Rückhaltebecken seien in Bau oder Planung, ergänzt durch Renaturierungsmaßnahmen sowie die Wiederherstellung von Stauvolumina an bestehenden Anlagen. "Wir können nicht verhindern, dass Extremwetter häufiger wird. Aber wir können dafür sorgen, dass unser Land besser vorbereitet ist", sagte Kompatscher.
Im Bereich der Frühwarnung verwies er auf ein neues Gewitter-Frühwarnsystem, den Ausbau von IT-Alert sowie ein neues Wetterradar im Hochpustertal, das die Vorhersagegenauigkeit für lokale Unwetter deutlich verbessern soll. Zudem werde der Bevölkerungsschutz ein neues, einheitliches Erscheinungsbild erhalten, das ab Herbst schrittweise ausgerollt wird und die Erkennbarkeit im Einsatz stärken soll.
Auch organisatorisch werde investiert: Ein neues Logistikzentrum soll die Einsatzfähigkeit bei Katastrophen verbessern und Material zentral verfügbar machen. "Ein starker Bevölkerungsschutz ist keine Nebensache, sondern Grundvoraussetzung für Sicherheit und Lebensqualität", unterstrich Kompatscher.
Zur nachhaltigen Mobilität verwies Kompatscher auf den geplanten Green Corridor und eine variable Maut, an der eine Arbeitsgruppe mit Bayern und dem Trentino seit Ende April arbeitet; Ergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Ein Abfahrverbot von der Autobahn habe er wiederholt bei Minister Salvini eingefordert.
Kompatscher betonte, dass all diese Maßnahmen Teil eines Ansatzes seien, der ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Entwicklung verbinde – getreu dem Motto "Everyday for Future". Auch der demografische Wandel erfordere vorausschauendes Handeln. "Nachhaltigkeit heißt für uns, heute die Grundlagen zu schaffen, damit unser Land morgen noch lebenswert ist", sagte der Landeshauptmann.
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